Erfahren Sie, was einen guten Employee Net Promoter Score (eNPS) ausmacht, wie Sie ihn messen und mit wirkungsvollen Strategien das Mitarbeiterengagement und die Bindung stärken.
Das Verständnis der Mitarbeiterzufriedenheit ist entscheidend für ein erfolgreiches Unternehmen. Der Employee Net Promoter Score® (eNPS®) misst, wie wahrscheinlich es ist, dass Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz weiterempfehlen. Damit erhalten Führungskräfte wertvolle Erkenntnisse, um das Mitarbeiterengagement und die Arbeitsplatzkultur zu verbessern.
In diesem Leitfaden stellen wir Ihnen die eNPS-Benchmarks für 2024 vor, die Sie bei der Berechnung Ihres Scores berücksichtigen können, und geben Ihnen Best Practices zur Verbesserung Ihres Wertes an die Hand.
Der Employee Net Promoter Score (eNPS) ist ein Instrument, um die Stimmung der Mitarbeitenden mit einer einzigen Frage zu messen:
„Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 0 bis 10, dass Sie einer Freundin/einem Freund oder einer Kollegin/einem Kollegen empfehlen, in diesem Unternehmen zu arbeiten?“
Die Beschäftigten beantworten diese Frage, indem sie ihre Bewertung auf einer Skala von 1 bis 10 in einer Umfrage zum Employee Net Promoter Score (eNPS) angeben. Die Befragten werden dann in drei Gruppen eingeteilt:
Ihren eNPS berechnen Sie, indem Sie den Prozentsatz der Detraktoren vom Prozentsatz der Promotoren subtrahieren. Indifferente haben keinen direkten Einfluss auf den Score.
Diese Kennzahl vereinfacht das Mitarbeiterfeedback und liefert einen schnellen Überblick über Zufriedenheit und Engagement. Sie dient als Ausgangspunkt für tiefere Erkenntnisse und gezielte Maßnahmen, um das Mitarbeitererlebnis zu verbessern.
Der eNPS hilft HR-Fachleuten und Führungskräften zu verstehen, was die Beschäftigten über ihren Arbeitsplatz denken. Er ist ein direkter Indikator für das Mitarbeiterengagement und kann dabei helfen, die Ursachen für Unzufriedenheit aufzudecken.
Deshalb ist es wichtig, Ihren eNPS zu messen und zu verbessern:
Ihr eNPS liefert wertvolle Erkenntnisse, um eine engagierte und starke Belegschaft aufzubauen. HR-Teams können den eNPS nutzen, um frühzeitig Probleme anzugehen, die Mitarbeiterbindung zu verbessern und ein positives Arbeitsumfeld zu pflegen.
Laut der Untersuchung von Hive HR lag der allgemeine Benchmark für den Employee Net Promoter Score im 3. Quartal 2024 bei 27. Dies verdeutlicht die wachsende Bereitschaft der Mitarbeitenden, ihren Arbeitsplatz weiterzuempfehlen.
Hier sind die aktuellen Benchmarks für den Employee Net Promoter Score nach Branche:
Kleinere Unternehmen (0-250 Mitarbeitende) erreichten einen durchschnittlichen eNPS von 30, während größere Organisationen (über 5001 Mitarbeitende) einen Anstieg ihres eNPS auf 9 verzeichnen konnten.
SurveyMonkey Benchmarks machen das eNPS-Benchmarking besonders einfach. Sie können Ihren eNPS mit anderen Unternehmen weltweit oder Ihrer Branche vergleichen und so realistische Ziele und Erwartungen auf Basis echter Daten festlegen.
Die Messung des eNPS ist ganz einfach:
Hier ein kurzes Beispiel, wie Sie Ihren eNPS berechnen:
eNPS = 60 % (Promotoren) - 15 % (Detraktoren) = 45
Ihr eNPS-Score läge bei 45, was auf eine solide Mitarbeiterzufriedenheit hinweist.
Die Stimmung der Mitarbeitenden kann sich verändern. Deshalb ist es wichtig, den eNPS regelmäßig zu messen. Vierteljährlich oder halbjährlich ist für die meisten Unternehmen sinnvoll. Nach der Erfassung der Daten sollten Sie mit offenen Fragen nachhaken, um zu verstehen, warum die Bewertungen so ausgefallen sind. Die Kombination aus eNPS und qualitativer Forschung gibt ein genaueres Bild darüber, was Ihren Score beeinflusst.
Ein „guter“ eNPS variiert je nach Branche, aber hier eine allgemeine Übersicht:
Obwohl die oben genannten Bereiche eine grundlegende Orientierung für einen „guten“ eNPS-Score bieten, gibt es branchenspezifische Nuancen und Unterschiede. In manchen Branchen sind Werte über 20 oder 30 bereits sehr gut, während andere Branchen regelmäßig einen Score über 50 erreichen.
Mehrere zentrale Faktoren bestimmen, wie Mitarbeitende ihren Arbeitsplatz wahrnehmen, und wirken sich direkt auf den eNPS aus. Nachfolgend stellen wir diese Einflussfaktoren vor und zeigen, wie Ihr HR-Team gezielt weitere Untersuchungen und Analysen durchführen kann, um jeden Bereich des Arbeitsumfelds zu verbessern und den eNPS-Score zu steigern.
Eine starke, positive Kultur ist das Fundament für Mitarbeitertreue. Wer sich mit den Werten des Unternehmens identifiziert und deren Umsetzung erlebt, bleibt eher engagiert. Eine toxische oder unklare Kultur hingegen führt zu Demotivation und Fluktuation.
So verbessern Sie die Unternehmenskultur: Überprüfen Sie Ihre Unternehmenskultur regelmäßig mithilfe von Stimmungsumfragen und Fokusgruppen. Fördern Sie offene Kommunikation und sorgen Sie dafür, dass Ihre Unternehmenswerte im Alltag gelebt werden.
Die Führungskräfte geben den Ton für die Unternehmenskultur und die Mitarbeitertreue vor. Mitarbeitende erwarten von Führungskräften Orientierung, Unterstützung und Transparenz. Effektive, ehrliche und ansprechbare Führungspersonen stärken das Vertrauen und die Moral. Fehlende Kommunikation oder mangelnde Sichtbarkeit der Führung hingegen können das Engagement deutlich senken.
So fördern Sie gute Führung: Investieren Sie in Trainings, die auf klare und konsistente Kommunikation abzielen. Nutzen Sie zum Beispiel 360-Grad-Feedback, damit die Führungskräfte erfahren, wie ihr Verhalten wahrgenommen wird und wo Verbesserungsbedarf besteht.
Möglichkeiten zur Weiterentwicklung sind essenziell für die Zufriedenheit der Beschäftigten. Wer einen klaren Karriereweg im Unternehmen erkennt, bleibt motiviert und engagiert. Fehlt diese Perspektive, orientieren sich Mitarbeitende oft anderweitig.
So fördern Sie die Karriereentwicklung: Sprechen Sie regelmäßig mit Ihren Beschäftigten über deren Karriereziele. Bieten Sie Weiterbildungen, Mentoring und klare Aufstiegschancen an. Machen Sie sichtbar, wie sich die Mitarbeitenden im Unternehmen weiterentwickeln können.
Laut der Umfrage zum Burnout am Arbeitsplatz von Deloitte haben 77 % der Befragten an ihrem aktuellen Arbeitsplatz bereits Burnout erlebt. Eine schlechte Work-Life-Balance ist dabei einer der Hauptgründe. Mitarbeitende mit gutem Gleichgewicht zwischen Beruf und Privatleben berichten von mehr Engagement und höherer Zufriedenheit. Fühlen sie sich hingegen überlastet oder nicht unterstützt, schlägt sich das in niedrigen eNPS-Werten nieder.
So verbessern Sie die Work-Life-Balance: Bieten Sie flexible Arbeitsmodelle, wo immer es möglich ist. Überprüfen Sie regelmäßig die Arbeitsbelastung und die Stresslevel und ermutigen Sie Ihre Beschäftigten, Auszeiten zum Auftanken zu nehmen. LinkedIn ist bekannt für seine flexiblen Arbeitsbedingungen und bietet einen umfassenden Leitfaden für HR-Teams.
Anerkennung ist eine einfache, aber wirkungsvolle Motivation. Fühlen sich die Mitarbeitenden wertgeschätzt, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie das Unternehmen weiterempfehlen. Fehlt die Anerkennung, sinkt das Engagement und selbst Promotoren können schnell zu Detraktoren werden.
So steigern Sie die Anerkennung: Etablieren Sie ein konsistentes Anerkennungsprogramm, etwa durch Lob in Teammeetings, Prämien oder unternehmensweite Verkündungen. Achten Sie darauf, dass Anerkennung konkret und bedeutsam ist, denn pauschales Lob hat weitaus weniger Wirkung.
Um Ihren eNPS nachhaltig zu verbessern, müssen Sie diese Bereiche tiefgehend untersuchen. Nutzen Sie Umfragen zum Mitarbeiterfeedback, Fokusgruppen und Einzelgespräche, um Erkenntnisse zu gewinnen. Analysieren Sie die Muster im Feedback, um wiederkehrende Themen zu erkennen, und belassen Sie es nicht beim Zuhören. Handeln Sie! Die Mitarbeitenden müssen spüren, dass ihr Input zu echten Veränderungen führt.
Indem Sie diese Kernfaktoren angehen, schaffen Sie ein motivierenderes Arbeitsumfeld, stärken die Loyalität und steigern den eNPS-Wert.
Um Ihren eNPS zu verbessern, müssen Sie verstehen, wodurch das Mitarbeiterengagement gefördert wird. Hier finden Sie einige umsetzbare Strategien, mit denen HR-Teams die eNPS-Werte steigern.
Regelmäßiges Feedback hilft Ihnen, die Stimmung im Team kontinuierlich zu erfassen. eNPS-Umfragen liefern eine Momentaufnahme, doch für echte Verbesserungen braucht es detaillierte Erkenntnisse. Ergänzen Sie eNPS-Umfragen daher durch Stimmungsumfragen, Stay-Interviews und Fokusgruppen, um ein vollständiges Bild zu erhalten.
So funktioniert die Umsetzung:
Warum das hilft: Regelmäßiges Feedback fördert eine Kultur des Zuhörens. Wenn die Mitarbeitenden merken, dass Sie kontinuierlich ihre Meinung einholen, fühlen sie sich eher wertgeschätzt und engagiert. Die Dennemeyer Group hat das gezeigt, indem sie ihre erste unternehmensweite Mitarbeiterbefragung gestartet hat und damit über 7.000 Kommentare aus aller Welt erfasste.
Durch die Nutzung des Feedbacks, um regionale Unterschiede zu verstehen und neue Initiativen gezielt zu priorisieren, konnte das Unternehmen seine internen Maßnahmen erfolgreich an den Bedürfnissen der Beschäftigten ausrichten sowie Engagement und Mitarbeiterbindung stärken.
Es bringt nichts, Daten zu erheben, aber nicht danach zu handeln. Die Mitarbeitenden müssen Veränderungen als Reaktion auf ihr Feedback erleben, sonst sinkt die Motivation: „Warum machen wir diese Umfragen, wenn sich anschließend sowieso nichts verändert?“
So gehen Sie an die Umsetzung: Analysieren Sie nach jeder Umfrage die Ergebnisse und identifizieren Sie zentrale Themen. Führen Sie ein Nachbereitungs-Meeting durch, um Erkenntnisse zu besprechen und geplante Maßnahmen mit dem Team zu teilen. Informieren Sie die Belegschaft regelmäßig über Fortschritte, um einen transparenten Feedback-Kreislauf zu etablieren.
Warum das hilft: Durch aktives Handeln stärken Sie das Vertrauen der Mitarbeitenden. Wenn Beschäftigte sehen, dass ihre Anliegen zu echten Veränderungen führen, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie an künftigen Umfragen teilnehmen und engagiert bleiben. Ein McKinsey-Report von 2019 ergab, dass 70 % der Veränderungsprogramme aufgrund mangelnder Mitarbeiterbeteiligung scheitern. Das zeigt, wie entscheidend das Umsetzen von Feedback für Verbesserungen ist.
Die Mitarbeitenden möchten sich weiterentwickeln. Durch Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten bleiben sie engagiert und motiviert. Fehlen diese Angebote, suchen sie sich oft anderswo Chancen zur Karriereförderung.
So funktioniert die Umsetzung:
Warum das hilft: Lernmöglichkeiten steigern die Arbeitszufriedenheit. Laut dem Workplace Learning Report 2025 von LinkedIn betrachten 90 % der Unternehmen das Angebot von Weiterbildung als wichtigste Strategie zur Verbesserung der Mitarbeiterbindung.
Die Mitarbeitenden müssen einen klaren Karriereweg innerhalb Ihres Unternehmens erkennen können. Fehlt diese Perspektive, denken selbst sehr engagierte Teammitglieder über einen Wechsel nach.
So funktioniert die Umsetzung: Sprechen Sie in Einzelgesprächen über Karriereziele und skizzieren Sie konkrete Entwicklungsmöglichkeiten. Legen Sie klare Kriterien für Beförderungen fest und kommunizieren Sie diese im gesamten Unternehmen. Ermutigen Sie Führungskräfte, regelmäßige Leistungsbeurteilungen durchzuführen, um Fortschritte zu dokumentieren.
Warum das hilft: Karriereentwicklung fördert die Mitarbeiterbindung. Eine Untersuchung von Work Institute aus dem Jahr 2023 zeigt, dass 18,7 % der Beschäftigten ihren Job wegen fehlender Aufstiegschancen aufgeben. Zeigen Sie den Mitarbeitenden, welche Entwicklungsmöglichkeiten es im Unternehmen gibt, um Talente langfristig zu halten.
Anerkennung ist eine starke Motivation. Wer sich wertgeschätzt fühlt, bleibt eher engagiert und empfiehlt den Arbeitsplatz weiter. Durch Anerkennung können indifferente Mitarbeitende zu Promotoren werden.
So funktioniert die Umsetzung:
Warum das hilft: Anerkennung steigert Motivation und Loyalität. Laut dem Global Culture Report 2025 von OC Tanner ist in Unternehmen mit integrierten Anerkennungsprogrammen die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Mitarbeitenden am Arbeitsplatz wohlfühlen, um das 15-Fache erhöht. Häufige, persönliche Anerkennung sorgt dafür, dass sich die Beschäftigten wertgeschätzt und integriert fühlen. Und das fördert eine positive Unternehmenskultur.
Um die Beantwortungsquote bei eNPS-Umfragen anzukurbeln, gelten ähnliche Best Practices wie für höhere NPS-Beantwortungsquoten.
Mit diesen Strategien gestalten Sie eNPS-Umfragen zugänglich, zielgerichtet und respektvoll gegenüber der Zeit und den Meinungen Ihrer Mitarbeitenden. Das führt zu höheren Beantwortungsquoten und aussagekräftigeren Insights.
Mit SurveyMonkey verbessern Sie ganz einfach Ihren eNPS und erfassen wertvolles Mitarbeiterfeedback. Mit anpassbaren Umfragevorlagen können Sie schnell eNPS-Umfragen erstellen und versenden, die auf die Bedürfnisse Ihres Unternehmens zugeschnitten sind.
Nutzen Sie automatisierte Tools, um Beantwortungen zu verfolgen, Ergebnisse zu analysieren und Trends zu erkennen. So können Sie Feedback leichter umsetzen, während erweiterte Berichte das Teilen von Erkenntnissen mit Teams und Führungskräften unterstützen. Mit Stimmungs- und Anerkennungsumfragen unter den Mitarbeitenden erhalten Sie tiefere Erkenntnisse über das Engagement und stoßen wirkungsvolle Veränderungen an. Registrieren Sie sich noch heute kostenlos und verbessern Sie Ihren eNPS mit SurveyMonkey.

Erstellen Sie mit SurveyMonkey Personalbefragungen, um Feedback einzuholen, das Engagement zu steigern und die Unternehmenskultur zu optimieren.

Wie nutzen Personalprofis den eNPS? Erfahren Sie mehr dazu, um Fluktuation zu reduzieren und ein motivierendes Arbeitsklima zu schaffen.

Messen Sie die Wirkung von L&D-Programmen mit einer Umfrageplattform, um Feedback zu erfassen, Wachstum zu tracken und die Mitarbeiter zu fördern.

Mit einer Umfrageplattform können Sie zu einem inklusiveren Arbeitsumfeld beitragen, etwa durch Fragen zum Zugehörigkeitsgefühl und anderes Feedback.


