Einführung

Einleitung
Dieser Fragebogen ist der erste Teil des von Health Care Without Harm (HCWH) Europe durchgeführten und vom Deutschen Umweltbundesamt finanzierten Projektes SAICM 2.0. Das Projekt möchte die Anwendung sicherer und zugleich umweltfreundlicher Desinfektionsmittel im Gesundheitswesen unter Beibehaltung gegebener Hygiene- und Arbeitsschutzstandards voranbringen.
Die Ergebnisse des Projektes werden in das Sustainable Health in Procurement Program (SHiPP) integriert.

Hinweise
Mit der vorliegenden Befragung möchten wir mehr über die Beschaffung und Anwendung von Desinfektionsmitteln erfahren - sie richtet sich daher an Spitäler, Krankenhausverbünde bzw. -netzwerke sowie an Gesundheitseinrichtungen allgemein mit einem signifikanten Verbrauch an Desinfektionsmitteln.
Der Fokus liegt dabei auf der routinemäßigen bzw. täglichen Desinfektion der Hände, von Oberflächen, chirurgischen Instrumenten einschließlich Endoskopen, Bekleidung und Geschirr. Ausgeklammert bleibt die Desinfektion von (medizinischen) Abfällen.
Der Fragebogen richtet sich an Beschäftigte in Managementpositionen und Teilnehmende sollten Kenntnis in Hinblick auf die Beschaffung und Anwendung von Desinfektionsmitteln haben (oder KollegInnen mit entsprechenden Kenntnissen konsultieren).

Die Ergebnisse der Befragung werden zusammen mit Product Benchmarks anonymisiert in einem Bericht ausgewertet. Darin soll die gegenwärtige Praxis der Beschaffung und Anwendung von Desinfektionsmitteln beschrieben und Fallbeispiele sowie Handlungsanleitungen bereitgestellt werden. Jede teilnehmende Gesundheitseinrichtung hat Anspruch auf eine individuelle Auswertung einschließlich einer Liste vorgeschlagener Produktalternativen.

Das Projekt zielt zwar in erster Linie auf die Reduzierung umweltgiftiger Stoffe in Desinfektionsmitteln ab, aber auch für die menschliche Gesundheit relevante Aspekte werden gleichermaßen berücksichtigt:
  • Die Identifizierung und Vermeidung von Stoffen mit sensibilisierenden, kanzerogenen, mutagenen, reproduktionstoxischen oder chronisch toxischen Eigenschaften
  • Die Verbesserung von Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz durch die Verminderung oder Vermeidung potenziell gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe
  • Langfristig eine Minderung krankheitsbedingter Fehlzeiten von MitarbeiterInnen
Die Auswertung wird die erhobene Praxis nicht kritisieren oder abwerten sondern unverbindliche Vorschläge zur Optimierung der verwendeten Produktpalette beinhalten. Die Verbesserungsvorschläge werden darauf abzielen, in den verwendeten Produkten nach Möglichkeit Inhaltsstoffe mit folgenden (vermuteten oder nachgewiesenen) Eigenschaften zu vermeiden:
  • Sensibilisierend (einschließlich allergener Duftstoffe)
  • Kanzerogen, mutagen, reproduktionstoxisch
  • Chronisch toxisch
  • Giftig für Wasserorganismen
Der Fragebogen wird im Ermessen der teilnehmenden Einrichtung ausgefüllt. Eine allfällige Nachbesprechung erfolgt via Skype oder telefonisch. Anschließend an die Teilnahme an der Befragung wird der Einrichtung die Möglichkeit geboten sich weiter am Projekt zu beteiligen. Eine solche Beteiligung kann eine ausführliche Analyse der von ihrer Organisation verwendeten Desinfektionsmittel samt einem Folgegespräch beinhalten.

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