Multiple-Choice-Fragen: Alles, was Sie wissen müssen

Finden Sie heraus, wann und wie Sie den beliebtesten Fragetyp verwenden.

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Multiple-Choice-Fragen sind für das Verfassen von Umfragen von großer Wichtigkeit.

Sie sind vielseitig, intuitiv und bescheren Ihnen saubere Daten, die recht einfach zu analysieren sind.

Da sie eine festgelegte Liste mit Antwortoptionen enthalten, bekommen Sie strukturierte Umfragebeantwortungen, und für Ihre Befragten ist das Beantworten Ihrer Umfrage auch einfacher.

Allerdings sind die Daten, die Sie erhalten, auf jene Antwortoptionen beschränkt, die Sie vorgeben.

Wenn also Ihre Antwortoptionen unvollständig sind, besteht die Gefahr des Auftretens von Verzerrungen in Ihren Ergebnissen.

Multiple-Choice-Fragen sind zwar der wohl zugänglichste Fragetyp, doch das Verständnis für verschiedene Arten solcher Fragen wie auch ihrer Einsatzmöglichkeiten ist etwas anspruchsvoller.

Fragetypen: Einzelne Antwort oder mehrere Antworten

Einer der grundlegenden Unterschiede zwischen den unterschiedlichen Typen von Multiple-Choice-Fragen besteht in der Frage, ob Ihre Befragten nur eine oder aber mehrere Antwortoptionen auswählen können.

Fragen mit nur einer möglichen Antwort sind der meistverwendete Fragetyp. Hierbei werden Befragte gebeten, aus der vorgegebenen Liste genau eine Antwort auszuwählen.

Dieses Format brilliert vor allem bei Fragen mit nur zwei Antwortmöglichkeiten, solchen mit Bewertungen oder Nominalskalen. Ein Befragter kann einer Aussage entweder zustimmen oder sie ablehnen, nicht aber beides. Er kann genau einen Wert auf einer Skala zwischen 1 und 10 auswählen (z. B. bei einer Net Promoter Score®-Frage), nicht aber mehrere. Beispiel: Der Befragte kann 7 auswählen, nicht aber 7 und 9.

Multiple-Choice-Fragen mit nur einer Antwort sind auch dann günstig, wenn Sie Befragte darum bitten, ihre bevorzugte (oder auch am wenigsten bevorzugte) Option aus einer vorgegebenen Liste oder aber diejenige Option auszuwählen, die ihrer Meinung am nächsten kommt.

Multiple-Choice-Fragen mit mehreren Antworten verfolgen einen etwas anderen Zweck.

Während etwa eine Frage mit genau einer Antwort „Welches ist Ihr liebster Pizzabelag?“ lauten könnte, könnte eine Multiple-Choice-Frage mit mehreren Antworten lauten: „Welche der folgenden Pizzabeläge mögen Sie?“ Hier können die Befragten alle Antwortmöglichkeiten auswählen, die auf sie zutreffen – sie sind nicht gezwungen, sich für eine Option zu entscheiden.

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Welche Form dieser Frage relevanter ist, entscheiden Sie als Autor der Umfrage.

Varianten der normalen Multiple-Choice-Frage

Wenn Sie entschieden haben, ob Ihre Multiple-Choice-Frage nur eine einzige oder aber mehrere Antworten haben kann, können Sie darüber nachdenken, ob und welche Variante der Multiple-Choice-Frage Sie einsetzen möchten.

So kann beispielsweise das Hinzufügen einer Antwortoption „Sonstiges“ oder eines Kommentarfelds einen häufigen Nachteil von Multiple-Choice-Fragen beseitigen. Wenn Sie Ihren Befragten eine feste Liste mit Antwortoptionen vorlegen, zwingen Sie sie, sich für eine oder mehrere der vorgegebenen Optionen zu entscheiden. Dies kann zu einer Verzerrung des Ergebnisses führen.

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Angenommen, Sie haben die Antwortoption, die ein Befragter auswählen würde, gar nicht angegeben. Er müsste dann aus Ihrer Liste eine Option auswählen, mit der er nicht oder nicht hundertprozentig übereinstimmt. Dies kann die Integrität Ihrer Ergebnisse beeinträchtigen.

Eine Möglichkeit, dieses Problem in den Griff zu bekommen, besteht darin, mehrere Antwortoptionen vorzugeben, den Befragten aber trotzdem die Möglichkeit zu bieten, eine eigene angepasste Antwort einzutragen. Wenn Sie eine Umfrage verfassen, markieren Sie einfach das Kontrollkästchen Antwortoption „Sonstiges“ oder Kommentarfeld hinzufügen. So bieten Sie Ihren Befragten diese Freiheit.

Sie können die von Ihren Befragten eingegebenen Kommentare dann im Analysetool anzeigen, auch wenn es etwas Mehrarbeit bedeutet, diese frei formulierten Beantwortungen zu separieren. Denken Sie daran, dass Ihre Befragten die Option „Sonstiges“ nur als letzten Ausweg betrachten sollten. Wenn zu viele Personen eigene Antworten auf solche Fragen verfassen, werden die Vergleichsmöglichkeiten zwischen den anderen Antwortoptionen beeinträchtigt.

Bei Fragen mit Bewertungsskala wird eine Skala angezeigt, bei der der Wertebereich beliebig sein kann: 0 bis 10, 1 bis 5, 0 bis 100 usw. Fordern Sie Ihre Befragten auf, auf der Skala den Punkt anzugeben, der ihrer Meinung jeweils am besten entspricht.

Damit Befragte verstehen, wie die Bewertungsskala funktioniert, müssen Sie die Beziehung zwischen den Zahlenwerten der Skala und den gemessenen Konzepten wahlweise in der Frage oder auf der Skala selbst ausdrücklich erläutern.

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Die obigen Beispiele repräsentieren unterschiedliche Möglichkeiten, den Net Promoter Score zu beschreiben. Mit diesem Kennwert für die „Empfehlungswahrscheinlichkeit“ können Sie alles Mögliche messen – von Marktforschungsumfragen über die Kundenzufriedenheit bis zu Umfragen zum Mitarbeiterengagement.

Die meistverwendete Bewertungsskala ist wahrscheinlich die Likert-Skala. Mit einer traditionellen Likert-Skala werden die Befragten aufgefordert anzugeben, wie stark sie einer Aussage zustimmen bzw. ihr nicht zustimmen. Likert-Skalen eignen sich hervorragend zum Messen von Einstellungen oder Verhaltensweisen von Befragten insbesondere bei sensiblen Themen. Hier folgt ein Beispiel:

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Sie können Ihre Antwortoptionen variieren, um den Fokus Ihrer Frage stärker oder weniger stark zu differenzieren. Zum Beispiel:

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Alternative Formate für Multiple-Choice-Fragen

Matrixfragen

In bestimmten Fällen möchten Sie vielleicht ein paar Fragen nacheinander stellen, für die jeweils dieselben Antwortoptionen gelten.

Nehmen wir als Beispiel eine Abfolge von Fragen, die jeweils mit „Stimme zu“ oder „Stimme nicht zu“ beantwortet werden sollen, oder eine Serie von Bewertungsfragen, bei denen die Befragten mit einem Wert zwischen 1 und 10 angeben sollen, mit welcher Wahrscheinlichkeit sie ein bestimmtes Produkt einem Freund weiterempfehlen würden (also quasi eine NPS-Frage).

Trifft dies auch auf Ihre Umfrage zu, dann könnten Sie in solchen Fällen eine Matrix verwenden. Zwar vereinfachen Matrixfragen den Frageinhalt, doch ist zu beachten, dass die Beantwortung sehr umfangreicher Matrizen – insbesondere auf Mobilgeräten – ausgesprochen unbequem für die Befragten sein kann. Befragte neigen dazu Umfragen abzubrechen, die ihnen zu komplex erscheinen. Dies kann sich negativ auf Ihre Beantwortungsquoten auswirken.

Ist Ihre Matrix so groß, dass die Befragten ständig nach rechts oder unten scrollen müssen, dann sollten Sie Ihre Fragen unterteilen oder die Anzahl der Antwortoptionen verringern, um die Beantwortung der Umfrage einfacher zu gestalten.

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Dropdownfragen

Statt alle Antwortoptionen unter der Frage anzuzeigen, wird den Teilnehmern bei Dropdownfragen eine Liste präsentiert, in der die Befragten zur gewünschten Option scrollen und diese auswählen können.

Dropdownfragen funktionieren am besten bei Fragen mit einer umfangreichen Liste kurzer Antwortoptionen, wenn man etwa nach der Heimatregion des Befragten oder seinem Geburtsjahr fragt.

Dropdownfragen sollten sparsam eingesetzt werden. Bei den meisten Multiple-Choice-Fragen hat die Sichtbarkeit aller Antwortoptionen für den Befragten zur Folge, dass er genügend Kontext für das Beantworten der Frage erhält.

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Ranking-Fragen

Mit Ranking-Fragen können Ihre Befragten die Reihenfolge der Antwortoptionen festlegen, die nach ihrer Meinung die richtige ist.

Wenn Sie die Teilnehmer beispielsweise darum bitten, ihre fünf beliebtesten Pizzabeläge in die richtige Reihenfolge zu bringen, dann erfahren Sie nicht nur, ob jemand Salami mag, sondern auch, wie die weiteren Vorlieben des Befragten in welcher Rangfolge aussehen.

Wenn Sie mehr Informationen erfassen möchten, als dies mit einfachen Multiple-Choice-Fragen möglich ist, dann ist eine Ranking-Frage für Sie möglicherweise der richtige Ansatz.

Ranking-Fragen sind schwieriger zu analysieren als normale Multiple-Choice-Fragen.

Sie finden hiermit heraus, ob ein Befragter eine Antwortoption einer anderen vorzieht, doch viel mehr erfahren Sie nicht. Wenn Sie sich also nicht gerade für die individuellen Vorlieben Ihrer Befragten statt für Durchschnittswerte interessieren, dann besteht die Gefahr, dass Sie Ihre Umfrage mit Ranking-Fragen unnötig komplex gestalten.

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Vorteile von Multiple-Choice-Fragen

Multiple-Choice-Fragen sind der meistverwendete Fragetyp in SurveyMonkey. Das liegt nicht nur daran, dass sie von den meisten Leuten als „normalste” Frage in einer Umfrage angesehen werden, sondern sie bieten auch im Vergleich zu anderen Fragetypen besondere Vorteile.

1. Sie sind einfach.

Es ist viel einfacher, auf ein Optionsfeld oder ein Kontrollkästchen zu klicken, als eine Antwort einzutippen. Und je niedrigschwelliger Ihre Umfrage ist, desto mehr abgeschlossene Beantwortungen werden Sie erhalten.

Häufig werden Sie Ihre Befragten ausdrücklich auffordern, aus zwei oder mehr Antwortoptionen eine Auswahl zu treffen: Stimmen Sie zu oder stimmen Sie nicht zu? Ja oder nein? Glauben Sie, dass wir mehr oder weniger tun sollten oder dass unsere Maßnahmen genau richtig sind? In solchen Fällen ist es am besten, Ihren Befragten die möglichen Optionen zur Auswahl vorzugeben.

2. Sie definieren Antwortoptionen ganz konkret.

Häufig werden Sie beim Formulieren Ihrer Umfragefragen bereits eine Vorstellung davon haben, wie Ihre Befragten antworten könnten. In solchen Situationen sind Multiple-Choice-Fragen in der Regel der beste Fragetyp.

Nehmen wir an, Sie fordern Ihre Befragten auf anzugeben, für welchen Kandidaten sie bei einer politischen Wahl stimmen werden. Was machen Sie, wenn insgesamt 20 Kandidaten zur Wahl stehen? Im besten Falle wissen einige Befragte bereits, für wen sie stimmen werden. Solche Befragten beantworten diese Frage im Handumdrehen.

Für die meisten Personen jedoch ist eine Liste mit den verfügbaren Antwortoptionen eine große Hilfe. Dies hilft übrigens auch Ihnen: Das Durchsehen von Antworten auf offene Fragen kann extrem arbeitsaufwendig werden, während das Analysieren von Daten aus geschlossenen Fragen kinderleicht ist.

Für Sie ist es wesentlich einfacher, Ihre Umfrageergebnisse zu analysieren, ohne Beantwortungen etwa mit Tippfehlern oder solche von Scherzkeksen auszusortieren. Auf diese Weise wird es Mickymaus niemals auf die Liste möglicher Kandidaten für den nächsten Bundeskanzler schaffen.

3. Sie bieten Ihren Befragten mehr Durchblick.

Ein Vorteil von Multiple-Choice-Fragen besteht darin, dass Ihre Befragten einen Kontext für die Beantwortung erhalten. Durch Angeben von Antwortoptionen im Multiple-Choice-Format vermitteln Sie einen Eindruck davon, wie allgemein oder speziell Ihre Befragten die Fragen beantworten sollen.

Soll beispielsweise jemand sein exaktes Geburtsdatum (3. Januar 1975) oder aber nur das Geburtsjahr (1975) angeben?

Mit den Antwortoptionen können Sie zudem möglicherweise mehr Informationen aus Ihren Befragten herauskitzeln, als sie normalerweise zu geben bereit wären. Denken Sie an eine Likert-Skala. Je mehr Antwortoptionen Sie angeben, desto genauer können die Befragten quantifizieren, wie stark sie zustimmen oder ablehnen (d. h. „Ich stimme zu“, „Ich stimme vollkommen zu“ oder „Ich stimme eher zu“).

Machen Sie sich vor dem Versenden Ihrer Umfrage ausreichend Gedanken über Ihre Multiple-Choice-Fragen, denn von den angegebenen Antwortoptionen hängt ab, wie Sie Ihre Ergebnisse benutzen können. So kann beispielsweise die Angabe einer Option „Sonstiges“ bequem sein, gleichzeitig aber die Analyse Ihrer Daten deutlich erschweren.

4. Sie sehen auf Mobilgeräten einfach besser aus.

Die Optimierung für Mobilgeräte ist in der modernen Welt der Online-Umfragen ein wesentlicher Aspekt. In den USA nehmen etwa drei von zehn Personen auf einem Smartphone oder Tablet an SurveyMonkey-Umfragen teil.

Aufgrund der kleinen Bildschirme und des Fehlens von Maus oder Tastatur sind Mobilgeräte eigentlich kein gutes Medium für Umfragen, die Textfelder nutzen oder bei denen viel Scrollen erforderlich ist. Natürlich haben Möglichkeiten zur Beantwortung offener Fragen ihre Daseinsberechtigung, aber bei mobilen Umfragen sollten Sie sich doch besser auf einfache Multiple-Choice-Optionen beschränken.

Lesen Sie vor dem Erstellen Ihrer Umfrage in jedem Fall die wichtigsten SurveyMonkey-Tipps zur Mobiloptimierung von Umfragen.

Es gibt gute Gründe dafür, dass Multiple-Choice-Fragen unter Umfragefragen den Löwenanteil ausmachen. Sie erweisen sich in zahlreichen Situationen als nützlich und spielen ihre ganze Stärke aus, sobald Sie verstanden haben, welche subtilen Eigenschaften die verschiedenen Fragetypen voneinander unterscheiden.

NPS®, Net Promoter® und Net Promoter® Score sind eingetragene Handelsmarken von Satmetrix Systems, Inc., Bain & Company und Fred Reichheld.

Drei schnelle Tipps zur Verbesserung der Beantwortungsquote bei Umfragen

Hier finden Sie einige Ideen, um Befragte zur Teilnahme an Ihren Umfragen zu motivieren.

1. Verschwenden Sie keine Zeit

Wenn Ihre Umfrage kurz und knapp gehalten ist, ist die Chance größer, dass mehr Befragte daran teilnehmen.

2. Bieten Sie Anreize

Kleine Anreize wie ein geringer Preisnachlass oder die Teilnahme an einer Verlosung können sicherstellen, dass die Befragten an Ihrer Umfrage teilnehmen.

3. Kaufen Sie eine Zielgruppe

Mit SurveyMonkey Audience können Sie Zugang zu einer Zielgruppe erhalten, die bestimmte demografische Kriterien für Ihre Umfrage erfüllt. Auf diese Weise erhalten die Beantwortungen genau die Aussagekraft, die Sie brauchen.

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