Wie wichtig ist US-Amerikanern Datensicherheit?

Nachdem von vielen prominenten Frauen die iCloud-Accounts gehackt und gegen ihren Willen private Nacktbilder veröffentlicht wurden, kam das Thema, wie man seine privaten Daten gegen solche Angriffe schützen kann, wieder verstärkt auf.

Deshalb haben unsere US-amerikanischen Kollegen bei 500 Teilnehmern nachgefragt, wie US-Amerikaner mit ihren Daten umgehen und wie sie es mit der Datensicherheit an ihrem Arbeitsplatz und in ihrem Privatleben halten.

Was dabei herausgekommen ist?

Am Arbeitsplatz

Mehr als die Hälfte der Teilnehmer verwendet Cloud-Angebote als Speicherort für Arbeitsdokumente. Die jüngere Generation (18 bis 29) nutzt solche Angebote mit Abstand am häufigsten.

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Außerdem ist herausgekommen, dass der Großteil der Nutzer denkt, dass Google Drive und Dropbox die sichersten Cloud-Anbieter seien. Die iCloud fällt im Vergleich um einige Prozentpunkte zurück.

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Der Clou an diesen Zahlen: Auch wenn die meisten glauben, dass über diese Anbieter Datensicherheit am Arbeitsplatz gewährleistet ist, möchte kaum einer für die Gewährleistung dieser Datensicherheit in Verantwortung gezogen werden.

– Die meisten Arbeitnehmer finden, dass der Arbeitgeber und der Cloud-Anbieter für die Sicherheit von Arbeitsdokumenten verantwortlich sind

– nur einem kleinen Prozentsatz der Arbeitnehmer wurde ein Leitfaden ausgehändigt, über den geregelt wird, wo sie ihre Arbeitsdokumente speichern sollen

– der Großteil der Arbeitnehmer findet, dass der Arbeitgeber solche Richtlinien aushändigen soll. Am meisten wünschen sich das die älteren Arbeitnehmer (45-60+), den jüngsten ist dies am wenigsten wichtig.

– 70 Prozent der Arbeitnehmer benutzen keine Two-Step verification für ihre Cloud-Angebote

Während sich also alle einig sind, dass das Thema Datensicherheit am Arbeitsplatz wichtig ist und jeder Arbeitnehmer sich damit beschäftigen kann, möchte sich kaum jemand wirklich dafür einsetzen, solange es keinen Befehl „von oben“ gibt. Interessanterweise ändert sich diese Einstellung aber auch nicht gravierend, wenn es sich um den Datenschutz privater Daten handelt.

Private Daten

Mittlerweile benutzen die meisten von uns statt Fotoapparaten mobile Endgeräte zum Fotografieren und speichern ihre Bilder auch mobil – und zwar 88 Prozent der Befragten.

Besonders angesichts der sich anhäufenden Datenmissbrauchsfälle ist es verwunderlich, wie viele der Teilnehmer sich nicht um die Sicherheit der Daten auf ihren mobilen Endgeräten sorgen. Und das komplett unabhängig vom Alter der Teilnehmer.

– 82 % der Befragten geben an, dass sie von den geleakten iCloud-Promi-Fotos gehört haben

– 90 % geben an, dass dieser Leak keinerlei Einfluss darauf haben wird, wie sie ihre Fotos künftig speichern

– die meisten derjenigen, die als Reaktion auf den Leak ihr Verhalten ändern, haben umgehend ihre Fotos aus der iCloud entfernt

Die Frage, ob die Teilnehmer einen Passwortschutz auf ihren Smartphones einrichten würden, wenn dadurch die Sicherheit ihrer privaten Daten mehr gewährleistet würde, bejahte ungefähr die Hälfte.

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Was meinst Du? Wären in Deutschland ähnliche Ergebnisse herausgekommen wie in den USA? Und wie gehst Du mit Deinen Daten um? Hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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