Sensible Fragen sind kein Hindernis

Speedtalk _IdeeUmfragen sind eine sehr effektive Möglichkeit, an Informationen zu gelangen – und gleichen manchmal auch einer merkwürdigen Unterhaltung. Schließlich möchtest Du, dass Deine Teilnehmer Dir zu allen möglichen Themen Antworten geben, ohne dass ihr euch persönlich kennen lernt oder Du Dich äußerst.

Was auch bedeutet, dass Du die Reaktion Deiner Teilnehmer auf heiklere Fragen nicht mitbekommst und somit auch die Antworten manchmal nicht angemessen beurteilen kannst. Deshalb solltest Du Deine Umfragen so aufbauen, dass Deine Teilnehmer sich ermutigt fühlen, auch die sensibleren Fragen zu beantworten, anstatt die Umfrage abzubrechen.

Aber jetzt nicht verzagen! Denn wenn Du Deine Umfrage sorgfältig planst, kannst Du erreichen, Deine Teilnehmer nicht zu verlieren und die Antworten erhalten, die Du brauchst.

Tipps, wie Du am besten sensible Fragen stellst

Nun, Du kannst in einer Umfrage natürlich nicht komplett das umsetzen, was Du in so einem Fall zum Beispiel auf dem Gang mit einem Kollegen machen würdest; also leiser sprechen, Dich zu ihm hinwenden und ähnliches. Somit musst Du schon in der Umfrage empathisch vorweg greifen und genauso im Vorfeld Bedenken, die Deine Teilnehmer haben könnten, zerstreuen.

Hier haben wir zwei schnelle Tipps, wie Du am besten persönliche Fragen stellst:

– Frage persönliche oder sensible Fragen erst, nachdem Du eine Beziehung zu Deinen Teilnehmern aufgebaut hast
– Fange Deine Umfrage mit Fragen an, die für Deine Teilnehmer nicht verletzend verstanden werden können. Eine persönliche Unterhaltung beginnst Du ja auch nicht mit Fragen wie: „Hallo! Wie viel wiegst Du eigentlich?“

Nehmen wir mal an, Du nimmst im Wartezimmer, bevor Du das erste Mal mit Deinem Arzt sprichst, an einer Umfrage teil. Obwohl Du schon persönliche Fragen erwartest, würde Dich diese Einstiegsfrage schon verwirren:

sensibel1

Stattdessen wäre als erste Frage eher eine allgemein wie die folgende angemessen:

sensibel2

Mit dieser Frage versetzt sich der Teilnehmer erst einmal in seine Situation als Patient – und sie bietet einen guten Einstieg in die Patienten-Arzt-Beziehung. Die sensibleren Fragen können irgendwann später folgen.

Habe im Allgemeinen beim Formulieren und Anordnen Deiner Fragen einfach immer im Hinterkopf, an welchem Punkt der Unterhaltung mit Deinem Teilnehmer Du Dich gerade befindest – und stelle die sensibelsten Fragen grundsätzlich gegen Ende Deiner Umfrage.

Erkläre, warum Du persönliche oder sensible Fragen stellst

Stell Dir vor, der Verwaltungsleiter eines Krankenhauses würde an alle Angestellten eine Umfrage schicken, in der eine Frage über die Rauchgewohnheiten vorkäme. Aus dem Kontext gerissen würde diese Frage vom Arbeitgeber gestellt aufdringlich und einschüchternd herüberkommen.

sensibel3

Wenn der Verwaltungsleiter erklärt hätte, warum er diese Frage stellt, wäre die Reaktion darauf viel positiver ausgefallen – denn Grund, der in diesem Fall auch so kommuniziert werden müsste, war folgender:

Viele Angestellte haben uns von ihrer Zigarettensucht berichtet. Wir denken darüber nach, vertrauliche Sitzungen einzurichten, die dabei helfen sollen, mit dem Rauchen aufzuhören. Hätten Sie Interesse, an diesen Sitzungen teilzunehmen?

Bei Fragen nach dem Alter, der Herkunft oder anderen demografischen Fakten, die nur zusammengefasst analysiert werden, bietet es sich an, die mit „Für statistische Zwecke …“ zu beginnen oder gesondert zu formulieren, dass die Antworten nicht persönlich zugeordnet werden können.

Schlussendlich solltest Du grundsätzlich dafür sorgen, dass sensible und persönliche Daten sicher gespeichert werden. Schließlich bringen Dir Deine Teilnehmer durch das Beantworten dieser Fragen einen Vertrauensvorschuss entgegen, mit dem Du nicht fahrlässig umgehen solltest.

Hast Du noch Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter!

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