So findest Du heraus, ob Du Unterstützung in Marketing brauchst

Einstiegsfrage: Was beflügelt Dein Unternehmen – sowohl in guten wie auch in schlechten Zeiten?

CokePepsiChallenge2003 hat das Baylor College of Medicine die Pepsi-Challenge wiederholt. Das Ergebnis fiel wie in den späten Siebziger und frühen Achtzigern aus: Bei Blind-Tests bevorzugte der Großteil der Teilnehmer Pepsi gegenüber Coca Cola.

Aber anders als in den früheren Challenges führte Baylor diesen Test noch einmal aus: Den Teilnehmern war im zweiten Durchlauf bewusst, welche der beiden Marken sie gerade verkosten. In diesem Fall entschied sich fast jeder Teilnehmer für Coca Cola. Seit den frühen Achtzigern hat Coca Cola an der Wahrnehmung seiner Marke gearbeitet. Damals lag Coke mit seinen Verkaufszahlen weit hinter Pepsi. Heute hingegen kontrolliert Coca Cola 42 Prozent des Soft-Drink-Markts, während es bei Pepsi nur noch 30 Prozent sind.

Was also die Antwort zur obigen Frage ist: Deine Marke beflügelt Dein Unternehmen in guten wie in schlechten Zeiten.

Coca Cola ruht sich aber nicht auf diesen Lorbeeren aus, sondern arbeitet unentwegt am eigenen Markenaufbau und Marken-Management.
Falls Du Dich bislang selber um den Aufbau Deiner Marke gekümmert hast, wirst Du die Erfahrung gemacht haben, wie zeitintensiv dieser Prozess ist. Doch ab welchen Zeitpunkt verwendest Du zu viel Zeit für diesen Bereich? Unter Umständen könnte es sich für Dich auszahlen, Marketing-Experten zu engagieren, anstatt alles selber zu machen. Wir haben für Dich ein paar Fragen entwickelt, über die Du herausfindest wirst, ob sich dieser Schritt für Dich lohnt.

1. Wie sieht Dein Marken-Image aus?
Was genau ist eigentlich Markenaufbau? Einmal handelt es sich hierbei um einen ziemlich weit gefassten Begriff. Aber zusammen gefasst geht es um die Assoziationen, die Deine Kunden mit Deinem Unternehmen, Produkten oder Dienstleistungen haben. Das bezieht jede Menge Elemente mit ein: Das Image Deines Unternehmens, wie es ist, mit Deinem Unternehmen Geschäfte zu machen, Deine Produkte, Kommunikation, Kunden-Service, Nachbereitung etc. Mit anderen Worten: Alle Erfahrungen, die mit Deinem Unternehmen gesammelt werden können – selbst Mund-zu-Mund-Propaganda fällt darunter.

Bevor Du darüber nachdenkst, ob Du den Bereich Markenaufbau ausgliederst, solltest Du Dir erst einmal darüber im Klaren sein, wo Du ansetzen möchtest. Falls Du zum Beispiel keinen Schimmer hast, wo Du Deine Marke im Wettbewerb mit Deinen Konkurrenten einordnen sollst, könntest Du über eine Markenidentitäts-Umfrage nachdenken, um so ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

2. Was ist dein Markensystem?
Um herauszufinden, ob Du Marketing-Experten engagieren sollst, wäre es sinnvoll, erst einmal zu überlegen, was derzeit Deine Marken-Strategie ist. Und dann erst den nächsten Schritt zu machen.

Ressourcen: Falls Dein Unternehmen das Marken-Management selbst in die Hand nimmt, gehen viele, viele Stunden für Marketing, Gestaltung und Erfolgskontrolle drauf. Dieser Arbeitsbereich benötigt halt Zeit und Qualifikation. Oft wird ein Mitarbeiter Halbtags für diese Aufgabe verpflichtet. Diese geringe Priorität kann ziemlich schlechte Auswirkungen auf die Wirkung Deiner Marke haben.

Perspektive: Hat Dein interner Marketing-Beauftragter genügend Außensicht, um tatsächlich realistisch einzuschätzen, wie Deine Marke wahrgenommen wird? Warum wir das fragen? Wenn man längere Zeit bei einem Unternehmen tätig ist, kann der Blick auf die Außenwahrnehmung etwas verschwimmen und es so erschweren, sich in die Kundenperspektive zu versetzen.

Einheitlichkeit: Gibt es in Deinem Unternehmen eine hohe Fluktuation unter den Mitarbeitern? Dann kann es auch vorkommen, dass die Verantwortlichkeit über die Marken-Kommunikation immer wieder verschoben wird. Und das kann einen schlechten Einfluss auf die Fokussierung und Einheitlichkeit Deines Marken-Managements haben.

3. Funktioniert Deine Marken-Strategie?
Wie Du diese Frage am qualifiziertesten beantworten sollst? Nun, indem Du natürlich die fragst, die es am ehesten wissen: Deine Kunden. Falls Du noch keine Umfrage an Deinen Kundenstamm verschickt hast, kannst Du jederzeit über eine Marktforschungs-Umfrage an sie herantreten.

4. Was sind die Vor- und Nachteile des Ausgliederns des Markenaufbaus?
Pro Marketing-Agentur:
1. Dein Marken-Management wird von Menschen in die Hand genommen, die sich in dem Bereich richtig auskennen.
2. So wird ein professionell distanzierter Blickwinkel garantiert.
3. Deine Unternehmensmitarbeiter können sich um andere Bereiche im Unternehmen intensiver kümmern.

Contra Marketing-Agentur:
1. Es entstehen höhere Kosten als wenn Dein Unternehmen diesen Bereich selbst in die Hand nimmt.
2. Es entsteht ein gewisser Kontrollverlust – auch im kreativen Bereich.
3. Es kann nicht 100 prozentig garantiert werden, dass die Resultate sich stark verbessern.

Somit: Wäge ab, verschicke im Vorfeld Umfragen und schaue dann, ob sich eine Marketing-Agentur lohnt. Und sei bloß nicht zu sparsam, wenn es um den Aufbau Deiner Marke geht. Coca Cola beweist: Es kann jeden Cent wert sein.

Wie sieht es bei Dir aus? Wer ist in Deinem Unternehmen für die Markenbildung zuständig? HInterlasse uns gerne einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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