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Stichprobenverfahren

So steigern Sie die Zuverlässigkeit Ihrer Umfragen!

Nehmen wir an, eine Bürgerinitiative möchte in Erfahrung bringen, wie viele Menschen in Kiel täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren. Alle Bürger/-innen von Kiel zu befragen würde sehr lange dauern. Außerdem bräuchte man viel Personal, das sich um Fragebögen und Auswertungen kümmert. Bei der Erhebung von Daten beschränkt sich die Bürgerinitiative daher auf eine geringere Anzahl von Kieler Bürger/-innen. Sie arbeitet also mit einer Stichprobe aus der Gesamtheit der Einwohner/-innen. Doch wie werden diese Stichproben ermittelt und was muss dabei beachtet werden?

Bei der einfachen Zufallsstichprobe werden aus einer großen Gruppe (Grundgesamtheit) zufällig bestimmte Personen ausgewählt. In einem Unternehmen kann z.B. aus der Gesamtheit aller Kunden, die Im System verzeichnet sind, ein Teil zufällig ausgewählt und befragt werden. Die ausgewählten Kunden bekommen dann eine Online-Umfrage geschickt oder werden telefonisch befragt. In Excel-Listen können Sie übrigens ganz einfach eine Zufallsstichprobe erstellen!

Bei einer geschichteten Stichprobe ermittelt man die Teilnehmer einer Befragung oder Studie in zwei Schritten. Im ersten Schritt wird die Gesamtheit in verschiedene Teilbereiche aufgeteilt. Im zweiten Schritt werden aus allen Teilbereichen Stichproben gezogen.

Ein Beispiel: Der/die Bürgermeister/-in einer deutschen Großstadt will herausfinden, ob es nach Meinung der Bürger/-innen genügend Parks und Grünflächen in der Stadt gibt. Er teilt also seine Stadt in die verschiedenen Stadtviertel oder Bezirke auf. Aus diesen Bezirken wiederum werden die Bewohner für eine Befragung ausgewählt.

Die sogenannte Klumpenstichprobe kann eingesetzt werden, wenn Daten nicht über Einzelpersonen erhoben werden sollen, sondern über ganze Gruppen von Menschen, wie ganze Haushalte, Familien oder Schulklassen. Es werden also nicht einzelne Personen für eine Stichprobe ausgewählt, sondern Gruppen, die aus mehreren Personen bestehen. Man möchte z.B. herausfinden, wie zufrieden Pendler sind, die täglich mit dem Bus zur Arbeit fahren. Wir kennen natürlich nicht die Namen der Fahrgäste, die das jeden Tag tun. Die Klumpenstichprobe kann hier anstelle der Einzelperson eine ganze Gruppe (Klumpen) untersuchen, also den Bus oder die Busse. Alle Fahrgäste werden z.B. beim Einsteigen zu einem bestimmten Thema befragt.

Stichprobe: Quotenverfahren

Im Gegensatz zur zufälligen Auswahl wird im Quotenverfahren eine bewusste Auswahl von Stichproben getroffen. Die Auswahl nach Quote ist in der Marktforschung sehr häufig anzutreffen, da Quoten innerhalb einer Stichprobe zu valideren Daten führen. Berücksichtigung beim Quotenverfahren finden zum Beispiel demografische Daten wie Beruf, Alter, Geschlecht und Herkunft der Befragten. Wenn beispielsweise 60 Prozent der Kunden eines Unternehmens über 50 Jahre alt sind, sollte auch die Quotenstichprobe zu 60 Prozent aus dieser Altersgruppe bestehen.

Wichtig: Bei sämtlichen Quotenverfahren ist keine Repräsentativität gegeben. Nur bei einer Zufälligkeit der Auswahl hat nämlich jede Person die gleiche Chance, Teil der Befragung zu sein. Wenn nur bestimmte Personen nach bestimmten Quoten zur Befragung zugelassen sind, schließt das naturgemäß andere aus.

Eine Quotenstichprobe ist gegenüber einer Zufallsstichprobe präziser in ihren Aussagen. Sie bezieht auch solche Gruppen mit ein, die bei einer Zufallsstichprobe nicht ausreichend oder zu viel vertreten sein könnten. Eine Quotenstichprobe können Sie z.B. leicht mit einer nicht-probabilistischen Stichprobe bei SurveyMonkey realisieren: Setzen Sie sich ein oder mehrere Attribute für eine bestimmte Anzahl von Personen, die sie befragen wollen. Stoppen Sie die Online-Umfrage, wenn dieses Ziel erreicht ist.

Bei der systematischen Stichprobe werden Personen, die befragt werden sollen, nicht mehr rein zufällig ermittelt. Die Auswahl erfolgt nach einem bestimmten System oder Schlüssel. Beispiel:  Hamburger Bürger sollen zum Thema „Elbphilharmonie“ befragt werden, In einer Liste mit allen Bürger/-innen wählt man dann beispielsweise jeden 50. Listeneintrag aus.

Wählen Sie jetzt die Art von Stichprobe, die Sie benötigen. Soll es besonders schnell gehen und kostengünstig sein? Muss es repräsentativ sein? Wir von SurveyMonkey helfen Ihnen dabei, Ihre Stichprobengrößen online mittels eines Stichprobenrechners zu ermitteln! Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!