Warum Umfragen kurz und knackig sein sollten

Wie lang sollten Umfragen sein? Das ist schwer zu beantworten, da man eine Menge beachten muss: vom Thema der Umfrage über die Befragten bis zu den Fragetypen, die genutzt werden.

Die Frage, wie lang die typische SurveyMonkey-Umfrage ist, lässt sich einfacher beantworten: ziemlich kurz. Wir haben die Daten der in den vergangenen zwei Jahren mithilfe von „SurveyMonkey Audience“ geführten Umfragen ausgewertet, insgesamt 26.000.

kurze_umfragen_prozentuale_verteilung

Die Anzahl der Fragen lag im Mittelwert bei 12, d.h. 50 Prozent der Umfragen hatten 12 oder weniger Fragen. Drei Viertel aller Umfragen hatten 21 oder weniger Fragen und 95 Prozent 40 Fragen oder weniger. Und die Moral der Geschichte: Man muss nicht tausend Fragen stellen, um nützliche und wertvolle Daten zu erhalten. Ein Dutzend kann ausreichend sein. Folgendes sollte man bei der Gestaltung von Umfragen immer im Kopf behalten:

Die Auswahl der Fragetypen

Manche Fragetypen sind leichter zu beantworten als andere. Von der Wahl der Fragetypen kann abhängen, ob sich eine Umfrage lang oder kurz „anfühlt“. Multiple-Choice-Fragen sind nicht besonders beschwerlich. Dagegen erfordern offene Fragen und Matrix-Fragen viel anstrengendes Nachdenken von den Teilnehmern. Denn eine Antwort selbst zu formulieren und zu schreiben, ist wesentlich schwieriger und aufwendiger als aus einer Anzahl vorgefertigter Antworten auszuwählen. Bei Matrix-Fragen kann besonders das Hin- und Her-Scrollen, von oben nach unten und von links nach rechts, für die Befragten sehr frustrierend sein.

Umfragelänge und Daten-Qualität

Je länger eine Umfrage ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Teilnehmer ermüden oder bei der Beantwortung nachlässig werden. Im schlimmsten Fall steigen sie sogar ganz aus und beenden die Umfrage nicht.

Lange Umfragen haben eine geringere Abschlussrate, wodurch die erhobenen Daten verzerrt werden. Wir haben herausgefunden (siehe Grafik unten), dass Umfragen mit 10 Fragen eine Abschlussrate von 89 Prozent haben, solche mit 40 Fragen dagegen nur in von 79 Prozent der Fälle beendet werden.

abschlussrate_kurze_umfragenKürzere Umfragen werden also häufiger abgeschlossen und liefern somit insgesamt eine bessere Datenqualität.

Die Relevanz einer Umfrage erhöht die Aufmerksamkeit

Wenn die Befragten ein tieferes Interesse an dem Thema einer Umfrage haben, kann sie auch länger sein. Wenn zum Beispiel erstgebärende Mütter über die Herausforderungen der Mutterschaft befragt werden, dann ist eine lange Umfrage kein Problem. Denn diese Frauen werden über dieses Thema viel zu sagen haben und sind bestimmt daran interessiert, so viele Fragen wie möglich zu beantworten.

Wenn man aber dieselbe Umfrage an eine zufällig ausgewählte Teilnehmergruppe schickt, wird es sicher sehr viele Abbrüche geben.

Eine gute Strategie ist es, die Umfragen kurz zu halten, wenn sie ein allgemeines Publikum ansprechen soll. Speziellen, interessierten Zielgruppen können mehr Fragen gestellt werden.

Hier gibt es noch mehr Tipps für die Gestaltung von Umfragen: Verbesserung der Abschlussrate, Multiple-Choice-Fragen, Typen von offenen Fragen und Matrix-Fragen.

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