Zustimmen oder nicht zustimmen?

SMPicViele Menschen scheinen ganz angetan von „Ich stimme zu“-/ „Ich stimme nicht zu“-Skalen zu sein. Es gibt zumindest kaum eine Antwortoption, über die man öfter bei Umfragen stolpert …

Vermutlich liegt diese Vorliebe einfach darin begründet, dass diese Möglichkeit weniger Anstrengung bedarf, als sich Antwortmöglichkeiten zu überlegen.

Jedenfalls wird die Antwortoption „Ich stimme zu“/ „Ich stimme nicht zu“ oft bei Raster bzw. Matrix-Fragetypen verwendet. Eine der üblichsten Wege, verschiedene Fragen in einem Raster unterzubringen, ist die Fragen in Statements umzuformulieren und „Ich stimme zu“-/ „Ich stimme nicht zu“-Antworten hinzuzufügen. Also zum Beispiel statt der Frage „Wie hilfreich war dieser Blogpost“ den Satz „Dieser Blogpost war sehr hilfreich“ zu verwenden.

Im Zuge dessen wird der Umfrageersteller alle bisherigen Blogthemen auflisten und Dich bitten, bei jedem einzelnen Post entweder „Ich stimme zu“ oder „Ich stimme nicht zu“ anzuklicken. Diese Herangehensweise hat leider ihre Tücken, da sie eine Verzerrung der Antworten begünstigt: Dieses Frage-Format lässt die Teilnehmer der Umfrage dazu tendieren, eher zu zustimmen. Woran das liegt? Nun, viele Menschen neigen tendenziell eher dazu, höflich und versöhnlich zu sein – besonders gegenüber Autoritäten wie Wissenschaftlern, Arbeitgebern und Lehren (drei Berufsgruppen, die besonders dazu neigen, Umfragen zu verschicken).

Deshalb ist es oft zielführender, jeder einzelnen Frage Raum zu geben – also zu fragen, wie hilfreich der Blogpost war, wie zufrieden ein Mitarbeiter mit seiner betrieblichen Altersvorsorge ist oder wie interessant ein Studierender ein bestimmtes Seminar fand.

Sind bei Dir noch Fragen zu diesem Thema offen? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter!

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