Sind Zahlen gleich Zahlen?

zahlenEndlich: Deine Umfrage ist abgeschlossen und Du kannst es kaum erwarten, endlich einen Blick auf die gesammelten Antworten zu werfen. Nachdem Du Deine Ergebnisse exportiert hast und das Dokument geöffnet hast, siehst Du … alle möglichen Zahlen: 6%, 40, 98%, 479. Und nun? Wann sollst Du natürliche Zahlen (wie 40 oder 479) für Deine Analyse verwenden? Und wann Prozentzahlen? Und messen natürliche und Prozentzahlen überhaupt dasselbe? Nach diesem Blog-Artikel weißt Du mehr.

Die einfachste Art und Weise, die Analyse Deiner Ergebnisse zu beginnen, ist Dir erst einmal bei den Antworten die natürlichen Zahlen anzuschauen. Sie ergeben die Anzahl der Personen, die geantwortet haben. In diesem Zusammenhang werden natürliche Zahlen auch als „Frequenz“ bezeichnet; diese Zahl bietet eine Basisinformation Deiner Ergebnisse. Was das bedeutet? Nun, nehmen wir an, 987 Teilnehmer Deiner Umfrage hätten dafür gestimmt, dass Pflanzen aus dem Büro verbannt werden müssen. Dann scheint das zunächst eine große Gruppe zu sein.

Aber bevor Du nun alle Gummibäume von den Fensterbänken schubst, solltest Du kurz einmal inne halten. Schließlich bieten die Frequenzen nur einen Ausschnitt Deiner Ergebnisse. Klar, 987 Personen sind eine ganze Menge. Aber wenn Du Deine Umfrage an alle Mitarbeiter eines Großkonzerns mit, sagen wir mal, 10.000 Kollegen geschickt hast, sind nur 9,9 Prozent Deiner Teilnehmer gegen Pflanzen im Büro. Und das ist wiederum eher eine Minderheit. Falls in dem Konzern jedoch bloß 1000 Mitarbeiter tätig sind, sind 99,9 Prozent gegen Begrünung am Arbeitsplatz. Wie Du siehst: Die natürliche Zahl 987 hat jedes Mal eine andere Bedeutung. Somit macht es einen großen Unterschied, ob Du Deine Entscheidungen von natürlichen oder Prozent-Zahlen abhängig machst.

So. Gehen wir nun einen Schritt weiter. Stell Dir mal vor, Du hättest eine neue App entwickelt. Nun möchtest Du herausfinden, wie viele Menschen schon von Deiner App gehört haben, um zu schauen, wie hoch Du Dein Budget für Marketing ansetzen musst. Das Ergebnis: 15 Prozent Deiner Teilnehmer haben schon von Deiner App gehört. Du bist vielleicht enttäuscht, weil 15 Prozent halt weit weg von Deinen anvisierten 100 Prozent liegen. Aber sagen wir mal, Du hättest kurz vorher einen Zeitungsartikel gelesen, in dem stand, dass eine typische App eine Wahrnehmungsrate von 5 Prozent hat. Mit dieser Information im Hinterkopf stehen Deine 15 Prozent schon ganz anders da …

Fazit: Frequenzen und Prozentzahlen sind zwei verschiedene Blickwinkel. Wie Du herausfindest, welche Zahlen für Dich am besten passen? Es ist immer von der Fragestellung abhängig.

frequent

Wie Du in der Tabelle siehst, geht es in allen Fragen um einen Ladeninhaber, der einen Überblick über seine Verkaufschancen bekommen möchte. Je nach Frage, die er stellt, werden andere Daten untersucht. Und das schönste: Du musst nicht wählen, welche Frage Du stellst – Du kannst einfach alle vier Fragen stellen und so alle Daten miteinbeziehen.

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