Tipps zur Verwendung von Schiebereglerfragen in Ihrer nächsten Umfrage

Fragen mit Schiebereglern in Umfragen

Schieberegler finden alle gut. Und zwar nicht nur die an der Stereoanlage, sondern auch diejenigen, die zur Datenerfassung eingesetzt werden.

Schieberegler und Sternbewertungsfragen bieten Umfrageteilnehmern eine benutzerfreundliche Möglichkeit, Fragen zu beantworten. Wir jedoch – neugierig, wie wir als Entwickler von Umfragediensten nun einmal sind – konnten es nicht erwarten, mit den Tests von Schiebereglerfragen zu beginnen und nach der optimalen Möglichkeit zur Integration solcher Fragen in Ihre Umfragen zu suchen. Deswegen haben wir drei Umfrageexperimente durchgeführt, um herauszufinden, wie sich eine Schiebereglerfrage am besten erstellen lässt.

Hier sind unsere Ergebnisse.

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Abb. 1: Vollständig beschriftete Multiple-Choice-Frage zur Zufriedenheit

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Abb. 2: Mit Endwerten beschriftete Multiple-Choice-Frage zur Zufriedenheit

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Abb. 3: Multiple-Choice-Frage mit Schieberegler zur Zufriedenheit

Experiment 1: Skala mit 5 Punkten

Im ersten Experiment haben wir zwei Arten traditioneller Multiple-Choice-Fragen mit fünf Punkten mit der Schiebereglerfrage verglichen. Grundlage des Vergleichs waren die gemittelten Beantwortungen für die 13 in der Umfrage gestellten Fragen. Mit Ausnahme der Fragen 7 und 8 ließ sich kein signifikanter Unterschied zwischen dem traditionellen Multiple-Choice-Ansatz und den Schiebereglerfragen erkennen.

Auch die Abschlussquoten waren für alle drei Fragetypen sehr ähnlich. Zusätzlich haben wir eine separate Untersuchung von Beantwortungen auf Mobilgeräten und Computern durchgeführt. Die Ergebnisse waren im Großen und Ganzen dieselben. Hieraus lässt sich schließen, dass ein Schieberegler tatsächlich eine brauchbare Alternative zu den traditionellen Multiple-Choice-Fragen darstellt.

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Experiment 2: Skala mit 7 Punkten

Weil auch Skalen mit sieben Einträgen durchaus beliebt sind, haben wir Experiment 1 mit einer 7-Punkte-Skala wiederholt. Wie Abbildung 5 zeigt, sind in Bezug auf die drei Fragetypen durchaus Abweichungen festzustellen, doch sind diese geringfügig genug, um den Rückschluss zuzulassen, dass Multiple-Choice- und Schiebereglerfragen zu sehr ähnlichen Umfragebeantwortungen führen.

Auch hier haben wir die Beantwortungen von mobilen und nicht-mobilen Nutzern separat überprüft und wiederum festgestellt, dass die Beantwortungen fragetypübergreifend ähnlich waren.

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Experiment 3: Skala mit 101 Punkten

Da ein Schieberegler den Bereich von 0 bis 100 abdecken kann, entschieden wir zudem, einen Schieberegler mit vollständiger Skala mit dem Fragetyp der offenen Textfeldfrage zu vergleichen, wobei die Befragten einen Wert zwischen 0 und 100 in dieses Textfeld eingeben sollten. Auch hier haben wir festgestellt, dass die gemittelten Beantwortungen bei Schieberegler und Textfeld ganz ähnlich waren. Allerdings neigten die Befragten, die das Textfeld ausfüllen sollten, in erheblich höherem Maße dazu, eine Antwort zu geben, die ein Vielfaches von 10 war. Eine solche Antwort wird häufig als nicht ausreichend präzise betrachtet.

Was bedeutet das? 3 Dinge, die Sie sich merken sollten

  1. Wenn Sie das nächste Mal bei einer Frage mit fünf oder sieben Skaleneinträgen vor der Entscheidung zwischen Multiple-Choice- und Schiebereglerfrage stehen, wissen Sie, dass Sie jeden dieser Fragetypen verwenden können.
  2. Erwägen Sie den Einsatz einer umfangreicheren Skala – etwa von 0 bis 100 –, dann sollten Sie hingegen die Schiebereglerfrage gegenüber einer offenen Frage mit Kommentarfeld bevorzugen.
  3. Bei Fragen ohne klare Tendenz wie etwa „Wie viele Stunden freiwillige Arbeit leisten Sie in einem normalen Monat“ können Bandbreiten wie „0 bis 40 Stunden“ oder „0 bis 100 Stunden“ – als Schieberegler realisiert – die Art und Weise beeinflussen, wie Ihre Befragten die Frage beantworten. In diesem speziellen Fall sollten Sie eher eine offene Frage als eine Schieberegler- oder Multiple-Choice-Frage stellen.

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