Was ist der Net Promoter Score für Beschäftigte (eNPS)?

25. September 2026

Erfahren Sie, wie Sie die Mitarbeitertreue mit dem eNPS messen, warum er für die Mitarbeiterbindung und das Mitarbeiterengagement wichtig ist und wie Sie den Score verbessern können.

Gruppe aus zwei Männern und einer Frau, die sich miteinander unterhalten.


Das Entschlüsseln des Mitarbeiterengagements beginnt mit einer einfachen Frage: Wie wahrscheinlich ist es, dass Mitarbeiter:innen Ihr Unternehmen als Arbeitgeber weiterempfehlen? 

Ein mangelndes Mitarbeiterengagement wirkt sich negativ auf die Produktivität aus und treibt Abgänge voran. In einem Umfeld, in dem nur ein Drittel der Personalfachleute die Fluktuation effektiv reduziert, misst der Net Promoter Score® für Mitarbeiter:innen (eNPS) effektiv die Stimmung am Arbeitsplatz und erfasst Feedback. Hierdurch werden Erkenntnisse gewonnen, um die Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung zu verbessern.

Der Net Promoter Score für Beschäftigte (eNPS) ist eine Kennzahl, die angibt, wie wahrscheinlich es ist, dass die Angestellten die Firma als Arbeitgeber weiterempfehlen. Dabei wird eine Bewertungsskala von 0 bis 10 verwendet.

Der eNPS bildet die Grundlage für detailliertere Analysen und Maßnahmen und legt die Basis für umfassendere Erkenntnisse zu Trends und Engagement der Beschäftigten – normalerweise durch weitere Erhebungen wie Mitarbeiterbefragungen oder 1:1-Befragungen.

eNPS-Frage in Beispielumfragefeld.

Der Net Promoter Score und der Net Promoter Score für Beschäftigte verfolgen zwei verschiedene strategische Zwecke.

Das NPS-Modell wurde ursprünglich von Bain & Company und Fred Reichheld zur Quantifizierung der Kundentreue und zur Prognose des Unternehmenserfolgs entwickelt. Personalfachleute haben das System angepasst und um den eNPS zur Bewertung der Mitarbeitererfahrung erweitert.

FeatureNPSeNPS
ZielgruppeKundenMitarbeitende
ZielMarkentreue messenZufriedenheit am Arbeitsplatz messen
FrageWie wahrscheinlich ist es, dass Sie unser Produkt weiterempfehlen?Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie diese Firma als Arbeitgeber weiterempfehlen?

Er bietet wichtige Einblicke in die Stimmung der Mitarbeitenden. Und die Belegschaft ist das Aushängeschild Ihres Unternehmens und treibt die Kundenbeziehungen und die Marktpräsenz insgesamt voran. Aus folgenden Gründen ist der eNPS so wichtig:

Die Reduzierung der Mitarbeiterfluktuation ist nach wie vor eines der Hauptanliegen von Personalfachleuten. Mithilfe des eNPS können Ursachen ermittelt und Strategien zur Optimierung der Mitarbeiterbindung entwickelt werden. Die eNPS-Ergebnisse können beispielsweise die Unzufriedenheit von Beschäftigten mit der Vergütung oder mit Zusatzleistungen aufzeigen und ein Unternehmen dazu veranlassen, seine aktuellen Angebote zu optimieren.

Der eNPS zeigt die Wahrscheinlichkeit, mit der Ihr Team Ihre Firma als Arbeitgeber weiterempfehlen würde. Das dient auch als Hinweis auf die Brand Health und darauf, inwieweit ihre Belegschaft als Fürsprecherin des Unternehmens fungiert.

Die Beschäftigten erzählen z. B. im Freundeskreis, in der Familie und in Social Media von ihren Arbeitserfahrungen. Sind sie zufrieden und engagiert, werden sie zu erfolgreichen Fürsprechenden Ihrer Firma. Sind sie hingegen unzufrieden, können sie Negativität oder Apathie verbreiten, was sich nachteilig auf Ihre Marke auswirken kann. 

Statt nur auf Fluktuationsquoten zu schauen, bietet der eNPS ein klares, quantifizierbares Maß für das Mitarbeiterengagement. Er dient als Grundpfeiler für die strategische Personalplanung und Verbesserungsinitiativen. Die damit erfassten Daten können Personalfachkräfte nutzen, um potenzielle Probleme proaktiv anzugehen, bevor sie größer werden.

Daten aus einem aktuellen SurveyMonkey-Bericht untermauern die Bedeutung des eNPS bei der Lösung von Herausforderungen im Personalbereich und beim Nutzen von Chancen:

  • Strategischer Einfluss der Personalabteilung: Organisationen, die die HR als entscheidend betrachten, messen der Gestaltung der Firmenkultur und der Entscheidungsfindung einen höheren Wert bei, was sich deutlich auf die Mitarbeitererfahrung insgesamt auswirkt.
  • Feedback und Engagement: Nach der Pandemie beobachteten 73 % der Personalfachleute in Firmen, in denen das Personalwesen eine entscheidende Rolle spielt, dass das Management von Mitarbeitererfahrungen immer wichtiger wird. Feedback-Tools wie eNPS kommt dabei eine große Bedeutung zu.
  • Erwartungen im Vergleich zu Investitionen: Trotz der höheren Erwartungen der Führungskräfte sind 19 % der Personalprofis der Meinung, dass ihre Firma zu wenig in die Mitarbeiterentwicklung investiert. Ein durchdachtes eNPS-Programm kann Investitionsbereiche aufzeigen, mit denen diese wachsenden Erwartungen erfüllt werden können.

Die Berechnung Ihres eNPS ist ein unkomplizierter Prozess, der das gesamte Mitarbeiterfeedback auf eine fest definierte Kennzahl herunterbricht. Die eNPS-Formel lautet:

% der Promotoren - % der Detraktoren = Net Promoter Score für Beschäftigte

eNPS-Gleichung.

Alles beginnt mit einer Frage: Wie wahrscheinlich ist es auf einer Skala von 0 bis 10, dass Sie diese Firma als Arbeitgeber weiterempfehlen?

Sobald die Resultate vorliegen, teilen Sie Ihr Team anhand ihrer Angaben in drei Kategorien ein.

  • Promotoren: Beschäftigte, die einen Wert von 9 oder 10 angegeben haben, was bedeutet, dass sie sehr zufrieden sind und aktiv zu einem positiven Ruf des Unternehmens beitragen.
  • Indifferente: Beschäftigte, die eine Bewertung von 7 oder 8 angegeben haben, was bedeutet, dass sie neutral eingestellt oder zufrieden genug sind, um zu bleiben, aber nicht unbedingt begeisterte Befürworter sind.
  • Detraktoren: Beschäftigte, die eine Bewertung zwischen 0 und 6 abgegeben haben, also unzufrieden sind.

Für Ihr Endergebnis ermitteln Sie zunächst die Anzahl der Mitarbeitenden in jeder Gruppe und leiten daraus deren Anteil am Gesamtpersonal in Prozent ab. Ziehen Sie dann den Prozentsatz der Detraktoren vom Prozentsatz der Promotoren ab. Ignorieren Sie Indifferente, da sich diese nicht direkt auf das Endergebnis auswirken.

Sind beispielsweise 30 % der Befragten Promotoren und 20 % Detraktoren, dann hat Ihr eNPS einen Wert von 10 (30 % - 20 % = 10).

Ein „guter“ eNPS ist rein subjektiv, da die Ergebnisse nach Branche variieren. Aber: Die eNPS-Werte liegen im Bereich von -100 bis 100, und die meisten Firmen liegen nicht über 30. Unsere eNPS-Einstufungen helfen Ihnen dabei, Ihr Ergebnis korrekt zu bewerten.

  • Negative Bewertungen: Ein negativer Score lässt darauf schließen, dass die Detraktoren zahlenmäßig überwiegen. Das Unternehmen hat also weniger Promotoren. Dieses Ergebnis kann auf eine weitverbreitete Unzufriedenheit und potenzielle Probleme mit der Unternehmenskultur, dem Management oder dem Mitarbeiterengagement hindeuten.
  • 0–10 (akzeptabel): Dieser Bereich legt eine ausgeglichene Aufteilung auf Promotoren sowie Detraktoren nahe. Das ist nicht besorgniserregend, aber es besteht Optimierungsbedarf.
  • 10 bis 30 (gut): Dieser Bereich spiegelt ein positives Arbeitsklima mit sehr solidem Mitarbeiterengagement und Mitarbeiterzufriedenheit wider. Dies gilt in allen Branchen als gut.
  • 30 bis 50 (Sehr gut): Bewertungen in diesem Bereich liegen über dem Durchschnitt und weisen auf eine sehr robuste und positive Stimmung der Beschäftigten gegenüber dem Unternehmen hin. Dies legt nahe, dass es effektive Strategien zur Förderung des Engagements und der Loyalität der Belegschaft gibt, die dazu führen, dass die meisten Beschäftigten zu Promotoren werden.
  • 50 und mehr (Hervorragend): Ein hervorragender eNPS-Score, der eine außergewöhnliche Mitarbeitererfahrung zeigt, die deutlich über dem Branchendurchschnitt liegt. Organisationen mit solchen Bewertungen haben eine Unternehmenskultur, die das Engagement der Angestellten aktiv fördert und unterstützt.

Programme verknüpfen mehrere Umfragen, um Ihnen Trends anzuzeigen. Verfügbar für alle EXTRA-Tarife und höher.

Es ist wichtig, zu beachten, dass die eNPS-Benchmarks zwischen verschiedenen Branchen erheblich variieren können. Ein gutes Ergebnis in einem Sektor kann in einem anderen Bereich ein durchschnittliches Ergebnis darstellen. 

Branchen mit traditionell niedrigeren Mitarbeiterzufriedenheitsquoten können beispielsweise einen Wert von 20 als positiv ansehen. Im Unterschied dazu könnten Sektoren mit größerem Wettbewerbsdruck Werte von 50 oder höher anstreben, um ihren stärkeren Fokus auf Mitarbeitererfahrung und Mitarbeiterengagement widerzuspiegeln.

Der eNPS ist eine quantitative Momentaufnahme der Mitarbeiterzufriedenheit. Es ist jedoch wichtig, dass Sie den Score mit anderen Arten von Mitarbeiterfeedback kombinieren, um ein vollständiges Bild von Mitarbeitertreue und -engagement zu erhalten.

Ihren eNPS zu berechnen und den Wert zu kennen, ist nur hilfreich, wenn Sie auch danach handeln. Ohne Maßnahmen ist der Net Promoter Score für Beschäftigte nur ein weiterer bekannter Datenpunkt. Mit diesen 5 erprobten Tipps können Sie Ihre Daten in eine Wachstumsstrategie umwandeln.

Ergänzen Sie den eNPS-Standardfragebogen um andere eNPS-Fragen und Folgebefragungen zum Mitarbeiterfeedback, um die Gründe für die Bewertungen herauszufinden. Verwenden Sie anonyme Umfragen, um aufrichtiges und ungefiltertes Feedback zu erhalten.

Analysieren Sie das eNPS-Feedback, um Bereiche zu erkennen, in denen Optimierungen eine große Wirkung erzielen würden: von der Einstellung von Beschäftigten über das Onboarding bis hin zum Aufbauen und Aufrechterhalten eines inklusiven Arbeitsplatzes. 

Priorisieren Sie die Maßnahmen auf Grundlage von Feedbacktrends und potenziellen Auswirkungen auf die Zufriedenheit und das Engagement der Belegschaft. Beginnen Sie mit Bereichen, die sich direkt auf die Mitarbeitererfahrungen im Arbeitsalltag auswirken.

Recherchieren Sie und implementieren Sie aktuelle Trends und Chancen der Arbeitsplatzgestaltung, wie etwa flexible Arbeitszeiten, Wellness-Programme für Beschäftigte und moderne Tools für die Fort- und Weiterbildung.

Führen Sie eNPS-Erhebungen regelmäßig durch (z. B. vierteljährlich oder jährlich), um die Trends zu monitoren und die Auswirkungen von Änderungen zu evaluieren. Planen Sie die Befragungen im Voraus und integrieren Sie sie in den Kalender Ihres Unternehmens, um eine konsistente Teilnahme und rechtzeitige Analysen zu gewährleisten.

Tracken und verwalten Sie die Mitarbeitererfahrung von der Feedback-Erfassung bis hin zur Analyse, um den eNPS-Prozess zu vereinfachen. 

Wählen Sie eine Plattform, die die Verwaltung des Mitarbeiterengagements effizienter macht, und Ihnen intuitive Tools und Ressourcen bietet, einschließlich vorformulierter eNPS-Umfragevorlage und von Fachleuten entwickelten Fragen, mit denen sich Erhebungen mühelos erstellen und distribuieren lassen.

Durch die Einbindung des eNPS in Ihre Personalstrategie können Sie die besten Beschäftigten halten und gleichzeitig neue Talente anziehen. Der eNPS ist deshalb auf dem umkämpften Arbeitsmarkt von heute ein wichtiges Instrument. Tracken Sie diese Kennzahl regelmäßig, behalten Sie den Überblick über das Mitarbeiterengagement und können sicherstellen, dass die Initiativen auch tatsächlich an den Bedürfnissen und Erwartungen der Beschäftigten ausgerichtet sind.

Erstellen Sie in kürzester Zeit eine eNPS®-Umfrage, um den entsprechenden Wert für Ihre Firma zu ermitteln.

NPS, Net Promoter und Net Promoter Score sind eingetragene Marken von Satmetrix Systems, Inc., Bain & Company und Fred Reichheld.

Lächelnder Mitarbeiter in der Personalabteilung hält ein Blatt Papier in der Hand und nimmt einen Videoanruf auf seinem Laptop entgegen

Erstellen Sie mit SurveyMonkey Personalbefragungen, um Feedback einzuholen, das Engagement zu steigern und die Unternehmenskultur zu optimieren.

Ein Mann und eine Frau sehen sich einen Artikel auf ihrem Laptop an und schreiben dabei Informationen auf Notizzettel

Entwickeln Sie eine Strategie für Mitarbeiterengagement sowie Aktionspläne, um Beschäftigte zu binden und ein höheres Geschäftsergebnis zu erzielen.

Lachender Mann mit Brille vor einem Laptop

Messen Sie die Wirkung von L&D-Programmen mit einer Umfrageplattform, um Feedback zu erfassen, Wachstum zu tracken und die Beschäftigten zu fördern.

Frau sieht sich Informationen auf ihrem Laptop an

Mit einer Umfrageplattform können Sie zu einem inklusiveren Arbeitsumfeld beitragen, etwa durch Fragen zum Zugehörigkeitsgefühl und anderes Feedback.