Multiple-Choice-Fragen: Alles was Du wissen musst

multiple choiceMultiple-Choice-Fragen sind für das Erstellen von Umfragen elementar: Sie sind vielseitig einsetzbar, intuitiv nutzbar und sie liefern Daten, die einfach zu analysieren sind.

Dadurch, dass dieser Fragentyp eine feststehende Lise an Antwortoptionen bietet, bekommst Du geordnete Antworten – und Deinen Teilnehmer gestaltet dieser Fragentyp den Abschluss Deiner Umfrage um einiges bequemer.

Trotz alledem sind die Ergebnisse, die Du erhältst, wenn Du die Antwortoptionen festlegst, eingeschränkt. Was auch bedeutet, dass Du darauf achten musst, dass diese vorgegebenen Antworten auch umfassend sind – ansonsten riskierst Du eine Verzerrung Deiner Ergebnisse.

Dieser Fragentyp mag zunächst unkompliziert wirken, es gibt jedoch Differenzierungen bei den verschiedenen Multiple-Choice-Typen und ihrer Verwendung.

Fragentypen: Einzelantwort versus mehrere Antworten

Ein grundlegender Unterschied zwischen verschiedenen Multiple-Choice-Typen ist, ob Du Deinen Teilnehmer nur eine Antwortmöglichkeit gibst oder sie mehrere Antworten anklicken lässt.

Fragen, die nur eine Antwort aus einer vorgegebenen Liste zulassen, kommen am häufigsten vor. Dieses Format bietet sich am meisten bei binären Fragen, Ratings oder Nominal-Skalen an. Diese Antwortoption ist zudem effektiv, wenn Du Deine Teilnehmer bittest, ihre bevorzugte bzw. nicht bevorzugte Antwort aus einer vorgegebenen Liste auszuwählen.

Fragen, die mehrere Antworten zulassen, haben einen etwas anderen Zweck. Bei einem Multiple-Choice-Typ mit nur einer möglichen Antwort würde die Frage zum Beispiel „Welchen Pizza-Belag magst Du am liebsten?“ lauten. Bei mehreren möglichen Antworten hieße die Frage: „Welche der folgenden Pizza-Beläge magst Du gerne?“

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Welchen Typ Du benutzt, ist davon abhängig, was Du genau wissen möchtest.

Variationen der Standard-Multiple-Choice-Frage

Nachdem Du festgelegt hast, ob Du bei Deiner Multiple-Choice-Frage eine oder mehrere Antworten zulässt, kannst Du nun entscheiden, welcher der verschiedenen Variationen dieses Fragetyps Du anwendest.

Zum Beispiel kann das Hinzufügen der Antwortoption „Sonstige“ oder eines Kommentarfelds bei der Nutzung des Multiple-Choice-Typens eher hinderlich sein: Wenn Du Deinen Teilnehmern eine Liste mit festgelegen Antwort-Möglichkeiten vorlegst, sind sie dazu gezwungen, sich einer dieser Meinungen anzuschließen – was Deine Ergebnisse verzerren kann.

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Denn was ist, wenn einer Deiner Teilnehmer keiner Deiner Optionen tatsächlich zustimmen kann? Er wird eine Antwort anklicken, der er gar nicht wirklich zustimmt.

Eine Möglichkeit, diesem Problem aus dem Weg zu gehen, ist, so allumfassende Antwortoptionen wie möglich zu liefern – und zudem den Teilnehmern die Möglichkeit zu bieten, selber eine Antwort zu formulieren. Dazu einfach innerhalb Deiner Multiple-Choice-Frage das Feld ‘Antwortoption „Sonstige“ oder ein Kommentarfeld hinzufügen’ anklicken.

Anschließend kannst Du im Analyse-Bereich Deiner Umfrage diese Kommentare lesen; es dauert nur ein wenig länger, diese Antworten auszuwerten. Deine Teilnehmer sollten dieses Feld auch als letzte Möglichkeit sehen. Wenn zu viele Teilnehmer das Kommentatfeld ausfüllen anstatt eine vorgegebene Antwort-Option anzuklicken, wird es für Dich schwieriger, die Antworten miteinander zu vergleichen.

Rating-Skalen-Fragen zeigen eine Skala an, deren Bandbreite Du festlegen kannst (sei es von 0 bis 10, von 1 bis 5, von 0 bis 100 etc.), und Deine Teilnehmer darum bittest, den Punkt auf der Skala auszuwählen, der ihre Meinung am besten widerspiegelt.

Damit Deine Teilnehmer Deine Rating Skala richtig verstehen, musst Du genau benennen, was die einzelnen Punkte auf Deiner Skala bedeuten.

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Die obigen Beispiele zeigen den Net Promoter Score, der für verschiedenste Zwecke wie Marktforschung, Kundenzufriedenheits- und Mitarbeitermotivations-Umfragen genutzt werden kann.

Die meistgenutzteste Rating-Skala ist wohl die Likert-Skala. Diese fragt, ob der Teilnehmer einem Statement zustimmt oder nicht zustimmt.

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Du kannst die Antwortoptionen so ausweiten oder reduzieren, wie es am besten für Dich passt.

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Alternative Multiple-Choice-Formate
Matrix Fragen

Manchmal kann es vorkommen, dass Du verschiedene Fragen hintereinander stellen möchtest, die allesamt dieselben Antwortoptionen haben.

Das können zum Beispiel mehrere stimme zu/ stimme nicht zu-Fragen sein oder eine Aufeinanderfolge von Rating-Fragen, bei denen Teilnehmer auf einer Skala von 1 bis 10 auszuwählen, wie wahrscheinlich es ist, dass sie Freunden ein bestimmtes Produkt empfehlen.

Falls das auf Deine Umfrage zutrifft, kannst Du eine Matrix in Betracht ziehen. Während Matrix-Fragen auf der einen Seite den Frageninhalt vereinfachen, können allzu große Matrizen für Teilnehmer sehr lästig sein – besonders auf mobilen Endgeräten.

Falls Deine Matrix so groß ausfällt, dass Deine Teilnehmer mehrfach innerhalb der Frage runter scrollen müssen, solltest Du die Frage in mehrere aufteilen oder die Antwortmöglichkeiten reduzieren.

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Ranking-Fragen

Bei Ranking-Fragen können Deine Teilnehmer die Antwortmöglichkeiten nach Vorliebe anordnen. Wenn Du zum Beispiel Deine Teilnehmer bittest, ihre Lieblings-Pizzabeläge zu ranken, weißt Du nicht nur, welchen Belag sie am liebsten mögen, sondern auch ihren zweitliebsten, drittliebsten, etc.

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Die Vorteile von Multiple-Choice-Fragen

Multiple-Choice-Fragen werden auf SurveyMonkey am häufigsten genutzt. Das liegt nicht nur daran, dass dies für die meisten User der Standard-Fragentyp ist, sondern auch an Vorzügen, die andere Fragentypen nicht mit sich bringen.

Sie sind bequem. Es ist viel einfacher, einen Button anzuklicken, als eine Antwort einzutippen. Und je bequemer Du die Teilnahme an Deiner Umfrage gestaltest, desto mehr Antworten bekommst Du.

Häufig willst Du, dass Deine Teilnehmer zwischen zwei oder mehr Antworten wählen. Stimmst Du zu oder nicht zu? Ja oder nein? Veröffentlichen wir zu viel, zu wenig oder ist die Menge genau richtig? In solchen Fällen bietet sich der Multiple-Choice-Typ mit seinen festgelegen Antwortoptionen zum Auswählen an.

Sie helfen Dir dabei, Deine Teilnehmer zu leiten. Ein Vorteil von Multiple-Choice-Fragen ist, dass sie Deinen Teilnehmer über die Antwortmöglichkeiten einen Kontext zum Thema bieten. Antwortmöglichkeiten anzubieten, deutet Deine Teilnehmer zugleich darauf hin, wie speziell oder allgemein ihre Antworten ausfallen sollen.

Sie sehen besser auf mobilen Endgeräten aus. Die Optimierung für mobile Endgeräte ist für Online-Umfragen enorm wichtig. In den USA nehmen beispielsweise mittlerweile drei von zehn Teilnehmern über ihr Smartphone oder Tablet an Umfragen teil.

Mit kleinen Bildschirmen und ohne Maus oder Tastatur bieten sich keine Umfragen an, die viele Kommentarfelder haben oder viel Scrollen erfordern.

Multiple-Choice-Fragen werden nicht ohne Grund am häufigsten bei Umfragen eingesetzt – sie sind vielseitig verwendbar und einfach zu benutzen.

Das war es auch schon! Hast Du noch weitere Fragen oder Anmerkungen? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter!

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