Fünf wichtige Fragen für Deine Umfrage

bigstock-Question-Mark-1447517-350x350Du willst eine Umfrage verschicken. Somit hast Du mit hoher Wahrscheinlichkeit schon ein paar Fragen im Kopf, die Du Deinen Teilnehmern stellen möchtest. Diese Fragen sind definitiv wichtig und grundlegend für Deine Umfrage. Aber genauso wichtig sind die fünf Fragen (wie, warum, wer, wann und was), die Du Dir stellen solltest, bevor Du überhaupt anfängst Deine Umfrage zu erstellen. Das wirkt sich positiv auf Deine Ergebnisse aus – versprochen!

1. Wie willst Du fragen?
Zugegeben, diese Frage ist einfach zu beantworten. Da Du gerade diesen Blog liest, hast Du Dich wohl bereits für ein bestimmtes Online-Umfrage-Tool entschieden. Drum können wir gleich zur nächsten Frage springen.

2. Warum willst Du fragen?
Der wichtigste Schritt, um mit Deiner Umfrage loszulegen, ist herauszufinden, was Du eigentlich wirklich von Deinen Teilnehmern wissen möchtest. Wenn Du das nicht genau geklärt hast, wirkt sich das auf Deine gesamte Umfrage aus. Als Beispiel: Wenn Du eine Informationskampagne für Deine Organisation durchgeführt hast, frage Deine Teilnehmer nicht danach, wie zufrieden sie sind. Das ist viel zu vage. Und Du willst auch eigentlich etwas anderes wissen – nämlich ob sie informativ, unterhaltsam oder überzeugend war. Mit Antworten auf diese Fragen bekommst Du viel bessere Ergebnisse, die sich auch gleich einfacher analysieren lassen.

3. Wen willst Du fragen?
Diese Frage ist wichtiger als Du vielleicht annehmen magst. Die Teilnehmer Deiner Umfrage sollten eine Stichprobe aus einer Bevölkerungsgruppe sein. Eine Bevölkerungsgruppe kann deutsche Staatsbürger, Veganer aus Hamburg oder Internetuser unter 18, die in Köln wohnen, umfassen. Deine Stichprobe besteht aus einem Bruchteil der anvisierten Bevölkerungsgruppe. Nehmen wir mal an, dass Du für eine gemeinnützige Organisation arbeitest, die sichergehen möchte, dass auch im kommenden Jahr genügend Spenden reinkommen. Möchtest Du nun herausfinden, ob Deine momentanen Spender so zufrieden mit der Verwendung ihrer Spenden sind, dass sie euch weiterhin treu bleiben? Oder möchtest Du wissen, wie Du neue Spender gewinnen kannst? Falls es Dir um Deine momentanen Spender geht, schickst Du einfach eine Umfrage an Deine Mailling-Liste. Deine Stichprobe besteht dann aus denjenigen, die sich auch tatsächlich die Zeit nehmen und auf Deine Umfrage antworten. Falls Du aber neue Spender gewinnen möchtest, gestaltet sich alles ein wenig kniffliger. Zuerst musst Du ein wenig Zeit darauf verwenden, festzulegen, wer in diesem Fall Deine Ziel- und somit Bevölkerungsgruppe ist – also wie Deine zukünftigen Spender aussehen könnten. Vielleicht tierliebende Frauen aus Frankfurt? Türkeistämmige Männer aus Berlin? Es kommt ganz auf die Ausrichtung Deiner Organisation an.

4. Wann möchtest Du fragen?
Nehmen wir mal an, Du wärst ein Fischer. Wie viele Fische Du tatsächlich fängst, hängt von mehreren Faktoren ab. Einmal kommt es darauf an, wann Du Fischen gehst – manche Fische fängt man zum Beispiel eher bei Nacht, andere in den frühen Morgenstunden. Zudem spielt es auch eine Rolle, ob Du Dein Netz zwei Stunden oder zwei Tage auswirfst. Dasselbe gilt natürlich auch für das Versenden von Umfragen. Büromenschen sind zu anderen Zeiten im Internet als Handwerker zum Beispiel. Außerdem solltest Du darauf achten, dass Du Deinen Teilnehmern ein relativ großes Zeitfenster zum Beantworten bietest. Nicht alle potenziellen Teilnehmer klicken direkt auf die Umfrage, sondern nehmen sich das für einen bestimmten Zeitpunkt vor. Es wäre ungeschickt, diese zu verprellen.

5. Was willst Du fragen?
Endlich! Die Frage, auf die Du wahrscheinlich die ganze Zeit schon gewartet hast. Du hast Dein Umfrageziel definiert und Deine Stichprobe auf dem Schirm. Und Du weißt, wann Du Deine Teilnehmer befragen möchtest. Aber: Was fragst Du denn nun? Das ist ein recht komplexes Problem, auf das es nicht nur eine richtige Antwort gibt.

Wichtig ist auf jeden Fall, dass Du Deine Fragen so einfach und direkt wie möglich stellst. So kannst Du sicher gehen, dass alle Deine Teilnehmer diese Frage auf die selbe Art und Weise verstehen – und für Dich wird die Ergebnis-Analyse einfacher. Wenn Du Deinen Teilnehmern verschiedene Antwort-Möglichkeiten vorgeben möchtest, achte darauf, nicht mehr als sieben Optionen anzubieten. Sonst überforderst Du Deine Teilnehmer. Und frage nicht, wie glücklich sie auf einer Skala von eins bis fünf sind, sondern frag, ob sie extrem glücklich, sehr glücklich, glücklich, kaum glücklich oder gar nicht glücklich sind. Wörter sind einfach immer näher an einem dran als Zahlen.

Das war es erst einmal. Arbeite von nun an immer mit diesen fünf Fragen und Du schaffst großartige Grundlagen für Deine Umfrage.

Sind bei Dir noch Fragen offen geblieben? Oder hast Du weitere Anregungen? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter!

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Ein Kommentar

  1. […] Was diese Situation mit Umfragen zu tun hat? Nun, die Art und Weise, wie Du auswählst, welche Fruchtstücke aus einem Fruchtsalat auf Deinem Teller landen, ist nicht so anders als die Stichprobe der Teilnehmer für Deine Umfrage. Die Antwort auf die Frage lautet, wie so oft auf diesem Blog: Es kommt drauf an. Es gibt zwei Strategien, die besonders populär sind. Um Dich für eine zu entscheiden, musst Du erst einmal wissen, was Du eigentlich genau fragen möchtest. […]

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