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Ist es akzeptabel, Emojis bei der Arbeit zu verwenden? Das sagen die Daten

Ist es akzeptabel, Emojis bei der Arbeit zu verwenden? Das sagen die Daten

Mit der zunehmenden Verbreitung von Smartphones sind Emojis in privaten Chats und Textnachrichten immer häufiger zu finden. Wie aber sieht es im beruflichen Kontext aus?

Forscher der Universität Amsterdamhaben herausgefunden, dass Personen, die Emojis in der professionellen Kommunikation einsetzen, weniger intelligent, weniger kompetent und, wenn überhaupt, nur geringfügig freundlicher wirken.

Wir wollten diese Ergebnisse näher untersuchen und haben dazu auf SurveyMonkey Audience560 Personen zu ihren Ansichten über Emojisam Arbeitsplatz befragt.

Möchten Sie manchmal einen Smiley in Ihrer E-Mail-Signatur verwenden? Dann lesen Sie weiter und finden Sie heraus, wie das ankommt.

Die Meinung zu Emojis im beruflichen Alltag hängt vom Alter ab

Wir haben ganz direkt gefragt: „Glauben Sie, dass Emojis bei der Arbeit angemessen oder eher unangebracht sind?“

Unsere Ergebnisse? Fifty-fifty.

Tatsächlich ist der Anteil der Arbeitnehmer, die davon ausgehen, dass Emojis akzeptabel sind, prozentual genauso groß wie der Anteil derjenigen, die das nicht glauben.

Diese Verteilung lässt sich nach dem Alter der Befragten aufschlüsseln. Junge Berufstätige neigen dazu, Emojis praktisch zu finden, während ihre älteren Kollegen sie für unprofessionell und unnütz halten.

Hier finden Sie eine detailliertere Aufschlüsselung, die die Standpunkte der einzelnen Gruppen erklärt:

Die jungen Leute geben einen 👍

Fast die Hälfte (46 %) der jungen Erwachsenen im Alter zwischen 18 und 29 Jahren sind der Meinung, dass Emojis absolut in Ordnung sind, während nur 28 % glauben, dass das nicht der Fall ist.

Zudem finden junge Erwachsene ihre Verwendung nicht nur unproblematisch, sondern erkennen einen echten Nutzen darin. Beispielsweise verwenden mehr als die Hälfte (53 %) sie, um einen lustigen Eindruck zu hinterlassen, und derselbe Anteil der Nutzer sieht in ihnen eine Möglichkeit, Emotionen angemessen auszudrücken.

Einige unserer jüngeren Befragten haben ihre Einstellung wie folgt zusammengefasst:

  • „Mit Emojis macht die Arbeit einfach mehr Spaß.“
  • „Es macht alles einfacher.“
  • „Emojis bei der Arbeit zu benutzen, ist okay.“

Mehr noch: Junge Berufstätige sehen auch andere, die ihrerseits Emojis nutzen, in einem positiven Licht. Hier sehen Sie einige Gründe dafür, warum Emojis die Wahrnehmung eines Kollegen beeinflussen können:

Konkret finden 50 % einen Kollegen, der Emojis benutzt, lustiger, 43 % halten ihn für zugänglicher und 35 % für freundlicher.

Letztendlich glauben nur 17 % der jungen Erwachsenen, dass der Einsatz von Emojis unprofessionell ist; deswegen kann es sich durchaus anbieten, im Umgang mit jungen Kollegen auf Emojis zu setzen.

Und die Älteren? Geben einen 👎

Bevor Sie allerdings jetzt vor Freude durchs Büro tanzen und massenweise Lieblings-Emojis verschicken, sollten Sie sich vielleicht erst ansehen, was ältere Berufstätige davon halten.

Arbeitnehmer, die das 45. Lebensjahr bereits überschritten haben, sind nämlich eher der Ansicht, dass Emojis am Arbeitsplatz überhaupt nicht in Ordnung sind, und nur 14 % dieser Altersgruppe finden sie angemessen.

Einige ältere Befragte redeten nicht um den heißen Brei herum:

  • „Emoji sind der Gipfel der Unprofessionalität.“
  • „Das ist sicherlich nicht das Image, das ich repräsentieren möchte.“
  • „Es gibt gewiss effektivere Wege der Kommunikation, ohne dass man die Messlatte der Professionalität absenken müsste.“

Ältere Berufstätige stimmen den obigen Zitaten oft zu:

  • Nur 15 % glauben, dass Emojis die Kommunikation am Arbeitsplatz verbessern können.
  • 29 % meinen, ihr Einsatz ließe die Kollegen unprofessionell aussehen. Dieser Wert erhöht sich sogar auf 36 %, wenn sich die Geschäftsleitung dazu versteigt, Emojis zu benutzen.
  • Insgesamt 22 % geben an, dass Kollegen, die dies tun, peinlich, weniger authentisch oder weniger kompetent wirken.

Gibt es denn angesichts dieser widersprüchlichen Ansichten bei den verschiedenen Generationen etwas, worüber sie sich einig sind?

Emojis in der Kommunikation mit Kunden und Interessenten? Das geht gar nicht

Haben Sie schon einmal eine E-Mail von einer Ihrer Lieblingsmarken erhalten, in der Sie ein Emoji gesehen haben? Unabhängig vom Alter glauben Berufstätige durch die Bank, dass man bei der Kommunikation mit Kunden und Interessenten tunlichst die Finger davon lässt.

Der Anteil derjenigen Befragten, die das ablehnen, liegt mit 45 % mehr als viermal so hoch wie der Anteil derjenigen, die das gutheißen (11 %).

Knapp ein Drittel findet die Verwendung von Emojis gegenüber den Zielgruppen unprofessionell, und noch nicht einmal 20 % geben an, dass ein Unternehmen hierdurch zugänglicher (19 %) oder lustiger wirkt (18 %).

Was also können wir, wenn wir alle oben beschriebenen Ergebnisse zusammenfassen, hinsichtlich der Verwendung von Emojis bei der Arbeit für uns mitnehmen?

✓ Vermeiden Sie Emojis beim Umgang mit Kunden oder Interessenten.

✓ Haben Sie mit jungen Kollegen zu tun, dann können Sie Emojis in privaten Chats oder E-Mails durchaus verwenden. Das gilt vor allem, wenn Ihr Kommunikationspartner selbst Emojis einsetzt.

✓ Ältere Kollegen dagegen sind im Zweifelsfall weniger empfänglich dafür.

Natürlich verallgemeinern wir hier. Da Mitarbeiter aller Altersstufen durchaus unterschiedliche Ansichten betreffs der Verwendung von Emojis haben können, sollten Sie sie möglichst nur mit Umsicht einsetzen. Gehören Sie nicht zu den risikofreudigen Zeitgenossen, dann ist es wahrscheinlich am besten, sie ganz wegzulassen.

Wie war das mit dem Smiley in Ihrer E-Mail-Signatur? Wahrscheinlich haben Sie diese Idee bereits verworfen, oder?