Erfahren Sie, wie Preisobergrenzen funktionieren, welche Vor- und Nachteile sie haben und wie Sie mit SurveyMonkey Preise effektiv festlegen.

Weißer Umriss von Goldie, dem Maskottchen von SurveyMonkey

Damit Sie den richtigen Preis für Ihr Angebot ermitteln können, insbesondere bei einer strikten Preisobergrenze, benötigen Sie verlässliche Daten und eine sorgfältige Analyse. Da 72 % der Verbraucher und Verbraucherinnen ihren Angaben nach in den letzten Monaten weniger ausgegeben haben, ist Preisforschung wichtiger denn je.

Außerdem können durch eine ungenaue Preisfestsetzung, egal ob diese zu hoch oder zu niedrig angesetzt ist, in einem wirtschaftlich eingeschränkten Umfeld die Rentabilität und der Marktanteil stark beeinträchtigt werden.

Lesen Sie weiter und erfahren Sie, wie Sie mit fundierten Daten den passenden Preis für Ihre Produkte oder Services festlegen. So können Sie Ihren Umsatz maximieren, ohne preisbewusste Kundinnen und Kunden zu verlieren.

Eine Preisobergrenze wird staatlich festgelegt und besagt, wie viel Anbieter für eine Ware oder einen Service maximal verlangen dürfen. Diese ist abzugrenzen von unternehmerisch festgelegten Preisgrenzen, welche den maximalen Preis für Produkte definieren, zu dem sich die Produktion noch betriebswirtschaftlich lohnt.

Die staatliche Preisobergrenze ist somit eine Form der Preisregulierung, denn Verkäufern wird untersagt, mehr als den festgelegten Höchstpreis zu verlangen. Ziel ist, dass die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher die Produkte oder Services, für die die Preisobergrenze gilt, weiterhin kaufen oder nutzen können, ohne dass die Kosten für sie zu hoch werden.

Angenommen, Ihr Unternehmen stellt Produkte her, die von einer Preisobergrenze betroffen sind. Wie bestimmen Sie dann Ihre Preise? Eine gute Option ist die Van-Westendorp-Preisanalyse.

Die Van-Westendorp-Preisanalyse wurde 1976 vom niederländischen Ökonomen Peter Van Westendorp entwickelt, um Preispräferenzen von Verbraucher:innen zu ermitteln. In der Marktforschung wird die Van-Westendorp-Analyse oftmals eingesetzt, um die optimalen Preispunkte für Produkte und Services festzulegen.

In einer Umfrage werden die Teilnehmenden gefragt, welchen Wert sie einem Produkt oder einem Service beimessen.

Die Fragen variieren, aber viele sind in etwa so formuliert:

  1. Ab welchem Preis würden Sie dieses Produkt als so teuer empfinden, dass Sie einen Kauf ausschließen würden?
  2. Ab welchem Preis würden Sie dieses Produkt als so günstig ansehen, dass Sie von einer minderwertigen Qualität ausgehen würden?
  3. Ab welchem Preis würden Sie dieses Produkt als so teuer empfinden, dass Sie einen Kauf zwar gründlich abwägen, ihn aber nicht von vornherein ausschließen würden?
  4. Ab welchem Preis bietet dieses Produkt Ihrer Meinung nach ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis?

Mit diesen Fragen soll eruiert werden, ab welchem Preis ein Produkt oder eine Dienstleistung als zu teuer, zu günstig oder als gutes Preis-Leistungs-Verhältnis wahrgenommen wird. Die Antworten werden in einem Diagramm dargestellt, um so den Indifferenzpreis (den Schnittpunkt von „teuer“ und „günstig“) sowie den optimalen Preis (den Schnittpunkt der Linien „zu günstig“ und „zu teuer“) zu ermitteln.

Anhand der gewonnenen Informationen können Sie dann fundiert entscheiden, welchen Preis unterhalb der Preisobergrenze Konsumentinnen und Konsumenten für Ihr Produkt oder Ihren Service zu zahlen bereit sind.

SurveyMonkey bietet eine Lösung zur Preisoptimierung, mit der Sie anhand von Feedback Ihrer Zielgruppe das optimale Preisniveau und die ideale Preisspanne für Ihr Produkt oder Ihren Service direkt ermitteln können. Die Fachleute von SurveyMonkey unterstützen Sie dabei, dank einer professionell gestalteten Studie und der Preisanalyse nach Van Westendorp hochwertige Daten zu gewinnen. 

Für den Einstieg empfehlen wir die SurveyMonkey-Musterbefragung für Preistests.

Preisobergrenzen kommen besonders häufig in wesentlichen Märkten wie Grundnahrungsmittel, Energie und Wohnen vor, in denen die Erschwinglichkeit der Produkte und der mögliche Zugriff auf sie für die Lebensqualität entscheidend sind. Die folgenden Beispiele für Preisobergrenzen zeigen, wie Regierungen und Aufsichtsbehörden Preislimits einsetzen, um öffentliches Interesse, Angebot und langfristige Stabilität auszubalancieren.

Angenommen, Sie wohnen in einem Apartmentkomplex in New York City, wo die Mieten extrem hoch sein können. Ihr Gebäude unterliegt jedoch der Mietpreisbremse, sodass Ihr Mietpreis begrenzt ist. Die Mietpreisbremse, als Beispiel für eine Preisobergrenze, legt fest, wie viel der Vermieter für Ihre Wohnung verlangen darf und wie stark er die Miete pro Jahr erhöhen kann. 

Nach dem Hurrikan Sandy im Jahr 2012 setzten die US-Bundesstaaten New York und New Jersey Preisobergrenzen für Tafel- und Mineralwasser durch. Durch diese Regulierung sollte Preiswucher als Folge der Naturkatastrophe verhindert werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor überhöhten Preisen für lebenswichtige Güter zu schützen. Dadurch konnten die Einwohner:innen dieser US-Bundesstaaten Wasser zu fairen Preisen kaufen.

Nach Naturkatastrophen oder Versorgungsausfällen begrenzen Regierungen mitunter die Kraftstoffpreise, um Preistreiberei zu verhindern und die Transportkosten zu stabilisieren. Dank dieser temporären Preisobergrenzen haben Verbraucher:innen weiterhin Zugang zu wichtigen Gütern, während sich die Lieferketten erholen können. Wenn die Verknappung länger bestehen bleibt, kann dies allerdings auch zu Engpässen oder langen Warteschlangen führen.

Maßnahmen wie das US-amerikanische Bundesgesetz zur Eindämmung der Inflation, das US Inflation Reduction Act, von 2022 führten Obergrenzen für Eigenbeteiligungen bei wichtigen verschreibungspflichtigen Medikamenten ein. Dank dieser Preisobergrenzen können Patienten und Patientinnen sich lebenswichtige Medikamente leisten, außerdem wurden langfristig Ungleichheiten im Gesundheitswesen verringert. Über die Jahre gesehen könnten jedoch einige Hersteller ihre Produktion einschränken oder Innovationen verzögern, falls die Erstattungslimits die Gewinnmargen zu stark verringern.

In Zeiten hoher Inflation begrenzen Regierungen oft die Preise für Grundnahrungsmittel wie Brot, Reis oder Speiseöl, um die Haushalte zu schützen. Solche Programme sorgen kurzfristig dafür, dass mehr Familien Zugang zu wichtigen Lebensmitteln haben. Steigen die Herstellungskosten jedoch schneller als die erlaubten Preise, kann dies aufgrund fehlender oder zu geringer wirtschaftlicher Anreize zu einem reduzierten Angebot führen.

Eine Preisobergrenze kann wichtige Güter für die Allgemeinheit erschwinglicher machen und Preiswucher in Zeiten von Inflation oder Krisen eindämmen. Eine richtig festgelegte Preisobergrenze schützt die Verbraucher:innen und sorgt kurzfristig für Stabilität. Wird sie jedoch unterhalb des Marktgleichgewichts angesetzt, entstehen wirtschaftliche Zielkonflikte, die sich langfristig negativ auf Angebot und Qualität auswirken können.

Wird eine Preisobergrenze unter dem Marktgleichgewichtspreis festgelegt, steigt die Nachfrage, während das Angebot sinkt. Die Menschen möchten mehr kaufen, als die Anbieter rentabel produzieren können. Dies führt zu Engpässen bei wichtigen Gütern wie mietregulierten Wohnungen oder preisbegrenztem Kraftstoff. Langfristig kann die geringe Rentabilität ein Hindernis für neue Investitionen darstellen, das verfügbare Angebot verringern und dazu führen, dass Wartelisten oder Ausverkäufe häufiger werden.

Bei gesetzlich begrenzten, niedrigeren Preisen senken Produzenten oft die Kosten, um ihre Gewinnmargen zu sichern. Das kann zum Beispiel Unternehmen veranlassen, günstigere Materialien zu verwenden, Serviceleistungen zu reduzieren oder die Lebensdauer von Produkten zu verkürzen. Die Waren bleiben dann zwar erschwinglich, haben aber gegebenenfalls eine schlechtere Qualität und geringere Lebensdauer. Dies ist der versteckte Preis für die Erschwinglichkeit.

Sorgen die gesetzlich festgesetzten Preise nicht für ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage, dann entstehen andere Formen der Zuteilung. Die Menschen müssen sich auf lange Warteschlangen und Lieferverzögerungen einstellen oder greifen auf informelle Verkaufsmärkte zurück, auf denen Produkte oberhalb der Preisobergrenze gehandelt werden. Vorübergehende Preisobergrenzen für Kraftstoff nach Naturkatastrophen führen oft genau zu diesem Muster: Schlangen an Tankstellen und unerlaubte Weiterverkäufe.

Ist keine freie Preisanpassung möglich, gehen für beide Seiten, Käufer wie Verkäufer, einige Vorteile verloren. Wirtschaftsfachleute nennen dies Wohlfahrtsverlust. Das ist der Wert, der nicht realisiert wird, weil die Preisobergrenze verhindert, dass sich beide Parteien am Gleichgewichtspreis treffen. In einem Angebot-Nachfrage-Diagramm wird dieser Verlust als schattierte Fläche zwischen den Kurven dargestellt, in der keine Transaktionen mehr stattfinden.

Stellen Sie sich vor, Sie möchten ein neues Haushaltswarenset zu einem Zielpreis von 14 Euro anbieten. Aufgrund einer temporären staatlichen Preisobergrenze dürfen Sie es aber nur für 10 Euro verkaufen. Bei diesem niedrigen Preis verschiebt sich die Nachfragekurve: Mehr Kundinnen und Kunden möchten kaufen, während Ihre Produktionskosten und Margen gleich bleiben. 12.000 Einheiten könnten Sie wirtschaftlich herstellen, doch die prognostizierte Nachfrage liegt bei 20.000 Stück. Die bindende Preisobergrenze hat demnach zu einer unerfüllten Nachfrage geführt.

Sie stehen nun vor drei Optionen, die jedes Unternehmen, das Preisdruck ausgesetzt ist, kennt:

  1. Sie akzeptieren Ausverkäufe und entgangene Umsätze.
  2. Sie reduzieren die Qualität, um Produktionskosten zu senken.
  3. Sie gestalten Ihr Angebot um, damit Ihre Marge und der Kundennutzen erhalten bleiben. Sie könnten zum Beispiel eine kleinere Packungsgröße anbieten, Produkte in Paketen zusammenfassen oder alternative Materialien einsetzen.

Jede dieser Optionen hat ihre eigenen Vor- und Nachteile. Welche Entscheidung ist für Sie die beste? Das hängt von Ihren Daten ab: Wie viel sind Ihre Kundinnen und Kunden bereit zu zahlen, welche Eigenschaften sind ihnen am wichtigsten und wie empfindlich reagiert die Nachfrage auf Preisänderungen?

Genau hier hilft Marktforschung weiter. Nutzen Sie eine Umfragevorlage für Preistests, um die Zahlungsbereitschaft Ihrer Kunden zu ermitteln und Ihr Preismodell blitzschnell zu validieren. Oder probieren Sie die Marktforschungslösungen von SurveyMonkey aus, um mit ihnen eine Van-Westendorp-Analyse durchzuführen, die Preiselastizität zu simulieren und herauszufinden, welche Optionen sowohl Ihre Rentabilität als auch Ihre Kundenzufriedenheit sichern.

Eine Preisuntergrenze ist das Gegenteil einer Preisobergrenze. Sie legt einen Mindestpreis für den Kauf eines Produkts oder eines Services fest. Eine Preisobergrenze hingegen ist der von einer Regierung oder Aufsichtsbehörde festgelegte Höchstbetrag, den ein Anbieter für ein Produkt oder einen Service verlangen darf.

Durch das Festlegen einer Preisuntergrenze kann eine Branche verhindern, dass Überproduktionen entstehen. Die Preisuntergrenze liegt meist über dem Marktgleichgewichtspreis. Das kann Produzenten, der Landwirtschaft oder der Industrie zugutekommen, da höhere Mindestpreise erzielt werden.

Mindestlohngesetze sind das beste Beispiel für Preisuntergrenzen. Der Mindestlohn legt fest, welchen Mindestbetrag ein Arbeitgeber zahlen muss, damit Arbeitnehmende sich einen grundlegenden Lebensstandard leisten können.

Eine Preisobergrenze kann dafür sorgen, dass wichtige Güter für die Menschen erschwinglich bleiben. Allerdings gibt es auch Nachteile: Ist sie bindend (also unter dem Marktgleichgewicht), führt sie oft zu Engpässen oder geringerer Qualität dieser Produkte. Testen Sie mit unserer Umfragevorlage für Preistests, wie viel Ihre Kunden und Kundinnen für Ihr Produkt zu zahlen bereit sind.

Der Mindestlohn ist eine Preisuntergrenze, keine Preisobergrenze. Er legt den niedrigsten gesetzlichen Lohn fest und wird dann wirksam, wenn er über dem Gleichgewichtslohn liegt.

Eine Preisobergrenze legt fest, wie viel ein Anbieter für ein bestimmtes Produkt verlangen darf, während die Preisdeckelung bei Versorgungsunternehmen die Gesamterlöse über einen Zeitraum hinweg begrenzt. Bei der ersteren werden die Preise pro Produkt begrenzt, bei der zweiten die Einnahmen des Unternehmens.

Regierungen setzen Preisobergrenzen ein, um wichtige Güter wie Wohnraum, Kraftstoff und Lebensmittel in Zeiten von Inflation oder Krisen erschwinglich zu halten und Preistreiberei zu verhindern.

Die Preise steigen in der Regel wieder auf das Marktgleichgewicht, Engpässe verschwinden, aber die kurzfristigen Kosten steigen. Mit den Marktforschungslösungen von SurveyMonkey können Sie solche Veränderungen simulieren.

Den optimalen Preis für Ihre Produkte und Services zu ermitteln, stellt oft eine Herausforderung dar, besonders in einem Umfeld mit Preisobergrenzen. Sowohl Preisobergrenzen als auch Preisuntergrenzen können je nach Situation sowohl nützlich als auch problematisch sein. Setzen Sie daher auf die SurveyMonkey-Lösung für Preisoptimierung, um Ihr Produkt erfolgversprechend und fundiert zu bepreisen.

Wie immer steht Ihnen SurveyMonkey mit durchdachten Marktforschungs-Services zur Seite. Unsere Marktforschungslösungen unterstützen Sie bei allem, von der Beobachtung der Branchentrends über die Segmentierung Ihrer Zielgruppe bis hin zum Branding. Starten Sie noch heute mit uns durch!

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