Einen Datenanalyseplan entwickeln

iStock_000045355440Small-copy-300x213Herzlichen Glückwunsch! Du hast Umfrageergebnisse! Das ist aufregend. Das motiviert. Und … überfordert manchmal ein wenig.

Aber bevor Du Dir Sorgen machst: Erinnere Dich, dass Du bereits Ziele für Deine Umfrage definiert hast – mit diesen Zielen hast Du Deinen Antwortdaten-Analyseplan erstellt.

Was ist ein Datenanalyseplan?

Ein Datenanalyseplan ist eine Roadmap für das Organisieren und Analysieren Deiner Umfragedaten. Er sollte Dir helfen, drei Ziele zu erreichen – die mit dem Ziel, das Du vor dem Start der Umfrage gesetzt hast, korrelieren:

  • Deine Top-Forschungsfragen beantworten
  • Spezifischere Fragen nutzen, um diese Antworten zu verstehen
  • Die Umfrageteilnehmer segmentieren, um die Meinungen unterschiedlicher demographischer Gruppen zu vergleichen
  • Das Gesamtbild: Geh zurück zu Deinen Zielen

    Als Du Deine Umfrage geplant hast, hast Du Dir übergeordnete Forschungsfragen überlegt, welche Du mit dem Fragebogen beantworten wolltest. Erinnere Dich an Deine Ziele, wenn Du mit Deinem Datenanalyseplan startest.
    Angenommen, Du veranstaltest eine Konferenz für Pädagogen und willst herausfinden, was die Teilnehmer von dem Event halten. Dein Umfrageziel war es, Feedback von den Leuten zu bekommen, die Deine Konferenz besucht haben. Um dieses Ziel zu erreichen, hast Du allgemeine Forschungsfragen definiert, zu denen Du Einsichten erhalten möchtest:

    Ziel der Konferenzfeedback-Umfrage: Feedback von den Leuten erhalten, die meine Bildungskonferenz besucht haben. (Ich will Feedback von den Teilnehmern, so dass ich die Stärken und Schwächen meines Events beurteilen kann – und gezielte Verbesserungen durchführen kann.)

    Forschungsfragen:

  • Wie haben die Teilnehmer das Event insgesamt bewertet?
  • Welche Teile/Aspekte der Konferenz haben den Teilnehmern am besten gefallen?
  • Welche Teile/Aspekte der Konferenz müssen verbessert werden?
  • Wer sind die Teilnehmer und was sind ihre spezifischen Bedürfnisse?
  • Indem Du zurück zu Deinem Ziel und Deinen Forschungsfragen gehst, solltest Du Deine Ziele wieder frisch im Kopf haben – dann bist Du bereit zu planen, wie Du Deine Umfragedaten organisieren kannst.

    Wirf einen Blick auf die Ergebnisse Deiner Top-Forschungsfragen

    Normalerweise beginnt ein Datenanalyseplan mit den Fragen Deiner Umfrage, welche die Teilnehmer direkt zu Deinen primären Forschungsfragen befragen. Im Falle Deiner Bildungskonferenz wären es diese zwei Fragen:

  • Im Allgemeinen, wie zufrieden waren Sie mit der Konferenz?
  • Wie nützlich war diese Konferenz im Vergleich zu anderen Konferenzen, die Sie besucht haben?
  • Mit diesen zwei Fragen wirst Du wissen, ob Deine Konferenz ein Erfolg war. Wenn Du Deinem Chef Bericht erstattest oder entscheidest, die Konferenz im nächsten Jahr wieder zu halten, sind dies die Informationen, auf die Du schaust. Sie sind außerdem der Eckpfeiler Deiner Topline-Ergebnisse.

    Allgemeine Bewertungen geben jedoch keine Auskunft darüber, was den Teilnehmern an Deiner Konferenz gefiel oder wie Du sie sogar noch besser machen kannst.

    Gehe ins Detail: Organisiere Deine Fragen

    Da Du ein genaueres Verständnis Deiner Daten erlangen möchtest, organisiere Deine Gedanken, indem Du spezielle Fragen zu den einzelnen übergeordneten Forschungsfragen zuordnest. Wenn es nun daran geht effektive Reports zu erstellen, wirst Du genau wissen, welche Daten Du brauchst, um Deine größeren Fragen zu beantworten.

    Wenn es Dir hilft, organisiere Deine Fragen in einer Tabelle:

    datenanalyse

    Wenn Du nun zum Beispiel die übergeordnete Frage „Welche Teile/Aspekte der Konferenz müssen verbessert werden?“ analysieren willst, weißt Du, dass Du auf die Antworten zu den Fragen 5 und 6 zurückgreifen solltest.

    Demographische Gruppen: Kenne das „Who is Who“ Deiner Umfrage

    Du hast eine Eventfeedback-Umfrage durchgeführt, weil Du wissen wolltest, wo Du Verbesserungen machen musst, um in der Zukunft bessere Events veranstalten zu können. Einer der wichtigsten Punkte um die Bedeutung Deiner Daten zu verstehen – und herauszufinden, was Du verbessern musst –, liegt in der Identifizierung verschiedener demographischer Gruppen, indem Du Deine Teilnehmer segmentierst.

    Um einen Begriff davon zu bekommen, wer an Deiner Umfrage teilnimmt, achte darauf am Ende Deiner Umfrage demographische Fragen zu stellen, zum Beispiel Alter, Geschlecht, Tätigkeit, Arbeitgeber, usw. Aber warum sollst Du dies machen?

    Wenn Du Deinen Datenanalyseplan schreibst, denke darüber nach, welche Gruppen Du vergleichen möchtest. Du solltest im Hinterkopf behalten, wer an Deiner Umfrage teilnimmt (und wie viele von ihnen), so dass Du Deine Daten auf sinnvolle Art und Weise aufteilen kannst, die allen Verbesserungen, die Du durchführen wirst, zugute kommt.

    Was, wenn beispielsweise Deine übergeordneten Zufriedenheitswerte niedrig sind, Du aber siehst, dass alle Studenten Deine Konferenz großartig fanden? Du musst wissen, wie verschiedene demographische Gruppen Deine Fragen beantwortet haben. Es ist möglich, dass Teilnehmer über 60 manche Veranstaltungen nicht gut fanden, weil diese tiefergehende Computerkenntnisse vorausgesetzt haben. Wenn nun genug von ihnen an Deiner Umfrage teilgenommen haben, hat dies Deine Gesamtwerte reduziert.

    Aber ärgere Dich nicht – die Studenten waren mit Deiner Konferenz zufrieden. Du weißt also, dass nicht Dein gesamter Event schlecht war. Deine Ergebnisse nach verschiedenen demographischen Gruppen zu filtern, hilft Dir einen Überblick zu gewinnen – und Deine Daten in wertvolle, anwendbare Resultate umzumünzen.

    Deinen Analyseplan anwenden

    Nun da Du weißt, dass das Schreiben eines effektiven Analyseplans bei Deinen Topline-Ergebnissen, dem Organisieren Deiner Fragen und dem Segmentieren Deiner Umfrage-Population in Untergruppen beginnt, bist Du bereit mit dem Analysieren Deiner Daten zu starten!

    Hast Du noch Anmerkungen oder Fragen zu diesem Thema? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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