Die Vor- und Nachteile von Scrollen und Umblättern in Umfragen

Eine Umfrage zu erstellen, kann eine Herausforderung sein. Wir von SurveyMonkey haben dazu eine klare Haltung: Alle Dinge von Wert sind herausfordernd. Wir mögen Herausforderungen – natürlich ganz besonders, wenn es dabei um Umfragen geht.

Die Grundlagen der Seitengestaltung

Bei der Gestaltung einer Umfrage ist es besonders wichtig, auf die Anzahl der Seiten zu achten. Man kann alle Fragen auf einer Seite unterbringen, aber auch jeder Frage eine eigene Seite zuweisen. Die letzte Variante wird Paging-Design genannt und die andere Scrolling-Design.

Wissenschaftler untersuchen diese beiden Gestaltungsmöglichkeiten schon seit mehr als zehn Jahren. Das Ergebnis der Tests mit Online-Umfragen am PC:  Es gibt keine großen Unterschiede zwischen dem Paging- und dem Scrolling-Design bezüglich der Abbruchrate. Daher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Befragten die Umfrage bis zum Ende ausfüllen, für beide Varianten gleich hoch. Allerdings gibt es Studien, in denen die Ergebnisse darauf hinweisen, dass Fragen eher übersprungen werden, wenn man scrollen muss. Das könnte auf das Phänomen der Umfrage-Ermüdung zurückzuführen sein, das auftaucht, wenn zu viele Fragen auf einer Webseite präsentiert werden.

Die Vor- und Nachteile von Seitenwechsel und Scrollen

Die zunehmende Popularität von Umfragen auf mobilen Endgeräten macht es noch komplizierter, hier eine eindeutige Antwort zu finden.

Einerseits scheint es eine gute Idee zu sein, sich bei mobilen Umfragen für das Paging-Design, also die Seitenwechsel-Variante, zu entscheiden, um langwieriges Scrollen auf den kleinen Bildschirmen von Smartphones zu vermeiden. Andererseits müssen die Befragten immer auf den „Nächste Seite“-Button klicken, wenn sie eine Frage beantwortet haben. Und auch das kann ermüdend wirken, vor allem, wenn die Umfrage sehr viele Seiten hat. Da die Internetverbindung bei mobilen Endgeräten oft nicht so zuverlässig ist wie bei Computern, kann ein häufiger Seitenwechsel bei gleichzeitigen Verbindungsproblemen zu langen Ladezeiten bei jeder einzelnen Seite führen. So besteht die Gefahr, dass die Teilnehmer die Umfrage entnervt abbrechen.

Einige dieser Hypothesen wurden in einer 2014 veröffentlichten Studie von amerikanischen und russischen Wissenschaftlern bestätigt. Sie verglichen die beiden Varianten beim Umfrage-Design auf mobilen Endgeräten und fanden heraus, dass die Teilnehmer bei der Paging-Variante länger brauchten, um alle Fragen zu beantworten als bei der Scrolling-Variante. Sie kämpften mit mehr technischen Schwierigkeiten und empfanden die Befragung als negativer. Interessanterweise war aber die Anzahl der übersprungenen Fragen bei beiden Varianten in etwa gleich.

4 Ratschläge für ein gelungenes Umfrage-Design

  1. Ist die Umfrage sehr kurz? Ist zu erwarten, dass die Teilnehmer sie eher auf mobilen Endgeräten beantworten? Dann ist die Scrolling-Variante besser.
  2. Ist die Umfrage lang (aber hoffentlich nicht zu lang)? Hier ist es effektiver, die Fragen über einige Seiten zu verteilen. Doch unbedingt vermeiden, dass eine Seite nur eine einzige Frage enthält. Ansonsten wird die Seitenanzahl zu hoch.
  3. Hat die Umfrage eine Verzweigungslogik, die Zufallsfunktion von Fragen oder Frage- und Antwort-Piping? In diesem Fall wird immer mehr als eine Seite benötigt.
  4. Besteht die Umfrage aus mehreren Seiten?  Und sorgst Du Dich, dass die Teilnehmer sie abbrechen und Du keine Daten erhältst? Das ist bei der Paging-Variante kein Problem. Hier bleiben die Daten der schon beantworteten Fragen erhalten, auch wenn ein Teilnehmer mittendrin abbricht. Beim Scrolling-Design gehen hingegen alle Daten verloren, wenn ein Befragter abbricht.

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