Über Statistik Kaffee-Entscheidungen treffen

Calculator-icon111Im Mittelpunkt sämtlicher wissenschaftlicher Arbeit stehen grundsätzlich zwei Fragestellungen: 1.) Sind diese zwei Vergleichsgruppen unterschiedlich und 2.) Woher wissen wir, dass die Unterschiede, die wir beobachten, auch real sind?

Wie wir das meinen? Nun, sagen wir, von Gruppe A hätte auf einer Skala bis 1 bis 5 2,6 Interesse daran, für die Bürogemeinschaft eine neue Kaffeemaschine anzuschaffen; bei Gruppe B wären es 3,2. Nun, das sieht ja auf den ersten Blick nach einem klaren Unterschied aus. Aber halt! Wie kann wirklich sicher gegangen werden, dass die Gruppe B lieber eine neue Kaffeemaschine hätte als Gruppe A? Wie kann man davon ausgehen, dass dieser Unterschied auch statistisch einwandfrei belegt ist? Wieviele Teilnehmer sind also notwendig?

Die Antwort darauf hängt von der Größe des Effektes ab, der gemessen werden soll. Mal kurz ein wenig Statistik: Wenn Du ein Experiment durchführst und Gruppen über verschiedene Merkmale vergleichen möchtest – zum Beispiel Geschlecht – , benötigst Du üblicherweise 25 Personen pro Größe; also bei diesem Beispiel 25 Männer und 25 Frauen. Wenn Du den Bildungsgrad von Männern und Frauen vergleichen möchtest (und es gäbe vier Stufen), würdest Du 200 Teilnehmer brauchen: 4 (Bildung) X 2 (Geschlecht) X 25. Falls Du also noch weitere Variablen einbringen möchtest, lassen diese Faktoren die benötigte Anzahl an Teilnehmern anwachsen.

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf bietet für solche Zwecke übrigens einen praktischen Online-Rechner an.

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Ein Kommentar

  1. Hallo,

    interessanter Standpunkt wie ich finde.

    VG
    Norbert

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