Gestützte vs. ungestützte Markenbekanntheit: Was ist was?
Erfahren Sie, wie Sie mit diesen Kennzahlen zur Markenbekanntheit den Wert Ihrer Marke messen und die Kundenbindung stärken.
Markenbekanntheit ist ein entscheidender Faktor für das Wachstum eines Unternehmens. 37 % der Marketer sehen sie 2025 als zentrale Strategie.
Im Brand Marketing ist Markenbekanntheit ein zentrales Konzept. Diese Kennzahl zeigt, ob Menschen von Ihrer Marke gehört haben oder sie wiedererkennen, und dient als Maßstab für den Erfolg Ihrer Werbemaßnahmen.
Allerdings gibt es verschiedene Arten von Markenbekanntheit, die Sie berücksichtigen sollten: gestützte und ungestützte.
In diesem Artikel erfahren Sie, was gestützte und ungestützte Markenbekanntheit bedeuten und wie Sie die verschiedenen Formen gezielt zur Stärkung Ihrer Marke einsetzen.
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Gestützte Markenbekanntheit ist ein Maß für die Anzahl der Personen, die eine Marke oder ein Produkt erkennen, wenn sie darauf angesprochen werden (Markenwiedererkennung).
Gestützte Markenbekanntheit ist ein grundlegender Schritt in der Customer Journey und eine wichtige Kennzahl für Marketingfachleute. Während die ungestützte Markenbekanntheit einer Brand das langfristige Ziel ist, liefert die gestützte Markenbekanntheit wertvolle Einblicke und Vorteile, insbesondere für neue oder kleinere Marken.
Fragen zur gestützten Markenbekanntheit beinhalten den Markennamen, um zu ermitteln, ob die Befragten diesen wiedererkennen. Eine solche Frage könnte so aussehen:
Mit dieser Frage zur gestützten Markenbekanntheit messen Sie, ob die Befragten Ihre Marke auf einer Liste bekannter Wassermarken wiedererkennen. Tun sie das, dann wissen Sie, dass Ihre Kampagne Beachtung gefunden hat oder das Produkt an sich im Laden bemerkt wurde.
Ungestützte Markenbekanntheit ist ein Maß für die Anzahl der Personen, die eine Marke oder ein Produkt ohne weiteren Hinweis erkennen (Markenerinnerung).
Die ungestützte Markenbekanntheit ist eine zentrale Kennzahl, da sie die tatsächliche Bindung einer Marke zu den Verbraucher:innen widerspiegelt. Hier einige Gründe dafür, warum sie so wichtig ist:
Bei Fragen zur ungestützten Bekanntheit kommt es darauf an, dass sich die Befragten ohne weiteren Hinweis an eine Marke erinnern.
Bei diesen Fragen stellen Sie Ihren Befragten ein Textfeld zur Verfügung, in das sie ihre selbst formulierten Antworten eintragen. Wird Ihre Marke dabei genannt, wissen Sie, dass sie eine starke ungestützte Markenbekanntheit besitzt.
Sind gestützte und ungestützte Markenbekanntheit tatsächlich so unterschiedliche Konzepte, dass sie eigene Begriffe erfordern? Es ist verlockend, beide Konzepte miteinander zu vermischen oder eine der Varianten zu bevorzugen, doch tatsächlich unterscheiden sie sich voneinander.
Beide, sowohl gestützte als auch ungestützte Markenbekanntheit, sind grundlegende Kennzahlen, die jeweils eigene Insights im Hinblick auf Markenstärke und Wirksamkeit des Marketings liefern.
| Gestützte Markenbekanntheit | Ungestützte Markenbekanntheit | |
| Messung | Misst, ob Befragte eine Marke erkennen, wenn sie darauf hingewiesen werden | Misst, ob Befragte sich ohne Hinweis an eine Marke erinnern |
| Fragetyp | Geschlossene Frage: „Von welchen der folgenden Marken haben Sie schon einmal gehört?“ | Offene Frage: „Welche Marken fallen Ihnen ein, wenn Sie an [Produktkategorie] denken?“ |
| Verwendung | Sinnvoll für kleinere Marken, um die erste Sichtbarkeit und Reichweite von Marketingmaßnahmen zu erfassen | Hilft bei der Messung von Marktdominanz, Sättigung und Markentreue |
Beide Kennzahlen zur Markenbekanntheit messen die Gesamtgesundheit Ihrer Marke und sind daher wertvoll.
Gestützte Markenbekanntheit, bei der Menschen Ihre Marke auf einer Liste von Namen erkennen, zeigt, dass Ihre Marketingmaßnahmen effektiv sind.
Ungestützte Markenbekanntheit steht für einen besonders starken Markeneindruck und bedeutet, dass Ihre Marke bei den Verbraucher:innen präsent und tief verankert ist.
Gemeinsam sind diese Kennzahlen besonders effektiv und unterstützen Sie dabei, die Brand Health zu messen, Ihre Marketingkampagnen zu steuern, CX-Programme zu optimieren und die Markentreue aufzubauen und/oder weiter zu stärken.
Die ungestützte Markenbekanntheit sollte gemessen werden, wenn Sie wissen möchten, wie stark Ihre Marke im Bewusstsein der Konsument:innen verankert ist. Die Ermittlung der gestützten Markenbekanntheit hingegen ist sinnvoll, um zu sehen, ob Ihre Marke erkannt wird, wenn sie zusammen mit anderen Namen auf einer Liste steht.
Die Steigerung der ungestützten Markenbekanntheit wird als Markenerinnerung bezeichnet und bedeutet, dass Ihre Marke die erste ist, an die Verbraucher:innen bei einer bestimmten Produktkategorie denken. Das ist der Goldstandard des Markenerfolgs und erfordert eine deutlich tiefergehende Marketingstrategie, als einfach nur die Erhöhung der Wiedererkennung.
So erhöhen Sie die ungestützte Markenbekanntheit:
Ungestützte Markenbekanntheit entsteht durch starke, dauerhafte Assoziationen. Dafür benötigen Sie eine Markenidentität, die nicht nur konsistent, sondern auch emotional ansprechend ist.
Ein positives, einprägsames Kundenerlebnis ist ein starker Treiber für die ungestützte Erinnerung an eine Marke. Wenn Ihre Brand ein Problem effektiv löst oder Begeisterung auslöst, hinterlässt das einen bleibenden Eindruck und veranlasst die Verbraucher:innen, Ihr Unternehmen weiterzuempfehlen.
Wodurch soll Ihre Marke im Gedächtnis bleiben? Für viele ist es wichtig, in der eigenen Branche als Autorität wahrgenommen zu werden, also die erste Anlaufstelle zu sein, an die Menschen sich bei Informations- oder Lösungsbedarf wenden. Um Ihre Position langfristig zu festigen, bieten sich folgende Strategien an.
Markenwiedererkennung ist ein entscheidender erster Schritt beim Aufbau einer starken Marke. Es geht darum, die Präsenz Ihrer Marke konsistent und einprägsam so zu gestalten, dass Konsument:innen sie bei einer gezielten Nachfrage leicht identifizieren können.
Hier sind zentrale Strategien, mit denen Sie die gestützte Markenbekanntheit steigern:
Ihre Markenidentität ist eines Ihrer wichtigsten Marketinginstrumente. Sie beginnt bei Ihrem Logo und Design und umfasst weitere Elemente wie Ton und Stimme Ihrer Kommunikation, über die Sie eine Verbindung zu Ihren Kund:innen aufbauen. Eine konsistente Markenidentität sorgt dafür, dass Ihre Brand selbst im Umfeld von Wettbewerbern wiedererkannt wird. Prüfen Sie dafür die folgenden Säulen, auf denen Ihre Marke ruht:
Eine konsistente Markenidentität ist jedoch nur die halbe Miete, denn Ihr Branding muss darüber hinaus einzigartig und einprägsam sein.
Über Umfragen können Sie beispielsweise effektiv ermitteln, ob Ihre Marke diese Anforderungen erfüllt, indem Sie verschiedene Elemente Ihrer Markenidentität testen. Mit einer Umfragevorlage für das Testen von Logos können Sie unter anderem ermitteln, welche Merkmale und Designs die Einprägsamkeit und Wirkung Ihrer Marke erhöhen. Dieser Prozess stärkt letztlich die Bekanntheit und Marktposition Ihrer Marke.
Um die gestützte Bekanntheit Ihrer Marke zu verbessern, sollten Sie Ihre Zielgruppe dort ansprechen, wo sie sich bewegt. Zur Steigerung der Markenbekanntheit ist es daher sinnvoll, die Marketingkampagnen auf die sozialen Plattformen, digitalen Kanäle und klassischen Medien auszurichten, die Ihre Zielgruppe nutzt. Zu den klassischen Marketingkanälen zählen zum Beispiel:
Sie können sogar noch einen Schritt weitergehen und Erhebungen für das Testen von Botschaften und Claims einsetzen. Über diese Tests identifizieren Sie die Slogans, Wertversprechen und Produktbotschaften, die am meisten überzeugen. Auf dieser Grundlage entwickeln Sie dann Kampagnen, die effektiver sind, mehr Conversions erzielen und das Vertrauen in Ihre Marke stärken.
Neben der gezielten Optimierung Ihrer Marketing- und Werbekampagnen können Sie auf Netzwerke oder die Reichweite bekannter Akteure Ihrer Branche setzen, um die Bekanntheit Ihrer Marke zu erhöhen. Kooperationen mit anderen vergrößern Ihre Reichweite erheblich und stärken die Glaubwürdigkeit Ihrer Brand.
Das Tracking sowohl der gestützten als auch der ungestützten Markenbekanntheit ist unerlässlich, um die Brand Health umfassend zu beurteilen, denn beide Methoden werfen das Licht auf wertvolle, jedoch unterschiedliche Aspekte der Verbraucherbeziehung.
Werden beide Kennzahlen gemeinsam ausgewertet, entsteht ein ganzheitliches Bild des Wiedererkennungswerts Ihrer Marke. So erfahren Sie nicht nur, wer Ihre Marke erkennt, sondern auch, für wen sie die erste Wahl darstellt.
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