Wie Umfragen das Engagement und Commitment von Teams verbessern

millenialsMitarbeiter sind kostbar und je größer ihr Fachwissen und ihre Erfahrung ist, umso kostbarer sind sie. Hochqualifizierte Fachkräfte werden immer mehr zur Mangelware in Deutschland. So gibt jeder vierte Betrieb an, Probleme bei der Stellenbesetzung zu haben. Für die Zukunft erwarten 61 Prozent weitere Schwierigkeiten, passende Mitarbeiter zu rekrutieren. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

„Ich bin dann mal weg, Chef!“ – Die schleichende Kündigung

Umso wichtiger ist es den vorhandenen Mitarbeiterstamm zu halten. Jedoch denken etwa 12 Prozent aller Beschäftigten einige Male im Monat darüber nach, die Stelle zu wechseln, so die Studie des Arbeitsministeriums. Klingt erst mal nicht so dramatisch. Doch bei einem Unternehmen mit 60 Beschäftigten sind es immerhin schon fünf, die permanent über einen Jobwechsel nachdenken. Irgendwann gehen sie und das passiert meist überraschend. Solch ein Abgang von Kompetenz und Erfahrung wirkt sich negativ auf die Performance eines Unternehmens aus, vor allem wenn der König des Sales-Bereichs und die kreative Marketing-Managerin gleichzeitig das Handtuch schmeißen und zur Konkurrenz abwandern.

Umfragen steigern Arbeitszufriedenheit, Engagement und Commitment

Die Überlegung, den Arbeitsplatz zu wechseln, hängt unter anderem mit Faktoren wie der Arbeitszufriedenheit, der Verbundenheit mit dem Arbeitgeber und dem Engagement der Beschäftigten zusammen. Ein Hebel, um diese wichtigen Aspekte der Mitarbeiterbindung zu verbessern, sind beispielsweise Mitarbeiterbefragungen. Die Studie des Bundesministeriums hat festgestellt, dass in Unternehmen, in denen Angestellte regelmäßig nach Faktoren wie Arbeitszufriedenheit, Engagement und Commitment befragt werden, eine geringere Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie den Job wechseln. Doch dieses Mittel nutzen nur 40 Prozent der deutschen Betriebe mit über 50 Beschäftigten.

Bei Mitarbeiterbefragungen gilt: „Right Data“ ist besser als „Big Data“

Das richtige Werkzeug für die Umfragengestaltung zu haben, ist das eine, doch wie müssen die Fragen aussehen, um relevante Daten zu erhalten und welche Mitarbeiter sollen befragt werden? Das gesamte Unternehmen oder nur eine kleine Stichprobe? Marcus Buckingham, Gründer und Vorsitzender des weltweit führenden Anbieters von stärken-basierten Performance-Tools und der Beratungsfirma TMBC, hat einen besonderen Ansatz für Befragungen. Um die Motivation, Begeisterung und Identifizierung mit dem Job zu bewerten, sollten, seiner Meinung nach, Befragungen immer auf der Teamebene durchgeführt werden. Denn bei der kleinsten Organisationseinheit von Unternehmen ist der Grad des Engagements am klarsten messbar und somit gegenüber hochaggregierten, komplexen Daten aus dem gesamten Betrieb deutlich im Vorteil.

Die Ergebnisse erhält nicht nur die HR-Abteilung sondern vor allem auch der Teamleiter. Er ist derjenige, der die richtigen Schlüsse aus den Resultaten ziehen kann, weil er seine Mitarbeiter genau kennt. Gleichzeitig hat er auch den größten Einfluss, um das Engagement seines Teams zu verbessern. Buckingham fordert auch, das die Teamleiter selbst Umfragen erstellen und die Ergebnisse sofort erhalten sollten, um immer den aktuellen Stand beim Engagement ihrer Gruppe zu haben. Hier könnte als sinnvolles Tool eine Mobile App zum Einsatz kommen, mit der die Teilnehmer bequem antworten können und der Teamleiter unmittelbar Ergebnisse erhält, was ein Höchstmaß an Flexibilität bietet.

Wer viel fragt, bekommt nicht immer vernünftige Antworten!

Und jetzt zu den Fragen. Auch hier hat Michael Buckingham eine klare Meinung: Mach es kurz, knapp und einfach. Wenn eine Mitarbeiterumfrage 20 Fragen enthält, ist sie reine Zeitverschwendung. Um den Grad an Motivation, Begeisterung und Identifizierung mit dem Job von Teammitgliedern messen zu können, würden beispielsweise folgende acht Fragen ausreichen, die man alle mit einem einfachen „Ja“ oder „Nein“ beantworten kann:

grafik_mitarbeiterbefragungenSo erhält der Teamleiter ein schnelles und klares Bild, wo es Verbesserungsbedarf gibt. Durch die „We“-Fragen werden die allgemeinen Bedürfnisse des Teams und bei den „Me“-Fragen die speziellen des individuellen Mitarbeiters angesprochen.

Natürlich sind Mitarbeiterumfragen nicht das Allheilmittel, um Jobwechsel zu verhindern, sondern ein erster Schritt, um Teammitglieder wieder für ihre Arbeit zu begeistern und die Verbundenheit mit dem Unternehmen zu stärken. Mit einfachen Tools, wie zum Beispiel unserem Mitarbeiterbefragungs-Template oder der Mobile App, sind solche Umfragen leicht und schnell zu realisieren.

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