50,000,000 Elvis Fans Can’t Be Wrong: Auch der King kannte Social-Proof

elvisDu kannst über Elvis Presley sagen, was Du möchtest – aber wenn der King etwas drauf hatte, dann nicht nur, wie man Hits aus der Hüfte schießt und Herzen bricht, sondern auch wie Selbstvermarktung läuft.

Das liegt daran, dass Elvis das Prinzip Social-Proof, also „Soziale Bewährtheit“, schon lange, bevor die Marketing-Abteilungen den Begriff den Psychologen entliehen haben, angewandt hat. Was im Endeffekt bedeutet: Wenn viele Konsumenten einem Produkt ihr Vertrauen aussprechen (es also kaufen) und am besten noch darüber reden, verleiht dies dem Produkt eine noch durchschlagendere Marktkraft.

Wie Du Social-Proof fürs Online-Marketing anwendest

Aber wie bringst Du Deine Kunden dazu, online über Deine Marke zu reden? Um Social-Proof zutage zu fördern, sind Proaktivität und Kreativität gefragt. Wie wir das meinen? Nun, Elvis hat sein Greatest-Hits-Album von 1959 “50,000,000 Elvis Fans Can’t Be Wrong” genannt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte er gar nicht so viele Alben verkauft, hat aber das Prinzip Social-Proof (x Menschen mögen mich, also solltest Du mich auch mögen) in seinem Albumtitel angewandt, um die Verkäufe zu steigern. Und was ist passiert? Das Album hat erst den Gold-Status (Verkauf von 500 000 Alben), dann Platinum-Status (Verkauf von mehr als 1 Millionen Alben) erreicht.

Um das zu hinzubekommen, brauchst Du weder eine Tolle, noch einen Zensur-pflichtigen Hüftschwung. Aber was Du benötigst, sind die richtigen Werkzeuge, über die Du das Prinzip Social-Proof für Dich arbeiten lassen kannst. Alles was Du benötigst, sind eine ausgefeilte Social-Media-Strategie, ein wenig Social-Media-Monitoring, etwas Planung sowie ein paar Kundenzufriedenheits- und Marktforschungsumfragen.

Das klingt erst einmal recht viel, aber wir haben einen von Elvis inspirierten Plan aufgestellt, der das gesamte Prozedere auf sechs einfache Schritte herunter bricht:

1. Untermauer Deine Behauptungen mit Fakten

Sicher, Elvis konnte sich auf seine bereits vorhandene und riesige Fan-Gemeinschaft beziehen, als er seinen Albumtitel formulierte. Aber keine Sorge, Du brauchst nicht solche Zahlen, um mit unserer hier vorgestellten Strategie zu starten. Stattdessen solltest Du eine Marktforschungs-Umfrage an Deine Zielgruppe verschicken und dabei herausfinden, wie Du Dich gegenüber Deiner Konkurrenz aufstellen kannst.

Verschicke also als erstes eine Umfrage an Deine Zielgruppe – sagen wir an Mütter mit Kindern unter 18 Jahren, die am liebsten Online einkaufen. Deine Frage könnte so lauten:

„Wo kaufst Du am liebsten Online ein?“

Falls 55 Prozent dieser Mütter Deine Website nennen, kannst Du direkt sagen: „Eine von zwei Müttern zieht unsere Marke der Konkurrenz vor.“ Und Du hast gleichzeitig Zahlen, mit denen Du Deine Behauptung untermauern kannst.

2. Achte auf kundenbasierte Erfolgsgeschichten

Schicke Deinen Kunden eine Kundenfeedback-Umfrage, um zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen:

a) Kundenfeedback einzuholen, um zu sehen, wo Du gerade stehst, Ziele zu setzen und Dein Geschäftsmodell zu verbessern sowie

b) Kommentarfelder zu nutzen, um frei formuliertes Feedback Deiner Kunden zu erhalten. Solche freien Formulierungen wie „Euer Produkt ist in meinem Alltag unersetzlich geworden“ kannst Du auf Deiner Website, in den Social Media Kanälen etc. veröffentlichen – und damit potenziellen Kunden zeigen, dass Menschen wie sie finden, dass Dein Unternehmen großartig ist.

3. Sei aufmerksam und authentisch und reagiere fix

Das Label RCA Victor hat Elvis’ Album 1984 mit einem gefaketen Stereo-Sound veröffentlicht. Das kam bei den Fans nicht gut an – und die CD wurde umgehend im originalen Mono-Sound veröffentlicht. Genauso, wie RCA Victor blitzschnell auf die Bedürfnisse der Fans reagiert hat, solltest Du auch grundsätzlich aktiv beobachten, was Deine Kunden über Deine Marke denken.

Du musst dieses Monitoring aktiv betreiben, um im Auge zu behalten, was User online über Deine Marke sagen. Falls Beschwerden aufkommen, entgegne ihnen ehrlich und prompt. Verstehe dabei Kritik nicht als ein Problem, sondern als eine Möglichkeit, Deinen Kunden zu beweisen, dass Du ihre Meinung schätzt und Dir wichtig ist, dass sie zufrieden sind.

4. Es liegt in Deinen Händen

Niemand kennt Deine Produkte und Dienstleistungen besser als Du. Das wusste auch Elvis schon. Obwohl seine Plattenfirma einen hauseigenen Produzenten hatte, übernahm Elvis selber während der Aufnahmen diese Rolle. Das Management Deiner Marke beginnt bei Dir selbst. Deshalb sollte Deine Social-Media-Strategie auch die Schlüsselpositionen Deines Unternehmens – und Dich natürlich – einbinden, in dem ihr euch aktiv mit dem, was Online geschrieben wird, beschäftigt. So kommt ihr Tag für Tag einen Schritt weiter.

5. Gehe offen mit Deinem Erfolg um

Elvis’ Album war eine Zusammenstellung seiner Hit-Singles. Seine Fans sehen ihn natürlich auch gerne, weshalb auf dem Album-Cover in einem goldenen Anzug abgebildet ist – und zwar 14 Mal. Dieses Konzept war so effektiv, dass es mindestens acht Künstler dazu brachte, es zu imitieren. Wie zum Beispiel Bon Jovi (“100,000,000 Bon Jovi Fans Can’t Be Wrong”) oder Soulwax (“50,000,000 Soulwax Fans Can’t Be Wrong”). Und das mehr als 50 Jahre später!

6. Übertreffe Erwartungen

Dieses Album wurde 1997 mit jeder Menge Bonus-Tracks wieder veröffentlicht. Dadurch bekommen die Käufer das Gefühl vermittelt, dass sie mehr für ihr Geld erhalten. Genau mit solch kleinen Überraschungen und Extras kannst Du Deine Kunden besonders erfreuen.

Das waren nur ein paar Möglichkeiten, wie Du auf lange Sicht Social-Proof anwenden kannst, um deine Marktkraft zu erhöhen. Und denk einfach dran: Höre zu, entgegne schnell und verfolge regelmäßig über Kundenzufriedenheitsumfragen die Meinung Deiner Kunden.

Hast Du noch Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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