Erfahren Sie, wie Sie eine erfolgreiche Umfrage erstellen, von der Planung bis zu den richtigen Fragen.
Menschen werden überschwemmt mit Umfragen. Warum sollten sie gerade Ihre ausfüllen? Und woran erkennen Sie, ob die Antworten präzise und überlegt sind?
Sie können nicht garantieren, dass alle, die Ihre Umfrage erhalten, sie mit der nötigen Sorgfalt durchgehen (oder sie überhaupt beantworten). Aber Sie können erheblich dazu beitragen, dass das Risiko von Voreingenommenheit und Verzerrungen minimiert und die Beantwortungsquote maximiert wird. Hierbei helfen Ihnen bewährte Umfragedesigns.
Was sind bewährte Umfragedesigns? Sie dienen als Leitlinie, mit der Sie eine Umfrage so optimieren können, dass daraus eine hohe Teilnahme und verlässliche Ergebnisse folgen. Dieser Leitfaden behandelt, wie Sie geeignete Fragen stellen, häufig vorkommende Fehler vermeiden und wie Ihre Umfrage in vollem Glanz erscheint.
Kapitel 1: Übersicht zum Umfragedesign
Einfach ausgedrückt, führen Sie eine Umfrage durch, um fundierte Entscheidungen fällen zu können. So könnten Sie zum Beispiel von den Teilnehmenden an Ihrer letzten Konferenz Feedback erfassen. Waren die Vortragenden motivierend? Hat den Teilnehmenden das Essen gefallen? War die Gesamterfahrung gut? Anhand des Feedbacks können Sie die Planung ihrer nächsten Konferenz optimieren und die Vorlieben und Erwartungen Ihrer Gäste noch besser erfüllen.
Nun kommt der kleine Haken: Die Ergebnisse, die Sie erhalten, können nur so gut sein wie Ihre Umfrage. Wenn Ihre Erhebung nicht ausreichend strukturiert ist, schwer zu lesen oder gar fehlerhaft ist, könnten die Befragten zu „Satisficing“ neigen. Satisficing beschreibt das Phänomen, das bei der Beantwortung einer Umfrage nicht genügend Sorgfalt aufgewandt wird, und dadurch die gewonnenen Daten von geringer Qualität sind.
Damit Ihre Umfragen erfolgreich sind und Sie die gewünschten Ergebnisse erhalten, sollten die Umfragen motivierend und respektvoll sein. Dabei helfen Ihnen die bewährten Methoden für Online-Umfragen.
Kapitel 2: Ihre Umfrage planen
Angenommen, Sie möchten mit einer Befragung Marktforschung betreiben und die Markenbekanntheit messen, um Ihre Werbung darauf abzustimmen. Vielleicht gehen Sie davon aus, dass Sie dazu eine Menge Fragen stellen sollten. Je mehr Daten, desto besser. Sollte man meinen.
Aber hier gibt es ein kleines Problem: Umfangreiche Befragungen werden seltener abgeschlossen. Und sollte Ihre Umfrage darüber hinaus nicht ausreichend strukturiert sein, verliert die Zielgruppe ihr Vertrauen in Sie und bricht die Umfrage einfach ab.
Wie sehen die bewährten Methoden für das Umfragedesign aus? Bevor Sie auch nur eine einzige Frage formulieren, sollten Sie also das Ziel Ihrer Umfrage festlegen.
Fragen Sie sich dazu am besten: Was möchte ich erfahren oder messen? Wer sollte meine Umfrage beantworten? Was möchte ich mit den Antworten machen?
Daraus könnte sich Umfrageziele wie dieses ergeben:
Um die Wirkung unserer Werbung zu maximieren, möchte ich die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen befragen und erfahren, wie sehr sie mit unserer Marke vertraut sind.
Mit diesem Ziel halten Sie den Fokus und planen Ihre Umfrage entsprechend von der Anzahl der Fragen bis zu den Fragetypen.
Sobald das Ziel feststeht, wissen Sie viel eher, welche Fragen Sie stellen sollten. Der Plan für Ihren Umfrageentwurf sollte konkrete Ziele umfassen, die auf Ihrem Grundziel beruhen. Wenn Ihr Grundziel das Messen der Markenbekanntheit in Ihrer Zielaltersgruppe ist, können die konkreten Ziele so aussehen:
Am besten begrenzen Sie die Anzahl der konkreten Ziele. Das hilft bei der Auswahl der geeigneten Fragen. Denn wenn Sie zu viele konkrete Ziele haben, werden Sie in dieser Umfrage wahrscheinlich zu viele Fragen stellen müssen.
Sie haben ein Grundziel und konkrete Ziele. Bevor Sie nun die Fragen selbst formulieren, legen Sie fest, welche Art von Daten Sie dafür gewinnen müssen. Benötigen Sie qualitative oder quantitative Daten? Die Antwort darauf bestimmt die Auswahl der Fragen und hilft Ihnen, die Informationen zu erhalten, die Ihre Ziele effektiv unterstützen.
Hier einige Beispiele für qualitative Fragen:
Welche Marken fallen Ihnen ein, wenn Sie an diese Produktkategorie denken?
Hier bitten Sie die Befragten, ohne Vorgaben die Markennamen anzugeben, die ihnen in den Sinn kommen. Die Analyse der Antworten ist deutlich schwieriger, aber Sie erhalten einen genauen Eindruck davon, ob Ihre Marke den Menschen direkt einfällt oder eben nicht.
Die Ergebnisse sehen ganz anders aus als bei quantitativen oder geschlossenen Fragen, bei der die Befragten aus einer Liste vorgegebener Optionen auswählen. Beispiele:
Von welchen der folgenden Marken haben Sie schon gehört? (Wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus.)
Quantitative Fragen zu beantworten, erfordert deutlich weniger Aufwand. Andererseits bieten die Daten nicht so viel Kontext. Die Analyse quantitativer Daten ist jedoch etwas einfacher und Sie gewinnen Rohdaten und Prozentwerte.
Insgesamt sollten Sie daher auf ein ausgeglichenes Verhältnis von geschlossenen zu offenen Fragen achten. Hier sind unsere allgemeinen Empfehlungen:
Nehmen Sie an unserem kostenlosen Webinar teil und lernen Sie alles über die Grundlagen des Umfragedesigns, KI-gestützte Erstellung und bewährte Methoden für die Zusammenarbeit.
Kapitel 3: Erfolgreiche Fragen stellen
Sie möchten genaue Antworten. Oder auch überhaupt erst einmal Antworten. Dann achten Sie darauf, dass die Fragen nicht irreführend, kompliziert oder beleidigend sind. Hier finden Sie einige Tipps für erfolgreiche Fragen.
Ordnen Sie die folgenden Produkte nach Ihrer Präferenz. (1) = mögen Sie am meisten, (5) = mögen Sie am wenigsten.
Welche der folgenden Wörter würden Sie zur Beschreibung unseres Produkts verwenden? (Wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus.)
Welche Faktoren haben Ihre letzte Kaufentscheidung am meisten beeinflusst? (Bitte wählen Sie bis zu 3 aus.)
Für Ihre Forschung und bei der Umfrageerstellung haben Sie klare Ziele und Hypothesen im Kopf. Leider geschieht es nur allzu oft, dass diese in die Umfragen einfließen. Im Folgenden finden Sie einige der häufigsten voreingenommenen Fragen und erfahren, wie Sie diese vermeiden.
Suggestivfragen beeinflussen durch ihre Formulierung die Antwort. Beispiele:
Wir bei Voltara sind stolz auf unsere Produktqualität. Wie zufrieden sind Sie mit Ihrem letzten Einkauf?
Der erste Teil dieser Frage könnte sich auf die Sichtweise der Befragten auswirken und sie zu einer positiveren Antwort veranlassen.
Als Lösung für dieses Problem könnte man den ersten Satz komplett weglassen und dafür sorgen, dass die Befragten aus Optionen von „Überhaupt nicht zufrieden“ bis „Äußerst zufrieden“ auswählen können.
Eine Fangfrage setzt etwas über die Befragten voraus, dass eventuell gar nicht zutrifft. Das folgende Beispiel einer Fangfrage ist an sich gar kein Problem:
Welche Faktoren haben Ihren letzten Einkauf beeinflusst? (Wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus.)
Aber wenn eine Person diese Frage beantworten muss, die noch gar nicht eingekauft hat, wird die Antwort ungenau sein und Ihre Daten negativ beeinflussen.
Doppelfragen bitten um eine Antwort auf zwei Fragen gleichzeitig. Ein Beispiel:
Wie zufrieden sind Sie mit dem Preis und der Qualität unseres Produkts?
Wenn nun die Antwort „Zufrieden“ ausgewählt wird, womit ist der oder die Befragte dann zufrieden? Mit der Qualität oder mit dem Preis? Aus der Antwort können Sie dies schwer herauslesen.
Absolute Formulierungen enthalten Wörter wie „jede(r/s)“, „immer“ oder „alles“. Dies könnte die Befragten dazu veranlassen, einer deutlichen Formulierung zuzustimmen. Nuancierte Betrachtungsweisen fallen dabei unter den Tisch. Ein Beispiel:
Kaufen Sie immer online ein?
Vielleicht kaufen die Befragten nicht immer online ein, sondern nur oft oder 50 % oder gelegentlich. Eine solche absolute Frage in Zusammenhang mit den Antwortoptionen „Ja“ und „Nein“ ergibt keine nützlichen Daten.
Was ist eine sensible Frage? Das hängt davon ab, wen Sie befragen. Generell sind Fragen nach Religion, Glauben, ethnischer Zugehörigkeit, Alter, Geschlecht, sexueller Orientierung und Einkommen als sensible Fragen einzustufen. Diese Fragen müssen Sie auf eine geeignete Weise stellen oder Ihre Zielgruppe wird die Beantwortung verweigern.
Im Folgenden finden Sie einige Tipps für sensible Fragen:
Bei der Umfrageplanung legen Sie fest, welche Art von Daten Sie benötigen. So liefern beispielsweise offene Fragen im Vergleich zu geschlossenen Fragen völlig andere Ergebnisse. Darüber hinaus gibt es noch viele verschiedene Fragetypen, vom Schieberegler bis hin zur Dropdown-Liste, die ebenfalls in Ihre Überlegungen einfließen sollten.
Die Anzahl der offenen Fragen sollten Sie dabei stark begrenzen. Aber ein gut platziertes Textfeld hier und da kann Ihnen viele Hintergrundinformationen über die gewonnenen quantitativen Daten liefern.
Sehen wir uns die Net Promoter ScoreⓇ-Frage (NPS) an. Diese fragt ab, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine Person etwas weiterempfehlen würde. Der NPS ist in allen Branchen eine der wichtigsten Kennzahlen zur Bestimmung der Kundentreue.
Die Befragten werden gebeten, die Weiterempfehlungswahrscheinlichkeit mit einem Wert von 0 (überhaupt nicht wahrscheinlich) bis 10 (äußerst wahrscheinlich) anzugeben. Das Ergebnis ist eine Zahl zwischen -100 und +100, die die Unternehmen mit Werten aus der Vergangenheit oder mit NPS-Benchmarks verschiedener Branchen vergleichen können.
Aber die Zahl alleine hat nur eine begrenzte Aussagekraft. Wichtig ist zu wissen, was hinter der Zahl steckt. Dafür sollten die Befragten am besten in einer offenen Frage die Gründe für ihre Bewertung angeben.
Die so gewonnenen qualitativen Daten zu analysieren, wird mehr Zeit in Anspruch nehmen. Aber auf der anderen Seite erhalten Sie wichtige Erkenntnisse zum „Warum“ der Ergebnisse.
So könnte es beispielsweise sein, dass Menschen, die eine negative Kundenerfahrung gemacht haben, dies mit einer niedrigeren Bewertung quittiert haben. Und diejenigen, die höhere Bewertungen abgegeben haben, sind mit der Produktqualität zufrieden. Anhand der qualitativen Antworten wissen Sie, wo Sie im Hinblick auf Verbesserungen ansetzen sollten.
In Umfragen können Sie viele verschiedene Arten von Multiple-Choice-Fragen einsetzen. Im Folgenden erhalten Sie eine schnelle Übersicht über die verschiedenen Multiple-Choice-Fragetypen und was Sie wo beachten sollten.
Eine Multiple-Choice-Frage kann ganz einfach sein und die Befragten bitten, eine Option aus den vorgegebenen Antworten auszuwählen. Dies könnte beispielsweise eine demografische Frage sein wie: „Welche der folgenden Optionen beschreibt Ihren aktuellen Beziehungsstatus am besten?“ In so einem Fall dürfen die Befragten in der Regel nur eine einzige Option aus der Liste wählen.
Sie können jedoch auch mehrere Antworten zulassen, indem Sie Kontrollkästchen aktivieren. Dann würden Sie die Befragten darauf hinweisen, dass sie auch mehrere Antworten auswählen dürfen. (Bitte wählen Sie alle zutreffenden Antworten aus.)
Andere Formate wie Dropdown-Fragen können sinnvoll sein, wenn Sie sehr viele Antwortoptionen haben und die Befragten nicht überfordern möchten. Eine Dropdown-Frage nach dem Alter beispielsweise ist gerade auf Mobilgeräten viel einfacher zu lesen als andere Formate.
Eine weitere Möglichkeit sind Ranking-Fragen. Hier bitten Sie die Teilnehmenden, die Antwortoptionen in der Reihenfolge ihrer Präferenz anzuordnen.
Beachten Sie dabei bitte, dass Ranking-Fragen keinen Hinweis darauf geben, wie sehr eine Person etwas mag oder nicht mag. Ein Beispiel: Manche mögen die Fernsehserien „Babylon Berlin“ und „Tatort“ und platzieren sie auf der ersten und zweiten Stelle von fünf Optionen.
Bei den anderen drei Optionen sind sie aber unsicher, inwieweit sie diese mögen oder nicht. Alles, was Sie wissen, ist, dass die Befragten „Babylon Berlin“ auf den ersten Platz gesetzt haben und „4 Blocks“ auf den letzten. Rufen Sie sich daher die Vor- und Nachteile von Ranking-Fragen ins Gedächtnis, bevor Sie sie in Ihre Umfrage einbauen.
Manchmal ist es wirklich sinnvoll, eine Frage mit ihren Antwortoptionen als Gitter aufzubauen, das sind die sogenannten Matrixfragen. Angenommen, Sie möchten ermitteln, wie zufrieden oder unzufrieden Ihre Kundinnen und Kunden mit fünf Aspekten Ihres Kundenservices sind.
Statt fünf einzelne Frage zu stellen, von denen jede nur einen Aspekt abdeckt, könnten Sie die verschiedenen Aussagen auch in einer einzigen Frage abhandeln.
Einiges spricht für Matrixfragen, anderes dagegen. Matrixfragen lösen eher schematische Antworten aus, d. h., die Teilnehmenden wählen für jede Frage oder Aussage die gleiche Antwort und nehmen sich keine Zeit für eine sorgfältige Auswahl. Im Folgenden haben wir einige Tipps für das Schreiben von Matrixfragen zusammengestellt:
Sind Ihre Umfragen erfolgreich? Oder leiden sie unter einem oder mehreren dieser 5 häufig vorkommenden Fehler? Lesen Sie mehr dazu in unseren umfassenden Leitfaden.
Nachdem Sie festgestellt haben, welche Fragetypen für Ihre Umfrage geeignet sind, sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie die Befragten beantworten sollen.
Was ist damit gemeint? Ein Beispiel: Sie haben verschiedene Multiple-Choice-Fragen. Wie sollen die Befragten ihre Zufriedenheit bewerten? Sie könnten um einen Wert von 1 bis 10 bitten oder Smileys oder Sterne als Gradmesser nutzen. Sie könnten auch darum bitten, aus einer Reihe von Textantworten auszuwählen, die von „Äußerst zufrieden“ bis „Äußerst unzufrieden“ reichen.
Nehmen wir an, dass Sie allen, die soeben auf Ihrer Website gekauft haben, eine Feedback-Umfrage zu Ihrer Website präsentieren. Sie möchten erfahren, wie leicht die Kund:innen das Gewünschte auf Ihrer Website finden konnten.
Dafür stehen Ihnen verschiedene Optionen zur Verfügung. Sollen die Befragten ihre Erfahrung bewerten, und zwar von 1 (überhaupt nicht einfach) bis zu 5 (äußerst einfach)? Oder Sie nehmen die Zahlen ganz heraus und bieten eine Liste mit ausformulierten Optionen:
Beim Vergleich zwischen nummerierten Listen und Wortlisten sollten Sie Folgendes berücksichtigen:
Ob Sie sich für Wörter, Zahlen oder Symbole entscheiden: Wichtig ist, dass Sie die geeignete Anzahl Antwortoptionen für Ihre Umfrage wählen. Und so geht's:
Manchmal werden Sie aus Gründen der Kürze und Eindeutigkeit nur zwei Antwortoptionen zulassen, wie „Ja/Nein“ oder „Stimme zu/Stimme nicht zu“. Bei zwei Antwortoptionen haben die Befragten gar keine andere Wahl, als eine eindeutige Aussage zu treffen.
Wenn Sie Ihre Beschäftigten beispielsweise bitten, verschiedene Aussagen entweder mit Ja oder mit Nein zu beantworten, lassen sich die gewonnenen Daten leicht analysieren.
Wenn Sie nur zwei Antworten zur Auswahl geben, können die Befragten keine neutrale Antwort wählen und auch keine Nuancierung vornehmen. Wie viele Abstufungen von „Ja“ oder „Ja, aber“ gehen Ihnen verloren, wenn nur zwei Antwortoptionen zur Auswahl stehen? Schauen Sie noch einmal auf Ihr Umfrageziel und entscheiden Sie dann, ob zwei Optionen Ihnen sinnvolle Ergebnisse liefern.
Um eine nuancierte Aussage zu ermöglichen, sollten Sie mehr als zwei Antwortoptionen bieten. Die Likert-Skala ist eine der am häufigsten eingesetzten Methoden, um Stimmungen, Verhaltensweisen oder Meinungen mithilfe einer Skala abzufragen.
Nicht alle Bewertungsskalen haben eine neutrale Antwortoption wie „Stimme weder zu noch nicht zu“. Wenn Sie eine neutrale Antwort zulassen möchten, sind Skalen mit 5 oder 7 Punkten bewährte Mittel.
Natürlich entscheiden Sie, wie sinnvoll verschiedene Grade für Sie sind. Bei der Bewertung der Aussage „Ich bin mit der Arbeitskultur in meinem Arbeitsbereich zufrieden“ könnten fünf Antwortoptionen völlig ausreichen. Wenn Sie aber eine differenziertere Aufschlüsselung der Mitarbeiterstimmung benötigen, sollten Sie mehr Antwortoptionen zur Wahl stellen.
Kapitel 4: Kurz und bündig bleiben
Wenn Sie viele Fragen haben, ist die Versuchung groß, so viele wie möglich in einer Umfrage unterzubringen. Zu viele Themen und zu viele Fragen könnten allerdings die Teilnehmenden veranlassen, die Umfrage abzubrechen oder übereilt zu beantworten, was zu ungenauen Ergebnissen führt.
Unsere aktuelle Studie zeigt, dass Umfragen im Durchschnitt kürzer werden: 53 % der Umfragen stellen maximal fünf Fragen pro Seite.
Natürlich ist der Kontext entscheidend. Wenn Sie die jährliche Selbsteinschätzung für Mitarbeitende durchführen, ist die Umfragelänge weniger entscheidend, da die Beantwortung Pflicht ist. Stattdessen sollten Sie Ihren Fokus darauf legen, klare und unvoreingenommene Fragen zu stellen.
Die Reihenfolge der Fragen ist entscheidend, um die Befragten sinnvoll vorzubereiten. Priming ist der Vorgang, in dem Personen so beeinflusst oder vorbereitet werden, dass sie die Fragen auf eine bestimmte Weise beantworten. Nachstehend finden Sie einige bewährte Methoden für die Fragereihenfolge bzw. die Positionierung der Fragen:
Kapitel 5: Anreize
Oftmals beantworten Menschen eine Umfrage, weil sie Lust dazu haben, und nicht, weil sie müssen. Ein Beispiel sind Befragungen unter Patienten und Patientinnen, die vor Kurzem in einer Reha-Klinik eine medizinische Behandlung erhalten haben, und deren Zufriedenheit ermittelt werden soll.
Die Patient:innen müssen ihre Erfahrung nicht mitteilen. Teilen Sie ihnen daher in der Einführung Ihrer Umfrage mit, dass auf Grundlage ihres Feedbacks Änderungen und Optimierungen vorgenommen werden, die ihnen wichtig sind. Dadurch könnten Sie sie überzeugen, Rückmeldung zu geben.
In anderen Fällen wie Mitarbeiterumfragen oder Schulungsquiz müssen die Befragten eine Beantwortung abgeben. Aber wenn Sie eine Marktforschungsumfrage durchführen oder eine bestimmte demografische Zielgruppe erreichen möchten, bitten Sie die Befragten um einen Gefallen. Und hier kommen Anreize ins Spiel.
Ein Umfrageanreiz ist etwas, das Sie den Teilnehmenden als Gegenleistung für die Beantwortung anbieten. Das könnte eine Gutscheinkarte sein oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel. Dabei sollten Sie Folgendes beachten:
Kapitel 6: Die Umfrage abschließen
Die Umfrage, die Sie senden, sollte ausgefeilt, professionell und präzise sein. Anderenfalls haben die Menschen kein Vertrauen in die Umfrage und werden sie eher nicht beantworten. Hier einige Tipps, wie Sie Ihre Umfrage vor dem Senden perfektionieren:
Je nachdem, welche Umfrage Sie durchführen, ist es sinnvoll, Ihr Branding und Logo einzufügen. Wenn Sie beispielsweise Ihre Kundinnen und Kunden nach ihrem aktuellen Kauf befragen, könnte eine visuell ansprechende Umfrage ihr Interesse wecken und sie zur Beantwortung motivieren.
Sie können Ihre Umfrage auch in Ihre Website oder E-Mail einbetten, damit sie professionell aussieht und die Zielgruppe sie ganz bequem beantworten kann. Im Folgenden finden Sie einige Tipps für die Optimierung des Erscheinungsbilds Ihrer Umfrage:
Nachdem Sie Ihrem Umfrageentwurf den letzten Schliff gegeben haben, ist es Zeit, die Umfrage zu prüfen und die Texte Korrektur zu lesen. Und so geht's:
Kapitel 7: Checkliste für den Schnelleinstieg in Umfragen
Sie haben keine Zeit für unsere zahlreichen Tipps zum Umfragedesign? Mit diesen 10 bewährten Methoden für Umfragen oder Online-Formulare erhalten Sie verlässliche Ergebnisse.
Beantworten Sie diese Fragen, bevor Sie mit Ihrer Erhebung beginnen: Warum führen Sie diese Umfrage durch? An wen senden Sie die Umfrage? Was werden Sie mit den Ergebnissen machen? Anhand Ihrer Antworten bleibt Ihre Umfrage fokussiert und umsetzbar.
Lange Fragen? Brechen Sie sie in kürzere Sätze auf. Wählen Sie einfache, präzise Wörter. Vermeiden Sie Fachjargon, technische Sprache und Abkürzungen für allgemeine Zielgruppen.
Fügen Sie spezielle Hinweise hinzu. Beispiel: Wenn die Befragten mehrere Antworten auswählen sollen, fügen Sie „Alle zutreffenden auswählen“ hinzu.
Wir empfehlen eine Umfrage auf einer Seite mit maximal 10 Fragen. Die Teilnehmenden werden es Ihnen danken (und wahrscheinlich eher nützliches Feedback geben).
Die meisten Ihrer Fragen sollten geschlossene Fragen sein, d. h., dass die Teilnehmenden aus einer Liste die für sie zutreffende Antwortoption (oder mehrere) auswählen. Setzen Sie in Ihrer Umfrage nicht mehr als ein oder zwei offene Fragen ein (Fragen mit Textfeld).
Schauen Sie sich die Formulierung Ihrer Fragen genau an. Beeinflussen Sie die Befragten, auf eine bestimmte Weise zu antworten? Setzen Sie etwas über die Teilnehmenden voraus, was möglicherweise nicht zutrifft? Falls Sie sich nicht sicher sind, fragen Sie andere, damit diese Ihre Umfrage aus einer neutralen Sicht unter die Lupe nehmen. Senden Sie erst dann Ihre Umfrage an die Zielgruppe.
Sie haben in SurveyMonkey auch die Möglichkeit, eine Randomisierung der Fragen, Seiten und Reihenfolge der Antworten vorzunehmen (falls für Ihre Umfrage zutreffend).
Vermeiden Sie Doppelfragen. Diese bitten in einer Frage um Feedback zu zwei Aspekten. Achten Sie auch darauf, dass sich Ihre Antwortoptionen nicht überschneiden. Dies würde die Datenqualität beeinträchtigen.
Manchmal müssen Sie demografische Informationen wie Alter oder Geschlechtsidentität erfassen. Oder Sie müssen Fragen zu sensiblen Themen stellen. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, verwenden Sie unsere vorformulierten Fragen, die von Umfragefachleuten erstellt wurden.
Für den Fall, dass Sie Gesundheitsdaten abfragen, aktivieren Sie die HIPAA-Konformität und teilen Sie den Befragten mit, dass ihre Daten geschützt sind.
Teilen Sie den Befragten Folgendes mit, wenn Sie Ihre Umfrage versenden:
Wenn Sie viele Umfragebeantwortungen benötigen, könnten Anreize helfen. Dies gilt vor allem für Marktforschungsstudien oder Kundenfeedback, wo die Zielgruppe eventuell nicht so motiviert ist, zu antworten. Beliebte Anreize sind Gutscheinkarten, die Teilnahme an einem Gewinnspiel oder Spenden für Hilfsorganisationen.
Ihre Umfrage ist fertig? Dann sehen Sie sich die Umfrage als Vorschau an, so als ob Sie befragt würden. Achten Sie auf Rechtschreibfehler und Kommasetzung, auf Logikfehler, inkonsistente Bewertungsskalen und im Grunde alles, was die Genauigkeit der gewonnenen Daten beeinträchtigen könnte.
Es passiert leider ganz leicht, dass wir Fehler und Voreingenommenheiten in unseren eigenen Umfragen übersehen. Geben Sie die Umfrage daher für andere frei, damit auch diese sie testen können.
Kapitel 8: Maßgeschneiderte Umfragedesigns
Kundenfeedback-Umfragen gehören zu den meistgenutzten Umfragen. Stellen Sie die richtigen Fragen? Hier sind die Top 5-Fragen, die Sie Ihren Kunden stellen sollten. Und erfahren Sie, wie Sie eine effektive Umfrage zum Kundenservice durchführen.
Nehmen Sie zunächst alle Interaktionen der (potenziellen) Kundinnen und Kunden mit Ihrer Marke in den Blick: Dazu gehören zum Beispiel Werbung, Käufe auf Ihrer Website, Kundenservice oder Bonusprogramme. Optimieren Sie dann gezielt Ihre Customer-Experience-Strategie, indem Sie an diesen einzelnen Touchpoints Kundenfeedback erfassen.
Jetzt ist es Zeit für die konkrete Umfrageerstellung. Nutzen Sie dafür am besten unsere Umfragevorlagen. Diese sind so konzipiert, dass sie Ihnen verlässliche Daten liefern. Mit unserer Vorlage Umfrage zum Kundenerlebnis erhalten Sie viele wichtige Informationen über Ihre Kunden und deren Stimmung.
Mit einer Net Promoter Score®-Umfrage tracken Sie die Kundentreue auf der gesamten Customer Journey. Und so geht's:
Möchten Sie Ihre Umfragen zur Kundenzufriedenheit optimieren? Dann nutzen Sie unseren umfassenden Leitfaden mit bewährten Umfragedesigns zur Kundenzufriedenheit. Hier finden Sie weitere Ressourcen:
Kapitel 9: Mitarbeiterumfragen entwerfen
Unternehmen und Organisationen sollten sich unabhängig von ihrer Größe dafür interessieren, wie es ihren Mitarbeitenden geht. Testen Sie dazu unsere verschiedenen Mitarbeiterumfragen, die alle Aspekte der Mitarbeitererfahrung messen, damit diese optimiert werden kann.
Messen Sie beispielsweise regelmäßig mit Umfragen die Mitarbeiterzufriedenheit. Damit Ihre Beschäftigten ehrliches Feedback geben, sollten Sie die Antworten anonym erfassen. Teilen Sie ihnen auch mit, dass die Daten nur in aggregierter Form ausgewertet werden und sie über ihre einzelnen Beantwortungen nicht identifiziert werden können.
Bereiten Sie Ihren Kandidatinnen und Kandidaten eine erstklassige Erfahrung im Bewerbungsprozess, damit Sie Spitzenkräfte für sich gewinnen und Ihre Arbeitgebermarke stärken. Senden Sie an alle, die in Ihrem Unternehmen interviewt wurden oder mit Ihren Recruitern in Kontakt waren, eine Umfrage zur Kandidatenerfahrung. Bitten Sie unter anderem um eine Bewertung zur Kommunikation und zur Fairness während des Interviewprozesses.
Wie motiviert und engagiert sind Ihre Mitarbeitenden? Die Antworten wirkt sich direkt auf die Zufriedenheit Ihrer Mitarbeitenden und deren Bindung an Ihr Unternehmen aus. Hier sind einige Tipps für den Einsatz von Umfragen zum Mitarbeiterengagement:
Mit Stimmungsumfragen gewinnen Organisationen in Echtzeit Erkenntnisse zur Stimmung ihrer Beschäftigten. Diese Kurzumfragen sind weniger formal als turnusmäßige Mitarbeiterumfragen wie die jährlichen Leistungsbewertungen. Und so funktioniert's:
Wenn Mitarbeitende Ihr Unternehmen verlassen, fragen Sie sie nach ihren Gründen. Senden Sie ihnen diese Umfragevorlage für Austrittsgespräche, um Näheres zu ihrer Kündigungsmotivation und möglichen Verbesserungen für das Unternehmen zu erfahren.
Befragen Sie nur die Beschäftigten, die Ihr Unternehmen aus eigenem Antrieb verlassen. (Für gekündigte Mitarbeitende verwenden Sie einen anderen Prozess.) Sichern Sie den Befragten Vertraulichkeit zu, damit diese ehrliche Antworten geben.
Kapitel 10: Ressourcen
Ob Sie eine Umfrage entwerfen oder einen Fragebogen: Wichtig ist, dass Sie sie auf Ihre Zielgruppe abstimmen. Wie Sie aus den oben vorgestellten bewährten Umfragedesigns sehen, gibt es keine Universallösung. Umfragen für Studierende werden ganz anders aussehen als Marktforschungsumfragen. Im Folgenden haben wir noch weitere bewährte Umfragedesigns und hilfreiche Ressourcen für die einzelnen Umfragetypen aufgelistet.
Wie leicht können Interessierte Ihre Produkte finden? Was für eine Erfahrung haben sie gemacht? Wo gab es Probleme? Was würden sie ändern? Erfüllt Ihr neues Produkt oder Ihr neuer Service die Erwartungen der Interessierten?
Dies sind nur einige wenige der Fragen, die eine Umfrage zur Nutzererfahrung (UX) beantwortet. Wenn Sie nach neuen Ideen suchen, bieten sich eher offene Fragen an. Sollten Sie ein Produkt testen, unterstützen Sie geschlossene Fragen und ihre Beantwortung bei Ihrer finalen Entscheidung.
Sind Sie für Spendenveranstaltungen verantwortlich oder leiten eine Non-Profit-Organisation? Dann können Sie mit unseren Umfragen für NPOs das Spendenaufkommen steigern. Hier sind einige bewährte Tipps:
Wir haben die Daten aus unserer Plattform analysiert. Sehen Sie sich die Trends für 2024 an.
Die Mitarbeiterproduktivität misst, welchen Beitrag Ihre Mitarbeitenden zu Ihrem Unternehmen leisten. Berechnen und Verbessern der Produktivitätsraten.
Informieren Sie sich über die 4 häufigsten Fehler, die die Qualität Ihrer Ergebnisse stark beeinträchtigen.
Erfahren Sie von Fachleuten, wie Sie die richtigen Fragen stellen – mit Beispielen.
NPS, Net Promoter und Net Promoter Score sind eingetragene Marken von Satmetrix Systems, Inc., Bain & Company und Fred Reichheld.
Gehen Sie auf Entdeckungsreise – mit unseren Toolkits können Sie Feedback in Ihrer Position oder Branche optimal nutzen.
Wählen Sie aus über 400 von Profis entwickelten, anpassbaren Vorlagen. Erstellen und versenden Sie blitzschnell ansprechende Umfragen mit SurveyMonkey.
Nutzen Sie unseren p-Wert-Rechner zur Ermittlung Ihres p-Werts. Erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie den p-Wert berechnen und interpretieren.
Die neue Multi-Umfragen-Analyse von SurveyMonkey ermöglicht Nutzenden, Umfrageergebnisse in einer einzigen Ansicht zusammenzubringen und zu analysieren.