Fehlerspannenrechner

Was ist eine Fehlerspanne und welche Bedeutung hat sie für Ihre Umfragedaten?

Werden Ihre Umfrageergebnisse jemals hundertprozentig für die von Ihnen untersuchte Population gelten? Wohl eher nicht.

Allerdings können Sie sich mit einem Fehlerspannenkalkulator zumindest einen Eindruck davon verschaffen, wie genau Ihre Ergebnisse der Realität entsprechen. Mit diesem praktischen Tool finden Sie heraus, ob die Anzahl der Befragten ausreicht, um mit einer gewissen Sicherheit sagen zu können, dass die erfassten Daten korrekt sind.

Was versteht man bei einer Umfrage unter der Fehlerspanne?

Die Fehlerspanne – auch „Konfidenzintervall“ genannt – sagt Ihnen, in welchem Maße Sie erwarten können, dass Ihre Umfrageergebnisse für die Ansichten der betrachteten Gesamtpopulation repräsentativ sind. Vergessen Sie nicht, dass die Demoskopie stets ein Balanceakt ist, bei dem eine kleinere Gruppe (Ihre Umfrageteilnehmer) eine deutlich größere Gruppe (nämlich den Zielmarkt oder eine Gesamtpopulation) repräsentieren soll.

Stellen Sie sich die Fehlerspanne als Möglichkeit vor, die Effektivität Ihrer Umfrage zu messen. Je kleiner die Fehlerspanne, desto mehr Vertrauen können Sie in Ihre Ergebnisse haben; je größer, desto stärker sind die potenziellen Abweichungen von den Ansichten der Gesamtpopulation.

Wie der Name nahelegt, bezeichnet die Fehlerspanne einen Bereich von Werten über und unter den tatsächlichen Ergebnissen einer Umfrage. Ein Beispiel: 60 % aller Befragten beantworten eine Frage mit „Ja“ und die Fehlerspanne ist mit 5 % angegeben. Dann bedeutet das, dass zwischen 55 % und 65 % der Gesamtpopulation diese Frage ebenfalls bejahen.Wir wollen uns die Formel für die Fehlerspanne einmal an einem konkreten Beispiel ansehen.

So berechnen Sie die Fehlerspanne in einer Umfrage

Stellen Sie sich vor, Sie möchten eine Entscheidung zwischen einem Namen A und einem Namen B für ein neues Produkt treffen. Ihr Zielmarkt umfasst 400.000 potenzielle Kunden. Dies ist Ihre Gesamtpopulation.

Nun beschließen Sie, 600 dieser potenziellen Kunden zu befragen. Das ist Ihre Stichprobengröße.

Aus den Ergebnissen nach Abschluss der Umfrage geht hervor, dass 60 % den Namen A bevorzugen würden. Nun müssen Sie in den Fehlerspannenkalkulator ein Konfidenzniveau eingeben.

Dieser Wert drückt aus, mit welcher Sicherheit Sie sagen können, dass die Stichprobe die Einstellungen der Gesamtpopulation korrekt wiedergibt. Forscher geben normalerweise einen Wert von 90 %, 95 % oder 99 % an. (Sie dürfen das Konfidenzniveau übrigens nicht mit dem Konfidenzintervall verwechseln – letzteres ist nur ein Synonym für die Fehlerspanne.)

Geben Sie doch einmal die Werte aus diesem Beispiel in den Fehlerspannenkalkulator oben ein. Sie erhalten dann eine Fehlerspanne von 4 %.

Wissen Sie noch, dass sich 60 % Ihrer Befragten für den Namen A ausgesprochen hatten? Sie wissen also jetzt mit einer 95-prozentigen Wahrscheinlichkeit, dass 56 bis 64 % der Gesamtpopulation – also Ihres Zielmarkts – den Namen A für das Produkt bevorzugen würden.

Wir erhalten diese Werte – 56 und 64 –, indem wir die Fehlerspanne von der Antwort der Stichprobe subtrahieren bzw. ihr hinzuaddieren.

So wirkt sich die Stichprobengröße auf die Fehlerspanne aus

Wie bereits gesagt, hilft Ihnen die Kenntnis der Fehlerspanne zu verstehen, ob die Stichprobengröße Ihrer Umfrage angemessen ist.

Wenn die Fehlerspanne zu groß aussieht, sollten Sie diese Stichprobengröße erhöhen, damit die Einstellungen der befragten Gruppe denen der Gesamtpopulation eher entsprechen.

Das bedeutet, dass Sie Ihre Umfrage an weitere Personen verschicken müssen.

Der Stichprobenkalkulator erlaubt das einfache Bestimmen der Anzahl von Personen, die an Ihrer Umfrage teilnehmen sollten.

Mit SurveyMonkey Audience wird das Versenden von Umfragen an größere Personengruppen zum Kinderspiel. Wählen Sie die Demografien aus, die Sie ansprechen möchten, und verschicken Sie dann Ihre Umfrage. Wir bieten Ihnen Millionen qualifizierter Teilnehmer für Ihre Umfragen.

5 Schritte zu einer höheren Datenbelastbarkeit

Da Sie nun wissen, wie die Fehlerspanne berechnet wird und wie sie sich auf Ihre Ergebnisse auswirkt, können wir uns ansehen, welche Schritte Sie durchführen müssen, um diese Konzepte in Ihrem Umfrageentwurf zu verwenden.

Außerdem finden Sie in diesem Artikel eine ausführlichere Erläuterung zur Schätzung Ihrer Populationsgröße.

Schritt 1: Definieren Sie Ihre Gesamtpopulation
Hierbei handelt es sich um die Anzahl der Personen, die Sie mit Ihrer Umfrage untersuchen möchten. Im obigen Beispiel wären dies die 400.000 potenziellen Kunden.

Schritt 2: Entscheiden Sie, wie groß die angestrebte Genauigkeit sein muss
Hierbei müssen Sie angeben, wie groß das akzeptable Risiko sein darf, dass sich Ihre Ergebnisse von den Einstellungen des gesamten Zielmarkts unterscheiden. Sie müssen also Fehlerspanne und Konfidenzniveau Ihrer Stichprobe messen.

Schritt 3: Definieren Sie die Stichprobengröße
Versuchen Sie, ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Konfidenzniveau und akzeptabler Fehlerspanne zu finden, und entscheiden Sie auf dieser Grundlage, wie viele Befragte Sie brauchen. Sie müssen dabei einkalkulieren, dass nicht jede Person, der Sie die Umfrage schicken, sich auch daran beteiligen wird. Ihre Stichprobengröße ist die Anzahl der abgeschlossenen Beantwortungen, die Sie erhalten.
Schritt 4: Berechnen Sie die Beantwortungsquote
Dies ist der Anteil der Personen, die Ihre Umfrage erhalten und tatsächlich beantwortet haben. Stellen Sie dabei fundierte Vermutungen an. Wenn Sie eine heterogene Population befragen, dann werden einer konservativen Schätzung zufolge etwa 10 bis 15 % der Befragten die Umfrage abschließen. Ziehen Sie zur Ermittlung der normalen Quote frühere Umfragen heran.

Schritt 5: Sie haben nun die Gesamtzahl der zu befragenden Personen ermittelt
Wenn Sie den prozentualen Anteil in Schritt 4 bestimmt haben, wissen Sie, an wie viele Personen Sie die Umfrage versenden müssen, um genügend abgeschlossene Beantwortungen zu erhalten.

Wie wir gesehen haben, ist beim Entwerfen einer Umfrage die Kenntnis der Fehlerspanne (wie auch aller zugehörigen Konzepte wie Stichprobengröße und Konfidenzniveau) ein wesentlicher Faktor für das Austarieren der Größen. Durch die Berechnung der Fehlerspanne können Sie den Vorgang nun sicheren Fußes fortsetzen.

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