Was Eltern über Technik im Klassenzimmer denken

People in a computer lab.Der durchgehende Frontalunterricht, in dem Kreidetafel und Bücher die grundlegenden Medien sind, hat ausgedient. Im vergangenen Jahr haben laut CB Insights Investoren in den USA knapp zwei Milliarden US-Dollar in Bildungstechnologie-Firmen gesteckt – das ist eine 55-Prozent-Steigerung gegenüber dem Jahr davor. 75 Prozent der Ausbilder finden laut CompTIA, dass die Nutzung von Bildungstechnologie positive bis sehr positive Ergebnisse erzielt.

Daraufhin haben sich unsere US-Kollegen gefragt, inwiefern Technik im Klassenzimmer auch die Unterstützung der Eltern findet – und an mehr als 350 Erziehungsberechtigte von Kindern zwischen Kindergarten und zwölfter Klasse eine Umfrage zu diesem Thema geschickt.

Der Startschuss ist gefallen

Zuerst wollten wir herausfinden, wie verbreitet die Nutzung von Technik in der Schule überhaupt ist. 85 Prozent der Eltern haben angegeben, dass ihre Kinder im Klassenzimmer zum Beispiel Laptops, Tablets oder Online-Kurse nutzen.

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Die meisten Eltern unterstützen diese Entwicklung – nur 10,5 Prozent finden, dass weniger Technik in der Schule genutzt werden sollte.

Sprung in die Daten

Es ist sicher keine große Überraschung, dass im Jahr 2015 verschiedene Bildungstechnologien genutzt werden und die meisten Eltern dies positiv bewerten. Deshalb haben wir uns etwas tiefgehender mit den Antworten beschäftigt.

So haben wir gefragt, welche Technik die Kinder derzeit nutzen und haben diese Ergebnisse mit den Antworten auf die Frage, welche Technik ihre Kinder ihrer Meinung nach nutzen sollten, verglichen.

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Die größte Differenz kam bei der Frage nach Online-Kursen auf: Etwa 20 Prozent der Eltern gaben an, dass ihre Kinder derzeit Online-Kurse nutzen, aber etwa doppelt soviel (41 Prozent) finden, dass solche Kurse in den Unterricht integriert werden sollen.

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Zudem sind wir auf eine ähnliche Differenz gestoßen, als wir nach Unterrichtsverwaltungs-Plattformen gefragt haben, über die Schüler mit ihren Lehrern kommunizieren sowie Noten und Hausaufgaben einsehen können. 49 Prozent der Eltern gaben an, dass ihre Kinder eine solche Plattform bereits nutzen, 69 Prozent sprechen sich dafür aus, dass sie genutzt werden.

Beliebtheit versus Notwendigkeit

Bei der Frage nach pädagogischen Computerspielen und der Nutzung eigener technischer Geräte gab es keine große Differenz: Ungefähr dieselbe Anzahl an Eltern, deren Kinder diese Technik nutzen, befürworten das auch. Trotz der Beliebtheit der Nutzung von eigenen elektronischen Geräten finden 30 Prozent der Eltern, dass diese nicht im Unterricht genutzt werden sollten.

Doch welche Bedenken haben diese Eltern? 34 Prozent befürchten, dass Technik ablenken würde, 25 Prozent hingegen sorgen sich um Datenschutz. Aber der Großteil (43 Prozent) ist in keinster Weise besorgt.

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Den größten Vorteil, den Eltern in Bildungstechnologie erkennen, ist eine höhere Unterrichtsbeteiligung. 32 Prozent der Befragten wählten zumeist folgende beide Optionen: Die Möglichkeit, mit Experten in Kontakt zu treten und eine bessere Interaktion mit Lehrern – inklusive Feedback. Nur zwei Prozent finden, dass Technik im Klassenzimmer überhaupt keine Vorteile mit sich bringt.

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Die Frage nach dem großen Ganzen

Zusammengefasst äußern sich die befragten Eltern sehr optimistisch zu diesem Thema: Mehr als 75 Prozent der Eltern finden, dass Technik einen sehr positiven bis positiven Einfluss auf die Bildung ihrer Kinder habe; nur drei Prozent sahen einen negativen Einfluss.

technology classroom6Wer gefragt wurde

Wer eigentlich die Teilnehmer dieser Umfrage waren? Nun, alle wohnen in den USA, der Großteil ist zwischen 30 und 44 Jahren alt, verdient weniger als 100 000 US-Dollar im Jahr und schickt seine Kinder auf öffentliche Schulen. 69 Prozent der Befragten gaben an, dass die Schulen sie nicht finanziell beim Erwerb technischer Geräte unterstützen würden.

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Die Klassenzimmer der Zukunft werden anders aussehen, als wir es von unserer eigenen Schulzeit gewöhnt sind. In den Schulalltag werden mehr und mehr Bildungstechnologien einfließen – und das wird Schüler, Lehrer und Eltern zugleich beeinflussen. Zwar sind die Kosten, die dadurch entstehen, noch ein hemmender Faktor. Doch wird diese Entwicklung nicht nachlassen; im Gegenteil.

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