Schluss mit der Umfragemüdigkeit: Ändern Sie 3 Dinge, um Ihre Befragten bei der Stange zu halten

Haben Sie Ihre Umfrageteilnehmer schon einmal gefragt, wie die Beantwortung Ihrer Umfrage abgelaufen ist? War sie zu lang? Zu kompliziert? Oder vielleicht zu persönlich?

Es mag ein wenig ungewöhnlich erscheinen, um ein solches Feedback zu bitten, aber wenn Sie Ihre Umfrage erstellen, sollten Sie stets auch berücksichtigen, wie viel Zeit (und Geduld) Ihre Befragten aufzubringen bereit sind. Komplizierte Umfragen führen zu Umfragemüdigkeit – und diese kann sich erheblich auf die Qualität Ihrer Daten auswirken.

Sie glauben, dass es aufwändig ist, Feedback zum Umfrageentwurf bei Ihren Teilnehmern einzuholen? Keine Sorge: Wir haben das bereits für Sie erledigt! Mit SurveyMonkey Audience haben wir Personen aus allen Teilen der USA gefragt, was sie bei Umfragen wirklich auf die Palme bringt, und es waren drei Aspekte, die aus der Masse herausragten.

1. Befragte möchten an keiner Umfrage teilnehmen, deren Beantwortung länger als 10 Minuten dauert.

Hatten Sie einen anstrengenden Tag? Das kennt jeder – auch Ihre Befragten. Und das ist der Grund dafür, weshalb 60 % der Teilnehmer nach eigenen Angaben an keiner Umfrage teilnehmen möchten, die länger als 10 Minuten in Anspruch nimmt. Bei Umfragen, für deren Beantwortung mehr als 20 Minuten benötigt würden, sagen schon 87 % nein.

Die Menschen, die sich an Ihren Umfragen beteiligen, möchten wirklich ihre Meinung äußern. Das ist ihnen durchaus wichtig – aber nicht wichtig genug, um sich die halbe Mittagspause mit Ihrer Umfrage zu beschäftigen. Denken Sie beim Erstellen Ihrer Umfragen daran, wie viel bzw. wenig Zeit die Menschen haben, und machen Sie sie nicht zu lang.

Profitipp: Prüfen Sie Ihre Umfrage mit dem SurveyScore-Tool. Hierzu klicken Sie oben auf dem Bildschirm „Erstellen“ auf die Schaltfläche „Meine Umfrage bewerten“. So erfahren Sie, wie lange Ihre Befragten zur Beantwortung Ihrer Umfrage brauchen, und erhalten weitere Tipps, um die Umfrage für die Teilnehmer zu vereinfachen.

Es gibt zwei Gruppen, die weniger anfällig für Umfragemüdigkeit sind – diesen können Sie auch längere und zeitaufwändigere Umfragen schicken.

Befragte, die mit dem Umfragethema befasst oder daran interessiert sind. Wenn Sie eine Feedbackumfrage an eine Eltern-Lehrer-Vereinigung verschicken, können Sie davon ausgehen, Antworten zu erhalten. Eltern sind Themen, die Auswirkungen auf ihre Kinder haben, wirklich wichtig, weswegen sie bereit sind, umfassendes Feedback zu geben.

Befragten Gruppen wie etwa Eltern ist es im Zweifelsfall egal, wie lange die Umfrage dauert, denn sie machen sich wirklich Gedanken zu dem Thema.

Befragte, die entsprechende Anreize zur Beantwortung erhalten haben. Das Anbieten von Anreizen zur Teilnahme an einer Umfrage kann eine geeignete Strategie darstellen, zusätzliche Beantwortungen von Personen zu erhalten, die nicht unbedingt mit dem Thema befasst oder daran interessiert sind. Man sollte es mit diesen Anreizen jedoch nicht übertreiben, denn das kann dazu führen, dass Befragte die Fragen der Umfrage nur oberflächlich beantworten, um am Ende ihren Preis zu erhalten.

Informationen und Tipps zu Anreizen zur Umfragebeantwortung finden Sie hier. Wenn Sie Schwierigkeiten haben, die richtige Balance zwischen zu schwachen und zu starken Anreizen zu finden, kann der Einsatz von SurveyMonkey Audience hilfreich sein. SurveyMonkey Audience spendet für jede Teilnahme an einer Umfrage 50 US-Cent an eine Hilfsorganisation und fördert auf diese Weise durch einen ausgewogenen Anreiz die ernsthafte Beantwortung von Umfragefragen.

lb

Erhöhen Sie die Beteiligung an Ihrer Umfrage

SurveyMonkey Audience umfasst viele Millionen Teilnehmer, die gerne an Ihren Umfragen teilnehmen.

 

2. Wenn Sie zu viele Antworten verpflichtend machen, kann dies die Qualität Ihrer Daten beeinträchtigen.

Wenn Sie die Beantwortung einer Umfragefrage verpflichtend machen, können die Befragten die Umfrage erst dann fortsetzen, wenn sie die betreffende Frage beantwortet haben – und zwar auch dann, wenn sie die Frage eigentlich nicht beantworten möchten.

Eine Frage nicht überspringen zu können, kann frustrierend sein, und Frustration ist eine wesentliche Ursache für Umfragemüdigkeit. Tatsächlich haben nur 36 % aller Befragten angegeben, dass sie in einer solchen Situation normalerweise zurückgehen und die passende Antwort geben. Die verbleibenden Befragten reagieren nicht so positiv.

27 % geben an, dass sie die Beantwortung der Umfrage komplett abbrechen, wenn sie auf eine Frage stoßen, die sie nicht überspringen können. Wenn jedoch zu viele Personen die Umfrage abbrechen, dann erhalten Sie am Ende wesentlich weniger Daten, als Sie brauchen.

Weitere 25 % sagen, dass sie zwar zurückgehen, auf die Pflichtfrage jedoch irgendeine beliebige Antwort geben, um die Umfrage fortsetzen zu können. Ein solches Verhalten wird als Satisficing bezeichnet, und für die Qualität Ihrer Daten kann dies wesentlich problematischer sein als Befragte, die die Umfrage abbrechen.

Falls Sie jetzt noch wissen möchten, was die verbleibenden 12 % machen: Dieser Anteil der Befragten hat angegeben, noch nie auf eine Pflichtfrage gestoßen zu sein.

Wir möchten damit nicht sagen, dass Sie solche Pflichtfragen überhaupt nicht benutzen sollten: Eine Beantwortung zu verlangen, kann insbesondere bei den wichtigsten Fragen in Ihrer Umfrage durchaus angemessen sein. Sie sollten sich aber Gedanken darüber machen, welche – und wie viele – Fragen in diese Kategorie fallen sollen. Möchten Sie Ihren Befragten möglicherweise sensible oder schwierige Fragen stellen? Dann sollten Sie erwägen, für diese keine Beantwortung zu verlangen.

Wichtiger Hinweis: Wir erwähnten weiter oben bereits die beiden Personengruppen, die nicht so anfällig für Umfragemüdigkeit sind. Eben diese beiden Gruppen lassen sich auch durch Pflichtfragen nicht aus der Ruhe bringen. Wenn Sie eine Personengruppe befragen, die sich für das Thema interessiert, oder wenn Sie SurveyMonkey Audience verwenden, können Sie durchaus mehr Fragen mit obligatorischer Beantwortung stellen.

lb

Behandeln Sie Ihre Befragten wie echte Menschen

Lesen Sie unseren kostenlosen Leitfaden und finden Sie heraus, wie Sie Umfragen so verfassen, dass Ihre Befragten zufriedengestellt werden und Sie trotzdem alle Daten erhalten, die Sie brauchen.

3. Respektieren Sie die Grenzen Ihrer Befragten.

Umfrageersteller fassen Online-Umfragen häufig als bequeme Möglichkeit auf, Befragte auf unpersönliche Weise um Information zu bitten. Schließlich ist es hierbei einfacher, sensible Informationen zu erfragen, als beim persönlichen Gespräch.

Für die Teilnehmer von Umfragen jedoch können solche Fragen als ebenso sensibel aufgefasst werden wie bei der persönlichen Ansprache. Mit Fragen, bei deren Beantwortung sich die Befragten unwohl fühlen, können Sie die Umfragemüdigkeit erheblich verstärken.

Es gibt Fragen, die sensibler sind als andere – und Sie werden vielleicht überrascht sein zu erfahren, welche dies sind.

  • 77 % aller Befragten gaben an, dass sie in einer Umfrage keine Kontaktinformationen wie Telefonnummern oder E-Mail-Adressen angeben würden.
  • 55 % würden ihren vollen Namen nicht nennen.
  • 33 % würden Informationen zu ihrem Einkommen verweigern.
  • 27 % würden keine geographischen Angaben machen, etwa die Nennung der eigenen Postleitzahl.
  • 7 % schließlich würden es ablehnen, Angaben zu ihrer Hautfarbe oder Volkszugehörigkeit zu machen.

Denken Sie daran: Es gibt immer Situationen, in denen solche Fragen durchaus angemessen sind. Wenn Sie Ihre Umfrage beispielsweise als Registrierungsformular verwenden und dies Ihren Befragten auch klar ist, dann sind Informationen zum Namen, Kontaktdaten und Wohnort wahrscheinlich obligatorisch.

Die obigen Ergebnisse beziehen sich nicht wirklich auf Fragen, die unangenehm oder sensibel sind, weil sie zu persönlich wären. Doch auch hier gilt dasselbe Grundprinzip: Seien Sie hinsichtlich Ihrer Motive so offen wie möglich. Wenn Ihren Befragten klar ist, weshalb Sie bestimmte Fragen stellen, dann werden sie sie mit höherer Wahrscheinlichkeit auch beantworten.

Profitipp: Möglicherweise sollten Sie zu Ihrer Umfrage zunächst eine Einleitung schreiben, in der Sie erläutern, weshalb Sie solche Fragen stellen. Wenn Sie außerdem versichern, die Privatsphäre Ihrer Befragten zu beachten, dann erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, Antworten auch auf sensible oder persönliche Fragen zu erhalten.

Was verlangen Ihre Befragten von Ihrer Umfrage? Sie wünschen sich, dass ihr zeitlicher Aufwand, ihre Vernunft und ihre Grenzen respektiert werden. Aus dieser Perspektive betrachtet ist das sicher auch nicht zu viel verlangt. Und es ist auch unkompliziert umzusetzen: Machen Sie sich einfach jederzeit klar, was Sie fragen, wie Sie fragen und wie lange die Beantwortung Ihrer Fragen dauert.

Sie könnten hierfür möglicherweise etwas Unterstützung gebrauchen? Dann sind wir gerne für Sie da.

Tags:

Inspiriert? Mach Deine eigene Umfrage!

Inspiriert? Mach Deine eigene Umfrage!

Hinterlassen Sie einen Kommentar