Warum kürzere Umfragen zu besseren Ergebnissen führen

howManyPeople2Survey_800pxAls Umfrageexperten werden wir immer wieder gefragt, wie lang eine Umfrage denn sein soll. Instinktiv denken viele bestimmt, je kürzer desto besser – und das stimmt auch: Je weniger Fragen gestellt werden, desto wahrscheinlicher ist es, dass der Teilnehmer die Umfrage auch vollständig beantwortet.

Beschäftigen wir uns mit Daten und harten Fakten, um zu sehen, ob es eine direkte Verbindung zwischen Umfragelänge und Fertigstellungsquote gibt. Unsere Experten haben sich 26,000 Umfragen, von Konsumentenbefragungen, über politische bis zu akademischen Themen mit unserem Audience Panel angesehen.

Themenübergreifend gibt es eine klare Tendenz: Mehr Fragen bedeuten weniger Antworten. Wie Du in der Grafik weiter unten siehst, hat eine Umfrage mit 10 Fragen eine 89 Prozent Fertigstellungsquote, während eine mit 40 Fragen eine 10 Prozent geringere Durchschnittsquote aufweist. Allgemein benutzen wir die Fertigstellungsquote einer Umfrage, um ihre Qualität zu bestimmen. Wenn beispielsweise viele der Befragten die Umfrage aufgeben, können auch die Fragen verwirrend sein, oder etwas anderes hat im Umfragedesign nicht funktioniert.

Und selbst bei denjenigen, die eine umfangreiche Befragung abschließen, besteht die Gefahr, dass sie ihr eventuell nicht die angemessene Aufmerksamkeit geschenkt haben. Deswegen besitzen langwierige Umfragen schlechtere Auswertungen in allen Qualitätsmaßstäben, verglichen zu kurzen. Bei der nächsten Umfrageerstellung sollte man Folgendes gleich mitbeachten:

Längere Umfragen = Schlechtere Qualität der Ergebnisse  

Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand Deine Umfrage abschließt, ist direkt und linear abhängig von der Anzahl der Fragen.

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Hohe Abbruchquoten verschlechtern Datenqualität

Es sollte also klar sein, dass die Wahrscheinlichkeit, eine Umfrage vollständig zu beenden und die Anzahl der Fragen direkt miteinander im Zusammenhang stehen. Niedrige Fertigstellungsquoten deuten auf schlechtere Datenqualität hin. Denn wenn viele Teilnehmer die Umfrage abgebrochen haben, wird der Kreis der Befragten immer weniger repräsentativ.

Wenn Deine Umfragen also zu lang sind, könntest Du bestimmte Gruppen davon abhalten, an deiner Umfrage erfolgreich teilzunehmen. In der Fachsprache nennt man das Schweigeverzerrung.

Umfrageoptimierung für Mobilgeräte

35 Prozent der SurveyMonkey-Umfragen in Amerika werden von einem Mobilgerät aus beantwortet – und die Zahl steigt. In einigen Ländern außerhalb des amerikanischen Markte beträgt die Zahl sogar bis zu 50 Prozent.

Angesichts der kleinen Bildschirme auf Mobilgeräten und Einschränkungen bei der Verbindungsqualität, ist es auch hier besser Umfragen kurz zu halten – vor allem dann, wenn Deine Zielgruppe sehr wahrscheinlich häufig mit Mobilgeräten arbeitet.

Eine kurze Umfrage lädt einfach schneller, wenn der Befragte eine unzuverlässige Internetverbindung hat. Außerdem machen lange Umfragen es notwendig, viel zu scrollen und die Seiten zu wechseln. Auch das kann die Teilnehmer eher zum Abbruch bewegen.

Hier sind noch einige Tipps für Deine nächste Umfrage:

  • Halte sie kurz: 30 Fragen oder weniger sind am besten, gerade für mobile Endgeräte.
  • Bei Bedarf kannst Du anstatt einer langen, mehrere kurze Umfragen erstellen.
  • Teste Deine Umfrage auf verschiedenen Geräten, um besser nachvollziehen zu können, wie die Befragten sie sehen können.

Hast Du noch Anmerkungen oder Fragen zu diesem Thema? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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