3 Methoden zum Optimieren Ihrer Umfrageeinladungen, um die Beantwortungsquoten zu erhöhen

Endlich kann‘s losgehen: Sie haben mit viel Zeit und Aufwand die perfekte Umfrage entworfen, und diese möchten Sie jetzt versenden, um die Antworten zu erhalten, die Sie brauchen. Aber wussten Sie eigentlich schon, dass Sie auch am Versand selbst noch die eine oder andere Stellschraube drehen können, um noch mehr Beantwortungen zu erhalten?

Das stimmt wirklich! Das Research & Data Insights Team von SurveyMonkey hat kürzlich einige Tage lang die AAPOR-Konferenz (American Association of Public Opinion Research) in New Orleans besucht. Davon haben Sie noch nie gehört? Nun, stellen Sie sich das Ganze als „SurveyCon“ vor, wo 1.100 Umfrage-Nerds zusammenkommen, um sich über Themen wie Akquieszenz und Propensity-Score-Gewichtung auszutauschen.

Doch es ging nicht nur um solche abgefahrenen Themen, sondern man erhielt auch von kompetenter Seite Tipps zur Steigerung der Beantwortungsquoten insbesondere beim Versand von Umfragen per E-Mail. Folgende Vorschläge waren von den Fachleuten zu hören:

Betreffzeile und Absenderadresse sind wichtig

Die Betreffzeile und die Absenderadresse der E-Mail sind häufig die ersten beiden Details, die dem Empfänger der Mail ins Auge springen, wenn er Ihre Umfrageeinladung liest. Deswegen darf ihre Bedeutung nicht unterschätzt werden: Sie entscheiden in der Regel darüber, ob der Empfänger die Mail liest (und die Umfrage startet) oder sie sofort löscht.

Vermeiden Sie unsinnige Adressen wie „fuzzyoctupus395@myspace.com“ und legen Sie stattdessen Wert auf professionelles Auftreten, indem Sie eine E-Mail-Adresse verwenden, die der Befragte kennt – zumindest aber eine, in der Ihr Name enthalten ist. Dann weiß der Empfänger nämlich, dass es sich bei Ihrer Einladung nicht um eine Betrugsmail handelt.

Aber auch die Betreffzeile sollte im Fokus Ihrer Aufmerksamkeit liegen. Ausschließlich in GROẞBUCHSTABEN geschriebene Wörter und Symbolfolgen wie „€€€€“ werden häufig von Spam-Filtern abgefangen, weswegen Ihr Empfänger möglicherweise gar nicht vor die Wahl gestellt wird, Ihre E-Mail zu lesen oder zu löschen.

Wo Sie den Umfragelink platzieren sollten (und warum es noch besser ist, die erste Frage gleich einzubetten)

Von ACT (American College Testing) durchgeführte Studien haben ergeben, dass die Platzierung eines Umfragelinks ganz oben in der E-Mail zu einer signifikanten Steigerung der Beantwortungsquote bei Feedbackumfragen führt, die an Schüler gesendet wurden. Wenn Sie die Möglichkeit dazu haben, dann sollten Sie Ihren Befragten Zeit sparen und es für sie so einfach wie möglich machen, Ihre Umfrage aufzurufen. Zu diesem Zweck sollten Sie den Link zur Umfrage möglichst weit oben in Ihrer E-Mail setzen.

Aber wenn Sie wirklich hohe Beantwortungsquoten (und natürlich auch Abschlussquoten) erzielen möchten, dann sollten Sie die erste Frage Ihrer Umfrage in den Textkörper Ihrer E-Mail einbetten. Denn wenn Ihr Befragter die Frage beantwortet, wird er automatisch zu Ihrer Umfrage weitergeleitet.

Wir haben das selbst getestet: Das Einbetten der ersten Frage in die E-Mail-Einladung kann die Beantwortungsquote um bis zu 22 % erhöhen. Und auch die Quote der Teilnehmer, die Ihre Umfrage tatsächlich abschließen, steigt um sage und schreibe 19 %. Sie müssen lediglich darauf achten, für die erste Frage einen geeigneten Fragetyp auszuwählen. Infrage kommen hierfür Multiple-Choice-Fragen, Sternbewertungsfragen und NPS-Fragen.

Lange Textblöcke vermeiden – insbesondere bei Vertraulichkeitserklärungen

Sind Sie im Internet schon mal über das Kürzel „tl;dr“ gestolpert? Falls nicht: Es steht für „Too long; didn’t read“, zu gut Deutsch „Text war zu lang, habe ich nicht gelesen“. In vielen Branchen ist es Usus geworden, eine Vertraulichkeitserklärung oder eine lange Einleitung in der E-Mail-Einladung abzugeben. Damit soll den Befragten versichert werden, dass ihre Antworten nicht mit Gott und der Welt geteilt werden. Allerdings zeigen Erhebungen des Bureau of Labor Statistics (BLS), eines Unterbereichs des US-amerikanischen Arbeitsministeriums, dass solche Erklärungen für den Empfänger nicht wirklich von Belang sind.

Die Experten des BLS stellten fest, dass die meisten Befragten dem Vertraulichkeitsversprechen nicht allzu viel Beachtung schenken. Auch die Verwendung unterschiedlicher Versionen eines solchen Absatzes hatte weder Auswirkungen auf die Beantwortungsquoten noch auf die Datenqualität.

Insofern sollten Sie Vertraulichkeitserklärungen oder weitschweifige Einleitungen in Ihrer E-Mail einfach weglassen, sofern sie nicht unbedingt notwendig sind. Falls doch, sollten Sie diesen Absatz möglichst kurz halten, damit Ihre Befragten nach einem kurzen Blick darauf nicht einfach denken: „tl;dr“.

Wenn Sie viel Arbeit in den Entwurf einer durchdachten Umfrage gesteckt haben, ist es nur sinnvoll, dafür Sorge zu tragen, dass Sie die benötigten Antworten und damit auch wertvolle Daten erhalten.

Wenn Sie Ihre Umfrage also per E-Mail an die gewünschten Teilnehmer versenden, sollten Sie diese kleinen Optimierungen in jedem Fall vornehmen, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Beantwortungen auch bekommen. Überzeugen Sie sich von der professionellen Wirkung guter Betreffzeilen und Absenderadressen, machen Sie es Ihren Befragten so einfach wie möglich, die Umfrage direkt aus der E-Mail heraus aufzurufen, und stellen Sie sicher, dass der Textkörper Ihrer Mail nicht zu umfangreich ist.

Inspiriert? Mach Deine eigene Umfrage!

Inspiriert? Mach Deine eigene Umfrage!

Hinterlassen Sie einen Kommentar