Befragungsmethoden und Erhebungsmethoden

Mit diesen Methoden bekommen Sie garantiert valide Ergebnisse!

Was ist eine Erhebungsmethode

Unter dem Begriff Erhebungsmethode versteht man ein Verfahren der Marktforschung mit dem sich Daten und Informationen sammeln lassen. Dabei unterscheidet man zwischen Primär- und Sekundärerhebungen. Die Primärforschung beschäftigt sich mit Daten, die durch Befragungen oder  Beobachtung neu erhoben werden. Die Sekundärforschung dagegen basiert auf Daten, die bereits bekannt sind und interpretiert diese neu. Die verschiedenen Befragungsmethoden in der Marktforschung stellen wir Ihnen hier genauer vor. 

Erhebungsmethode Befragung (Interview)

Die Befragung ist die wichtigste und geläufigste Methode der Marktforschung. Auch Ihnen ist sicher schon eine Befragung in Form einer Umfrage begegnet. Sie haben vielleicht Ihren Arzt bewertet oder eine Dienstleistung, die Sie in Anspruch genommen haben. Eine Umfrage lässt sich schnell realisieren. Sie können auf bereits vorgefertigte Fragebögen im Internet zurückgreifen oder diese für Ihre Zwecke leicht anpassen. So können Sie für jedes neue Produkt ein schnelles Kundenfeedback einholen, das Ihnen eine Tendenz aufzeigt, wie das Produkt „draußen“ ankommt. Die Antworten eines Fragebogens sind meistens unkompliziert in der Auswertung. Rechnen Sie allerdings auch damit, dass viele Befragte an der Umfrage nur unvollständig oder in hohem Tempo teilnehmen. Berücksichtigen Sie diesen Umstand schon während der Planungsphase Ihrer Umfrage. Nachteilig kann sich bei einer Umfrage ebenfalls auswirken, dass Befragte ihr eigenes Verhalten oft nicht richtig einschätzen oder nur zögerlich Auskunft geben.

Persönliche Befragung

Die persönliche Befragung, oder auch Face-to-Face-Befragung genannt, findet häufig dort statt, wo sich ein Mensch aufhält. Wenn Sie also z.B. einen Freizeitpark besuchen, kann es sein, dass Sie zu den Vor-und Nachteilen des Parks direkt befragt werden. Diese Form der Erhebung kommt heutzutage eher seltener zum Einsatz, jedoch ist sie für manche Zwecke unumgänglich.

Telefonische Befragung

Telefonische Befragung

Bei einer telefonischen Befragung werden die Teilnehmer telefonisch kontaktiert und zu einem bestimmten Thema befragt. Hier spielen datenschutzrechtliche Vorgaben eine Rolle: Der Anrufer braucht eine Zustimmung des Kunden zu seiner telefonischen Umfrage. 

Papier-und Stift-Befragung

Bei den sogenannte Papier-und Bleistift-Befragungen werden Fragebögen von den Teilnehmenden handschriftlich ausgefüllt. Für diese Methode ist ein gewisser Aufwand erforderlich, da die Fragebögen ausgedruckt werden müssen. Eingetragene Daten müssen dann wiederum per Hand in den Computer übertragen werden.

Online-Befragungen

Bei einer Online-Befragung werden die Teilnehmer über das Internet (oder Intranet in Unternehmen) zu verschiedensten Themen befragt. Sie erhalten einen Link, der zu einem Online-Fragebogen führt. 

Im Folgenden haben wir die Vor-und Nachteile von Befragungen in einer Tabelle zusammengefasst: 

Vorteile der BefragungNachteile der Befragung
Schnell und einfach durchführbarTeilnahme oft gering
Einfache AuswertungBefragte schätzen sich falsch ein
Kaum rechtliche Klärung nötigAnonymität häufig nicht glaubhaft
Rückfragen sind möglich (persönliche Befragung)Datenschutz-Freigaben erforderlich (telefonische Befragung)
Daten können schnell mit anderen geteilt werden (Online-Befragung)Daten müssen erst in den Computer übertragen werden (Papier-und-Bleistift-Befragung)

Erhebungsmethode Beobachtung

Die Erhebungsmethode Beobachtung untersucht das Verhalten von Teilnehmenden und kann als Alternative zur Befragung eingesetzt werden oder auch als sinnvolle Ergänzung. Die Körpersprache eines Menschen kann wichtige Informationen liefern!  Beobachtet werden einzelne Personen, Gruppen, soziale Räume und auch Ereignisse. Die Beobachtungsmethode unterscheidet zwischen der sogenannten teilnehmenden Beobachtung und der nicht-teilnehmenden Beobachtung. Bei einer teilnehmenden Beobachtung nimmt die beobachtende Person an den Interaktionen des Geschehens mehr oder weniger aktiv teil. Bei einer nicht-teilnehmenden Beobachtung befindet sich die beobachtende Person außerhalb des Geschehens.

Ein Beispiel für die Erhebungsmethode Beobachtung: In Supermärkten wird der Weg eines Kunden durch den Markt mitverfolgt. Wohin geht er direkt nach Betreten des Ladens? Erst in die Gemüseabteilung oder zu den Getränken? Der Einzelhandel kann so Aktionsprodukte oder spezielle Aktionen an den häufigsten Laufwegen der Kundschaft platzieren. Das Gleiche gilt für den Einkauf in einem Online-Shop: Woher kommt der Kunde? Was hat er in seinen Warenkorb gelegt oder wonach hat er gesucht? Hat er nach kurzer Zeit den Shop schon wieder verlassen und nicht gefunden, was er gesucht hat?

Die beobachtende Methode hat den unschätzbaren Vorteil, dass sie tatsächliches Verhalten erfasst und keine bloße Beschreibung des Verhaltens, wie zum Beispiel in einem schriftlichen Fragebogen. Nachteilig kann sich auswirken, dass es bei der Verhaltensbeobachtung juristische Einschränkungen gibt. Das Aufzeichnen oder Filmen von Menschen in bestimmten Situationen ist nicht überall uneingeschränkt erlaubt. Sichern Sie sich also rechtlich ab, bevor Sie planen, Menschen oder öffentliche Räume zu filmen. 

Vorteile der BeobachtungNachteile der Beobachtung
Erfasst tatsächliches VerhaltenJuristische Einschränkungen
Hohe ObjektivitätAuswertung von Verhalten oft zeitintensiv
Repräsentative StichprobenGründe für ein bestimmtes Verhalten erschließen sich kaum

Wie und wonach wird gefragt?

Bei einer Befragung unterscheidet man zwischen qualitativer und quantitativer Forschung:

  • Qualitative Befragungsmethoden

Qualitative Forschung erfragt die subjektive Meinung einer Person. Sie verwertet sprachlich oder textlich erworbene Informationen aus Gesprächen, Fragebögen, Gruppendiskussionen und anderen Interviewformen. Der Fokus bei der qualitativen Forschung liegt auf dem Interesse an einer subjektiven Meinung einer Person.

Qualitative Erhebungsmethoden eignen sich besonders um ein Ereignis in einen bestimmten Kontext einordnen zu können. Sie helfen auch dabei, Kunden und Menschen besser einschätzen zu lernen und etwas über ihre Erwartungen an ein Produkt herauszufinden.

  • Quantitative Befragungsmethoden

Die quantitative Forschung  sammelt so viele Daten und Fakten wie möglich. Sie verwendet meistens geschlossene Fragen und sogenannte Multiple Choice Fragen. Es werden möglichst viele Fakten erhoben, die nach der Auswertung häufig in Prozentpunkten angegeben werden. Qualitative und quantitative Befragungsmethoden sind auch Grundlage für die Erstellung eines wissenschaftlichen Fragebogens.

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In diesem Text haben wir Ihnen mehrere Befragungsmethoden vorgestellt. Jetzt können Sie die Methode auswählen, die für Ihre Forschungszwecke besser geeignet ist. Natürlich können Sie die Methoden auch miteinander kombinieren, um noch spezifischere Daten zu erhalten. Eine generelle Lektüre zum Thema Marktforschung haben wir hier für Sie zusammengestellt. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

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