Was ist eine Likert-Skala? Definition, Beispiele, Analyse und Best Practices

Was ist eine Likert-Skala? Likert-Skalen gehören zu den zuverlässigsten Methoden zum Messen von Meinungen, Wahrnehmungen und Verhalten. Erfahren Sie, wie Sie sie verwenden und wie Sie die Ergebnisse analysieren.

Person, die ein Stück Papier hält und auf einen Laptop-Bildschirm schaut. Neben ihr ist eine Frage zu sehen: Wie zufrieden oder unzufrieden sind Sie mit der Geschwindigkeit der Produktlieferung?


Fragen mit den Antwortoptionen „Ich stimme zu“/„Ich stimme nicht zu“ haben ihre Berechtigung in der Marktforschung. Wenn Sie jedoch die Gefühle hinter einer Beantwortung genauer erfassen möchten, ist eine Frage mit Likert-Skala die beste Wahl, da sie differenzierte Daten liefert.

Die Likert-Skala ist ein Umfrageformat, bei dem Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen anhand einer Skala gemessen werden. Sie bietet eine strukturierte Möglichkeit, die Intensität der Einstellung zu einem Thema genauer zu erfassen: von völliger Zustimmung bis zu völliger Ablehnung. Sie erfahren dadurch, wie stark die Zustimmung bei den Befragten ist, wie zufrieden sie sind oder wie wahrscheinlich es ist, dass sie in einer bestimmten Weise handeln werden. Das heißt, Sie können zwischen leichter Zufriedenheit und großer Begeisterung unterscheiden.

In diesem Leitfaden lernen Sie die Grundlagen von Likert-Skalen kennen und erfahren, wie Sie die richtige Anzahl an Punkten auswählen und wie Sie klare, gut formulierte Fragen stellen, die für die Befragten leicht zu beantworten sind.

Die Likert-Skala ist ein Umfrageformat, bei dem Meinungen, Einstellungen und Verhaltensweisen anhand einer Skala gemessen werden. Sie bietet eine strukturierte Möglichkeit, die Intensität der Einstellung zu einem Thema genauer zu erfassen: von völliger Zustimmung bis zu völliger Ablehnung.

Mithilfe von Likert-Skalen können Forschende und Praxis-Fachleute die Nuancen individueller Meinungen, psychologischer Aspekte und Einstellungen effizient erfassen und quantifizieren. Eine Person, der ein Produkt gut gefällt, die aber nicht völlig begeistert davon ist, würde auf der Likert-Skala zum Beispiel die Bewertung „Mag ich ein bisschen“ angeben.

Wir können Kunden und Kundinnen zwar einfach fragen, ob sie ein Produkt mögen oder nicht, aber Likert-Skalen bieten uns mehr Detailgenauigkeit, sodass die Antwort zum Beispiel nicht mehr nur „Mag ich“ heißt, sondern „Mag ich sehr“.

Person, die einen Stift hält und auf einen geöffneten Laptop schaut. Neben ihr ist eine SurveyMonkey-Frage zu sehen: Wie wichtig oder unwichtig ist Ihnen die Nutzung von Social Media?

Effektive Likert-Skala-Fragen sind nicht einfach nur eine bewährte Methode, sondern bieten auch die perfekte Grundlage für Umfragedaten, die sowohl statistisch gültig als auch praktisch nutzbar sind.

Eine sinnvolle Skala enthält umfassende und ausgewogene Antwortoptionen, die das gesamte Spektrum an Einstellungen erfassen: von „Stimme überhaupt nicht zu“ bis zu „Stimme völlig zu“.

Wenn Sie diese Methode beherrschen, erhalten Sie leistungsstarke, zuverlässige Erkenntnisse. Das heißt: Daten, die über passives Feedback hinausgehen und eine wesentliche, sinnvolle Grundlage für eine fundierte strategische Entscheidungsfindung bieten.

Die Effektivität Ihrer Likert-Skala hängt von präzisen Formulierungen ab. Das bedeutet, dass Sie Fragen stellen müssen, anstatt nur Aussagen zu treffen.

Nutzen Sie nur Aussagen (z. B. „Der Service war exzellent“) können Sie in eine kritische Falle tappen: die Ja-Sage-Tendenz oder Akquieszenz. Was bedeutet: Die Umfrageteilnehmenden stimmen eher zu, als dass sie widersprechen. Dadurch steigen die positiven Beantwortungen und die Daten werden verzerrt. Um dieser typischen psychologischen Falle entgegenzuwirken, formulieren Sie lieber direkte Fragen. Beispiel: „Wie zufrieden sind Sie mit dem Service?“

Nicht nur Verzerrungen, auch vage Formulierungen führen zu unbrauchbaren Daten. Wenn Sie nicht nur allgemeine Meinungen, sondern nützliche und umsetzbare Erkenntnisse erhalten möchten, müssen Sie Ihre Variablen genauestens definieren. Geht es beispielsweise um die Qualität des Service in Restaurants, fragen Sie am besten nicht nur nach dem „Service“. Machen Sie es spezifischer:

  • Präzisieren Sie, um welche Person es geht: den Empfang, den/die Inhaber:in oder den/die Kellner:in?
  • Präzisieren Sie den Serviceaspekt: Geht es um die Schnelligkeit der Bedienung, die Höflichkeit oder die Qualität des Essens?

Indem Sie genau das formulieren, was Sie wissen möchten und statt vagen Vorstellungen gezielte Fragen stellen, kommen Sie zu der Genauigkeit, die für eine zuverlässige Messung und fundierte Entscheidungen erforderlich ist.

Die Verwendung der standardmäßigen „Ich stimme zu/Ich stimme nicht zu“-Formulierungen bei jeder Frage kann die Genauigkeit Ihrer Daten beeinträchtigen. Das Geheimnis einer wirklich effektiven Likert-Skala liegt darin, sicherzustellen, dass die Beantwortungen perfekt zu dem Konzept passen, das Sie messen möchten. 

Mit den Beantwortungen legen Sie den Bedeutungskontext für die gesamte Messung fest. Die Verwendung der richtigen Formulierungen ist vor allem wichtig, um bei der Messung von sonstigen Konzepten die genaueste Beantwortung zu erzielen:

  • Einstellung (Meinung/Glaube): Verwenden Sie eine Zustimmungsskala von „Stimme überhaupt nicht zu“ bis „Stimme völlig zu“.
  • Erfahrung (Gefühl/Bewertung): Verwenden Sie eine Zufriedenheitsskala von „Überhaupt nicht zufrieden“ bis „Äußerst zufrieden“.
  • Priorität (Wert/Signifikanz): Verwenden Sie eine Wichtigkeitsskala von „Überhaupt nicht wichtig“ bis „Äußerst wichtig“.
  • Wahrscheinlichkeit (zukünftige Absicht/Chance): Verwenden Sie eine Wahrscheinlichkeitsskala, die von „Überhaupt nicht wahrscheinlich“ bis „Äußerst wahrscheinlich“ reicht.
  • Verhalten (Häufigkeit des Handelns): Verwenden Sie die Häufigkeitsskala von „Nie“ bis „Immer“.

Die Angabe einer Zustimmung/Ablehnung ist zwar ideal für die Beurteilung von Überzeugungen, aber sie erfasst möglicherweise nicht die Nuancen, die Sie brauchen. Eine befragte Person, die der Aussage zur täglichen App-Nutzung „voll und ganz zustimmt“, hat nicht angegeben, wie häufig sie die App nutzt. Die Anpassung der Skala an Ihr Kernanliegen ist ein einfacher, aber dennoch wirksamer Schritt auf dem Weg zu wirklich zuverlässigen und eindeutigen Daten.

Bipolare Konstruktionen liegen dann vor, wenn die Meinungen entweder auf die eine oder die andere Seite eines neutralen Mittelpunktes fallen. Beispiele:

Wie informativ oder nichtssagend war der Hauptvortrag? 

  • Sehr nichtssagend
  • Relativ nichtssagend
  • Relativ informativ
  • Sehr informativ

Bei unipolaren Skalen bewerten Teilnehmende eine Meinung oder Emotion in ihrer Stärke. Hier gibt es keinen neutralen Mittelpunkt. Die Bewertung reicht vom maximalen Vorhandensein („sehr“) bis zum geringsten Vorkommen („überhaupt nicht“).  Hier ein Beispiel:

Wie angenehm empfinden Sie es, an Ihrem Arbeitsplatz Ihre Meinung und Ideen zu äußern?

  • Sehr angenehm
  • Relativ angenehm
  • Nicht besonders angenehm
  • Überhaupt nicht angenehm

Fragen mit Likert-Skalen sind in fast allen Umfragetypen zu finden, zum Beispiel in Studien zur Kundenzufriedenheit, zum Mitarbeiterengagement und fürs Feedback zur Produkterfahrung.

  • Customer Experience: Tracken Sie die Zufriedenheit anhand von Likert-Skala-Kennzahlen (CSAT) und die Kundenbindung anhand des NPS. Mithilfe dieser Skalen können Sie erkennen, was Ihrem Kundenkreis gefällt und wo Verbesserungen im Service die Kundenbindung erhöhen können. Nutzen Sie Vorlagen zur Kundenzufriedenheit, um schnell loszulegen.
  • Mitarbeiterengagement: Messen Sie mit unserer Vorlage für Umfragen zum Mitarbeiterengagement das Engagement und die Unterstützung durch Führungskräfte. Die Ergebnisse zeigen, wie sehr die Mitarbeitenden hinter Ihrer Zielstellung stehen und wo die Führungskräfte die Kommunikation oder die Entwicklung verbessern können.
  • UX bei Website oder Produkt: Verwenden Sie Wahrscheinlichkeits- und Zustimmungsfragen, um den Erfolg Ihrer Arbeit und die wahrgenommene Benutzerfreundlichkeit zu messen. Diese Erkenntnisse decken Problembereiche im Design auf, sodass die Teams die Erfahrung reibungsloser und intuitiver gestalten können.
  • Marktpräferenzen: Verwenden Sie Wichtigkeitsskalen, um Features für Roadmaps zu priorisieren. Dies kann den Produktteams helfen, sich auf das zu konzentrieren, was die Kunden und Kundinnen am meisten schätzen. Das Ergebnis sind Produkte, die die wirklichen Bedürfnisse erfüllen, die Zufriedenheit erhöhen und eine höhere Rendite ermöglichen.
  • Event-Feedback: Die Likert-Skala-Fragen zu Häufigkeit und Zufriedenheit zeigen schnell, was wiederholt oder verbessert werden muss. Sie erfahren, welche Sessions oder Erfahrungen bei den Teilnehmenden ankommen und wie Sie zukünftige Events noch verbessern können.

Überlassen Sie die Qualität Ihrer Daten nicht dem Zufall. Wenn Sie die folgenden fünf bewährten Methoden beachten, sind Sie auf Erfolgskurs. Diese sollen sicherstellen, dass die Befragten die Antwortoptionen alle in der gleichen Weise verstehen. Dadurch wird letztendlich die Verlässlichkeit und die Umsetzbarkeit Ihres Feedbacks maximiert, und Meinungen können zu messbaren Faktoren für das Unternehmen werden.

  • Stellen Sie pro Element eine einzelne, spezifische Frage. Jede Frage sollte sich auf eine Idee konzentrieren, damit die Ergebnisse eine einzige Einstellung widerspiegeln. Bei der Kombination mehrerer Ideen, wie Preis und Qualität, ist es schwer zu sagen, worauf sich die Beantwortung letztendlich bezieht.
  • Halten Sie die Polarität der Skalen einheitlich (niedrig→hoch). Wenn alle Skalen in die gleiche Richtung verlaufen, kommen die Befragten schneller voran und machen weniger Fehler. Das Ändern der Skala mitten in der Umfrage kann zu Verwirrung oder Fehlern bei der Dateneingabe führen.
  • Verwenden Sie 4–7 Punkte für die meisten Zielgruppen. Beschriften Sie alle Punkte. Skalen dieser Größe sind detailliert genug und dennoch einfach zu beantworten. Eine zu geringe Anzahl an Punkten kann als zu einschränkend empfunden werden, während mehr als sieben die Befragten überfordern oder zu Unübersichtlichkeit führen können. Klare Bezeichnungen für jeden Punkt helfen dabei, dass die Skala auf die gleiche Weise interpretiert wird.
  • Vermeiden Sie es, zwei Ideen in einer einzigen Frage zu kombinieren („Preis und Qualität“). Wenn sich zwei Faktoren in unterschiedliche Richtungen bewegen können, teilen Sie sie lieber auf separate Fragen auf. So bleiben die Ergebnisse zuverlässig und später einfacher zu analysieren.
  • Fügen Sie „Nicht zutreffend“ nur hinzu, wenn es wirklich Sinn ergibt. Diese Option kann Teilnehmenden Frustration ersparen, wenn eine Frage nicht zu ihrer Benutzererfahrung passt. Wenn Sie sie aber zu oft anbieten, kann dies ein Überspringen begünstigen und die Menge der verwertbaren Daten reduzieren. Begrenzen Sie sie daher auf die Fälle, in denen Antworten wirklich nicht zutreffen könnten.

Das Antwort-Genie hilft Ihnen dabei, Umfragen schnell und mit größerer Sicherheit zu erstellen. Wählen Sie einfach einen Antworttyp aus, um automatisch eine Reihe vorgefertigter Antwortoptionen zu Ihrer Frage hinzuzufügen.

Die Skalenpunkte sind von grundlegender Bedeutung, da sie bestimmen, wie fein die Nuancen erfasst werden können und wie hoch der kognitive Aufwand für Ihre Befragten ist.

Sie müssen sich zwischen einer ungeraden und geraden Anzahl entscheiden und auch, ob eine bi- oder eine unipolare Skala verwendet werden soll.

Sehen Sie sich vor Ihrer Entscheidung noch einmal die Komplexität Ihres Themas und den Kontext Ihrer Zielgruppe an, um genau das Verhältnis zu finden, das präzise, zuverlässige Daten ohne Beeinträchtigung der Beantwortungsqualität liefert.

  • Skalen mit einer ungeraden Anzahl von Punkten (z. B. 5 oder 7) haben einen zentralen, neutralen Mittelpunkt. Dieser sollte nur verwendet werden, wenn eine neutrale Beantwortung eine sinnvolle Alternative für die Befragten darstellt, da sie dann keine Beantwortung in einer bestimmten Richtung auswählen müssen.
  • Bei Skalen mit einer geraden Anzahl von Punkten (z. B. 4 oder 6 Punkte) wird der neutrale Mittelpunkt absichtlich entfernt, sodass eine Auswahl in eine bestimmte Richtung erzwungen wird. Diese Methode muss mit Bedacht angewendet werden, um zu vermeiden, dass Personen mit einer wirklich neutralen Haltung frustriert sind und ungenaue Daten entstehen.
  • Eine unipolare Skala wird verwendet, um die Stärke oder Menge eines einzelnen Attributs zu messen. Typischerweise reicht sie vom völligen Fehlen des Attributs (z. B. „Überhaupt nicht zufrieden“) bis zum höchstmöglichen Maß (z. B. „Äußerst zufrieden“).
  • Mit einer bipolaren Skala werden sowohl die Richtung als auch die Stärke einer Einstellung oder eines Gefühls gemessen. Sie zeichnet sich durch zwei gegensätzliche Extremaussagen (z. B. „Stimme überhaupt nicht zu“ und „Stimme absolut zu“) mit einem sinnvollen, neutralen Mittelpunkt dazwischen aus.

Die Forschung legt nahe, dass das Design der Skalen das Beantwortungsverhalten beeinflusst. Das „richtige“ Design hängt von Ihrer Absicht und Ihrer Zielgruppe ab.

Die Forschung zeigt, dass 5–7 Antwortpunkte in der Regel das beste Verhältnis zwischen Zuverlässigkeit, Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit bieten. In einer Studie wurde festgestellt, dass 7 Punkte in bestimmten Kontexten hilfreich sein können, während in anderen Untersuchungen ab 5 Punkten nur noch wenig Unterschiede festgestellt wurden. Der Kompromiss besteht zwischen Transparenz und Ermüdung der Befragten.

KonzeptZu verwendende PolaritätEmpfohlene PunkteZiel
Zustimmung, wenn Sie eine neutrale Angabe vermeiden möchtenBipolar4Entscheidung, da „wirklich neutral“ nicht sinnvoll oder erwünscht ist
Zustimmung zu einer AussageBipolar5 oder 7Einstellungen mit sinnvoller Neutralität
Zufriedenheit mit einem ServiceUnipolar5Einfaches und schnelles Ausfüllen
Wichtigkeit von FeaturesUnipolar5 oder 6Priorisierungsaufgaben
Wahrscheinlichkeit eines HandelnsUnipolar5 oder 7Fragen mit Absicht (z. B. Kauf)
Häufigkeit des VerhaltensUnipolar5Gewohnheiten und Nutzung
Zufriedenheit für Experten-Zielgruppen, die detaillierte Informationen wünschenUnipolar10Granularität, ohne dass 11 Punkte nötig sind
NPS-TreueNumerisch (bipolar richtungskodiert)11 (0–10)Vergleichbares Tracking der Kundentreue

Tipp: Wenn die Befragten neu in dem Thema sind oder mehrere Sachen gleichzeitig auf Mobilgeräten ausführen, verwenden Sie 5 gut bezeichnete Punkte, um die Antworten klarer und schneller zu erhalten.

Um die Leistungsfähigkeit der Likert-Skala in Aktion zu sehen, haben wir acht effektive Beispielfragen zusammengestellt, die zeigen, wie verschiedene Stimmungsdimensionen gemessen werden können. In diesen Beispielen werden wichtige Kennzahlen wie Zufriedenheit, Zustimmung, Wichtigkeit und Häufigkeit anhand verschiedener Skalentypen beleuchtet. 

Diese 4-Punkte-Likert-Skala verwendet ein bipolares Format, um den Grad der Zustimmung zu einer Aussage zu messen. Durch das Fehlen eines Mittelpunkts werden die Befragten gezwungen, sich entweder für „Stimme zu“ oder „Stimme nicht zu“ zu entscheiden, und Sie erhalten so ein klareres Feedback.

Inwieweit stimmen Sie der Aussage zu oder nicht zu, dass das Unternehmen seine Produkte rechtzeitig liefert?

  • Stimme überhaupt nicht zu
  • Stimme eher nicht zu
  • Stimme eher zu
  • Stimme völlig zu

Diese 7-Punkte-Likert-Skala verwendet ein bipolares Format, um den Grad an Zustimmung mit einer Aussage zu messen. Sie bietet den Befragten eine breite Palette an Optionen von „Stimme überhaupt nicht zu“ bis „Stimme voll und ganz zu“. Die erweiterte Skala ermöglicht eine hochpräzise Erfassung selbst minimaler Stimmungsdifferenzen.

Wie sehr stimmen Sie der Aussage „Das Unternehmen unterstützt seine Beschäftigten bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung.“ zu bzw. nicht zu?  

  • Stimme überhaupt nicht zu
  • Moderate Ablehnung
  • Leichte Ablehnung
  • Weder zufrieden noch unzufrieden
  • Leichte Zustimmung
  • Moderate Zustimmung
  • Stimme völlig zu
Frage zur Kundenzufriedenheitsbewertung (CSAT), die lautet: Wie würden Sie Ihre Erfahrung mit unserem Produkt bewerten?

Diese 5-Punkte-Likert-Skala misst die Kundenzufriedenheit in einem unipolaren Format. Die Optionen reichen von „Überhaupt nicht zufrieden“ bis „Äußerst zufrieden“. Die Struktur ist darauf ausgelegt, zu messen, in welchem Maße Befragte eine bestimmte Erfahrung gemacht haben.

Wie zufrieden sind Sie mit der Geschwindigkeit unserer Dienste?

  • Überhaupt nicht zufrieden
  • Etwas zufrieden
  • Ziemlich zufrieden
  • Sehr zufrieden
  • Äußerst zufrieden

Diese 6-Punkte-Likert-Skala misst die Wichtigkeit mithilfe einer unipolaren Skala, die normalerweise von „Überhaupt nicht wichtig“ bis „Äußerst wichtig“ reicht. Das Fehlen eines Mittelpunkts soll eine Priorisierung erzwingen und sicherstellen, dass die Befragten klar angeben, wie wichtig ein bestimmter Faktor ist.

Wie wichtig ist Ihnen die Servicegeschwindigkeit?

  • Überhaupt nicht wichtig
  • Nicht so wichtig
  • Eher wichtig
  • Mittelmäßig wichtig
  • Sehr wichtig
  • Äußerst wichtig

Diese 5-Punkte-Likert-Skala misst die Wahrscheinlichkeit einer zukünftigen Aktion mithilfe eines unipolaren Formats, bei dem die Optionen von „Überhaupt nicht wahrscheinlich“ bis „Äußerst wahrscheinlich“ reichen. Bei dieser Struktur liegt der Fokus auf der Wahrscheinlichkeit, mit der die Befragten eine bestimmte Handlung ausführen werden.

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie künftig wieder an einer Konferenz teilnehmen?

  • Überhaupt nicht wahrscheinlich
  • Nicht so wahrscheinlich
  • Relativ wahrscheinlich
  • Sehr wahrscheinlich
  • Äußerst wahrscheinlich

Diese 5-Punkte-Likert-Skala misst die Häufigkeit eines bestimmten Verhaltens unter Verwendung eines unipolaren Formats, das normalerweise von Optionen wie „Nie“ bis „Immer“ reicht. Mit dieser Struktur können Sie schnell quantifizieren, wie häufig eine bestimmte Aktion oder ein bestimmtes Ereignis bei Ihren Befragten ausgeführt wird oder auftritt.

Wie häufig verwenden Sie das Reporting-Dashboard?

  • Nie
  • Selten
  • Manchmal
  • Häufig
  • Immer

Diese 10-Punkte-Likert-Skala misst die Zufriedenheit unter Verwendung eines unipolaren Formats, das bei allen 10 Punkten vollständig beschriftet ist und häufig von „Überhaupt nicht zufrieden“ bis „Äußerst zufrieden“ reicht. Die große Palette bietet eine hohe Granularität, sodass die Befragten ihre Zufriedenheit genau angeben können.

Wie zufrieden sind Sie mit unserer Liefergeschwindigkeit auf einer Skala von 1 bis 10, wobei 1 für die geringste Zufriedenheit und 10 für die höchste Zufriedenheit steht?

  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
Net Promoter Score (NPS)-Frage, die lautet: Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 0 bis 10, dass Sie uns einer Freundin/einem Freund oder einer Kollegin/einem Kollegen empfehlen werden?

Diese numerische 11-Punkt-Skala ist die standardisierte Methode für die Berechnung des Net Promoter Score. Dabei werden Kunden und Kundinnen aufgefordert, die Wahrscheinlichkeit, mit der sie ein Unternehmen weiterempfehlen würden, auf einer Skala von 0 („Überhaupt nicht wahrscheinlich“) bis 10 („Äußerst wahrscheinlich“) anzugeben. 

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie dieses Unternehmen einer Freundin/einem Freund oder einer Kollegin/einem Kollegen weiterempfehlen?

  • 0 – Überhaupt nicht wahrscheinlich
  • 10 – Äußerst wahrscheinlich

Sobald Sie Ihre Beantwortungen erfasst haben, können Sie Ihren Net Promoter Score mit unserem kostenlosen NPS-Rechner berechnen. Sie erhalten Ihren Wert sofort und können ihn mit branchenspezifischen Benchmarks vergleichen.

Sie haben Ihre Likert-Skala-Umfrage erstellt – das ist ein großer Schritt! Die folgende – und wohl kritischere – Phase beinhaltet jedoch die gründliche Analyse der resultierenden Daten.

Dieser Prozess ist wichtig für die genaue Quantifizierung der Leistung und das Ableiten aussagekräftiger Kennzahlen für das Ziel der Umfrage.

Einzelne Fragen mit Likert-Skala müssen als Ordinaldaten behandelt werden, wobei die Reihenfolge der Antworten wichtiger ist als die Annahme, dass die Intervalle zwischen den Antworten gleich sind.

Beginnen Sie Ihre Analyse, indem Sie die Verteilung bestimmen und die Rohanzahl und die Prozentangaben für jede Beantwortungskategorie berechnen.

Stellen Sie diese Daten in einem Balkendiagramm dar. Achten Sie dabei darauf, dass die Kategorien strikt von negativen zu positiven Beantwortungen geordnet sind, damit die Leser die Verteilungsform sofort erkennen können.

Gehen Sie wie folgt vor, um die Rohdaten in umsetzbare Erkenntnisse umzuwandeln:

  1. Verteilung analysieren: Sehen Sie sich zunächst die vollständige Häufigkeitsverteilung an. Da Likert-Daten ordinal sind, ist hier genau zu sehen, wie viele Befragte in die jeweilige Kategorie fallen, sodass Sie erkennen, ob Ihre Daten verzerrt oder widersprüchlich sind.
  2. Tendenz zur Mitte berechnen: Bestimmen Sie den Median und den Modus. Dies sind die zuverlässigsten Maße für Ordinaldaten. Wenn Ihre Skala symmetrisch ist und Ihre Zielgruppe einen einzelnen Wert als Ergebnis benötigt, können Sie den Mittelwert als Näherungswert angeben, vorausgesetzt, Sie berücksichtigen den ordinalen Charakter der Daten.
  3. Zu Gruppen zusammenfassen: Vereinfachen Sie die Berichterstellung, indem Sie die Beantwortungen in die Kategorien „Top-2-Box“ (Positiv), „Neutral“ und „Bottom-2-Box“ (Negativ) einteilen.

Zur Quantifizierung der Streuung der Beantwortungen können Sie den Interquartilsabstand (IQR) mit einbeziehen. Er bietet ein zuverlässiges Maß für die Varianz, das die Streuung der Antworten aufzeigt und Ausreißer ausschließt.

Im Gegensatz zur Standardabweichung, die von einer Normalverteilung ausgeht, ist der IQR für die „Stufen“ einer Likert-Skala besser geeignet.

Sobald Sie die allgemeine Zusammenfassung haben, können Sie noch tiefere Einblicke erhalten, indem Sie Beantwortungen je nach Gruppe filtern und vergleichen. So können Sie ermitteln, ob sich die Stimmung aufgrund sekundärer Variablen verschiebt, wie z. B.:

  • Demografie: Wie unterscheiden sich die Beantwortungen nach Alter, Geschlecht oder Einkommen?
  • Verhaltensdaten: Bewerten regelmäßige Nutzer:innen den Service besser als gelegentliche Nutzer:innen?
  • Geografische Daten: Gibt es bestimmte Orte oder Regionen, die den „Bottom-2-Box“-Wert beeinflussen?

Durch die Erstellung einer Kreuztabelle mit den Likert-Gruppen vor dem Hintergrund dieser Variablen können Sie nicht mehr nur beschreiben, was passiert ist, sondern auch verstehen, wer hinter diesen Ergebnissen steht.

Für eine klarere Kommunikation und kurze Zusammenfassungen können Sie die ursprünglichen Likert-Kategorien auf größere, leichter verwaltbare Gruppen reduzieren. In der Marktforschung wird hierfür häufig die Top-Box-Terminologie verwendet:

  • Top-2-Box (T2B): Der kombinierte Prozentsatz der beiden positivsten Beantwortungen (z. B. „Stimme völlig zu“ und „Stimme zu“). Dies ist der Goldstandard zur Messung der allgemeinen Zufriedenheit oder Zustimmung.
  • Top-Box: Bezieht sich ausschließlich auf die höchste Einzelbewertung (z. B. „Stimme völlig zu“). Leistungsstarke Marken tracken dies häufig, um „echte Fans“ oder Markenfürsprechende zu messen.
  • Bottom-2-Box (B2B): Der kombinierte Prozentsatz der beiden negativsten Beantwortungen (z. B. „Stimme überhaupt nicht zu“ und „Stimme nicht zu“), mit dem Problembereiche gefunden werden sollen.

Eine häufig verwendete und äußerst effektive Methode ist das Erstellen von drei Makrokategorien: positiv, neutral und negativ. Dies wird erreicht, indem die Top-2-Boxes und die Bottom-2-Boxes jeweils gruppiert werden, während die mittlere Option als eigenständiger neutraler Marker beibehalten wird.

Dieser Vorgang vereinfacht die Berichterstellung, zeigt die allgemeine Stimmung und ist besonders nützlich für das Tracken von Trends im zeitlichen Verlauf.

Mit der Auswahl des richtigen Umfragediagrammtyps können Stakeholder schnell einen Überblick über das Gesamtbild und die zugrunde liegenden Details erhalten. Gängige Diagramme umfassen:

  • Säulendiagramm
  • Balkendiagramm
  • Kreisdiagramm
  • Liniendiagramm
  • Streudiagramm
  • Histogramm

Sogar gut konzipierte Likert-Skalen können systematische Fehler haben, die die Datenqualität beeinträchtigen. Das Erkennen und Beheben dieser Probleme ist entscheidend, damit die Ergebnisse Ihrer Umfrage die Realität widerspiegeln. Nachfolgend finden Sie fünf häufige Fallen und die entsprechenden effektiven Lösungsvorschläge.

Der Mittelpunkt (z. B. „Stimme weder zu noch nicht zu“) kann die Beantwortungen dominieren, wenn das Element nicht relevant ist oder die Befragten eine definierte Antwort einfach vermeiden möchten. Eine häufige Nutzung des Mittelpunkts kann die tatsächliche Stimmung verschleiern.

Schnelle Lösung:

  • Relevanz prüfen: Prüfen Sie, ob das Element für die Befragten von Bedeutung ist.
  • Formulierung verfeinern: Straffen Sie die Formulierung, um sie klarer zu machen.
  • Skala mit gerader Anzahl an Punkten: Ziehen Sie, eine Skala mit einer geraden Anzahl an Punkten in Betracht (z. B. 4 oder 6 Punkte), wenn Sie den Verdacht haben, dass eine echte neutrale Stimmung selten ist oder wenn Sie möchten, dass sich die Befragten in die eine oder andere Richtung äußern sollen.

Unpräzise oder wenig differenzierte Bezeichnungen, wie „Gut“ und „Prima“, erschweren es den Befragten, die am besten geeignete Kategorie auszuwählen, und führen zu Messfehlern.

Schnelle Lösung:

Verwenden Sie umfassend bezeichnete, konkrete Punkte, die sich klar unterscheiden (z. B. „Ein bisschen zufrieden“, „Relativ zufrieden“, „Sehr zufrieden“, „Äußerst zufrieden“). Die Forschung zeigt übereinstimmend, dass eine vollständige Beschriftung die Messeigenschaften der Skala verbessert.

Bei einem Doppelelement wird versucht, zwei unterschiedliche Konzepte innerhalb einer einzelnen Frage zu messen (z. B. „Der Preis war angemessen und die Qualität war hoch“). Befragte, die mit einem Konzept einverstanden sind, aber nicht mit dem anderen, können keine genaue Antwort geben.

Schnelle Lösung:

Teilen Sie die Frage in zwei separate, eigenständige Punkte auf: einen für den Preis und einen weiteren für die Qualität.

Inkonsistenzen bei der Beantwortungsreihenfolge – bei der die Skala unvermittelt von „Niedrig → Hoch“ zu „Hoch → Niedrig“ wechselt (z. B. „Stimme überhaupt nicht zu“ links und später „Stimme völlig zu“ links) – sind verwirrend und eine Hauptquelle für Messfehler.

Schnelle Lösung:

Behalten Sie während der gesamten Umfrage eine konsistente Polarität bei (platzieren Sie z. B. die negativste Antwort immer links). Wenn eine andere Platzierung absolut notwendig ist (z. B. bei bestimmten gegensätzlich formulierten Elementen), fügen Sie eine kurze Anweisung hinzu, um die Befragten auf die Änderung hinzuweisen.

Dieser Verzerrungseffekt tritt auf, wenn Befragte Einstellungen bewusst positiv darstellen, von denen sie glauben, dass sie gesellschaftlich als positiv angesehen werden oder erwartet werden, insbesondere bei sensiblen Themen.

Schnelle Lösung:

  • Sicherung der Anonymität: Fügen Sie bereits zu Beginn der Umfrage einen ermutigenden Hinweis hinzu, der Vertraulichkeit und Anonymität zusichert.
  • Verzweigungslogik: Verwenden Sie eine Verzweigungslogik, sodass sensible Folgefragen erst nach einer allgemeinen, harmlosen ersten Beantwortung angezeigt werden. Dadurch wird der psychische Druck auf die Befragten verringert.
  • Antwort-Genie → vorformulierte Antworten. Beginnen Sie mit der Eingabe Ihrer Frage und lassen Sie sich von SurveyMonkey den richtigen Fragetyp empfehlen und sofort ausgewogene Antwortoptionen hinzufügen. Dies ist als Teil unserer KI-Features verfügbar.
  • Fragen- und Verzweigungslogik → Stellen Sie nur relevante Fragen. Verwenden Sie Logik, um zu Folgefragen zu verzweigen, wenn Befragte bestimmte Optionen ausgewählt haben. Dadurch wird die Umfragegeschwindigkeit und die Datenqualität erhöht.
  • Nächste Schritte: Steigen Sie kostenlos ein oder vergleichen Sie unsere Tarife, um erweiterte Analysen und Zusammenarbeitsfunktionen zu nutzen.

Likert-Skalen verwandeln vage Meinungen in klare Botschaften, wenn Sie die richtige Polarität und Stufenzahl wählen, genaue Fragen formulieren und die Gesamtverteilung statt nur den Durchschnitt betrachten. Sie gehören zu den vielseitigsten Tools für Forschung und Feedbackerfassung. Egal, ob Sie eine 5-Punkte-Likert-Skala zur Zufriedenheit oder eine 10-Punkte-Likert-Skala zum Vertrauensaufbau entwerfen: Wenn Sie wissen, wie Sie Fragen formulieren, Daten analysieren und Ergebnisse interpretieren, erhalten Sie zuverlässige und umsetzbare Erkenntnisse.

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