Wie Du eine Verzerrung Deiner Ergebnisse vermeidest

Female student studying in library with a laptopVerzerrungen sind der natürliche Feind aller Umfragen. Deshalb solltest Du unbedingt darauf achten, solche Tendenzen zu vermeiden, damit Deine Ergebnisse auch glaubwürdig ausfallen. In den vergangenen Jahren haben wir bei SurveyMonkey Unmengen an Tipps zusammen getragen, die Erstellern von Umfragen dabei helfen, nicht in typische Fallen zu tappen.

Besonders häufig werden solche Verzerrungen nämlich von den Umfragestellern selber verursacht. Das kann daher kommen, dass beim Schreiben einer Umfrage unbewusst die Fragen so gestellt werden, dass sie zu dem Ergebnis führen, das insgeheim erhofft wird. Und das ist halt heimtückisch …

Wie diese Art Verzerrung verhindert werden kann?

Keine Sorge, wir haben Dir eine Liste zusammengestellt, die Dir dabei hilft, diese Fehler zu vermeiden.

1. Stelle nicht die falschen Fragen

Mit den falschen Fragen an die richtigen Antworten zu kommen, ist nahezu unmöglich. Unglücklicherweise werden Umfrageergebnisse ziemlich leicht durch Fragen beeinflusst, die das Umfragethema versehentlich eingrenzen. Was wir damit meinen? Sagen wir, Du willst wissen, welchen Pizza-Belag Deine Kollegen am liebsten mögen. Wenn Du nun fragst: „Magst Du am liebsten Pepperoni-, Salami- oder Artischockenpizza?“, schließt Du alle anderen Beläge aus. Und bekommst so kein repräsentatives Ergebnis.

Tipp: Die sogenannte explorative Forschung ist die beste Strategie, um an flächendeckende Ergebnisse zu gelangen. Wie Du das am besten anstellst? Zum Beispiel kannst Du an eine kleinere Gruppe von Teilnehmern eine offene Frage verschicken, um einen besseren Überblick über die möglichen Antworten zu bekommen. Außerdem kann es helfen, erst einmal ähnliche Umfragen auszuwerten, um zu sehen, welche Themen und Kategorien für Dich in Frage kommen könnten.

2. Verschicke Deine Umfrage nicht an die falschen Teilnehmer

Die Auswahl Deiner Teilnehmer mag vielleicht zunächst wie ein Kinderspiel erscheinen, aber wenn Du hier nicht aufpasst, ist eine Verzerrung Deiner Ergebnisse vorprogrammiert. Beim Durchführen einer Umfrage ist es ein unbedingtes Muss, auf eine Population abzuzielen, die zu den Zielen Deiner Umfrage passt. Falls Du unkorrekterweise eine Teilnehmergruppe ein- oder ausschließt, wirkt sich das direkt negativ auf Deine Ergebnisse aus.

Normalerweise passiert diese Art der Verzerrung, wenn Du im Vorfeld nicht ausgiebig genug die Zielgruppe Deiner Umfrage definiert hast. Sagen wir, Du möchtest Deine Umfrage nur an Teilnehmer mit knappen wirtschaftlichen Ressourcen verschicken. Diese Population kann auf verschiedene Arten definiert werden: Menschen mit einem niedrigen Einkommen, Menschen ohne Einkommen oder solche, die durch Schulden beispielsweise ein geringes Eigenkapital besitzen. Jede dieser drei Definitionen kann Dich zu Deinem gewünschten Ergebnis bringen – und jede Population andere Daten erzeugen.

Tipp: Um zu vermeiden, dass Du Deine Umfrage an die falsche Zielgruppe verschickst, genau definieren, was Deine Anforderungen an Deine Teilnehmer sind. Und zwar bevor Du Dein Projekt startest! Und vergiss nicht, in Deinen Berichten Deine Population so genau wie möglich zu beschreiben. Allgemeine Begriffe wie arm, reich, groß oder klein münden kopfüber in Missverständnissen.

3. Fehlinterpretiere Deine Ergebnisse nicht

Diese Form der Verzerrung stellt sich ein, wenn Rohdaten fehlinterpretiert werden. Normalerweise ist das ein Ergebnis von unsachgemäß oder nicht akkurat angewandten Statistik-Methoden. Das kann zum Beispiel passieren, wenn der Ersteller einer Umfrage sich so darüber freut, dass eine aus diesen Rohdaten gewonnene Erkenntnis seine Hypothese bestätigt, dass er übersieht, dass diese These aber bloß auf den Antworten weniger Teilnehmer basiert.

Tipp: Um diese Form der Verzerrung zu vermeiden, solltest Du im Vorfeld Deiner Umfrage einen Datenanalyseplan entwickeln und erst anschließend darauf abgestimmt Deine Fragen überlegen. Checke am besten auch noch einmal in unserem Tool alle angebotenen Analysetools – vielleicht bringt Dich das ja auf die richtige Fährte.

Wie Du siehst: Es ist nicht schwierig, diese Fallen zu umgehen. Mach Dir einfach, bevor Du Deine Umfrage startest, ein paar Gedanken über diese drei Punkte – Deine Umfrageergebnisse werden Dir danken!

Hast Du noch weitere Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema? Dann hinterlasse uns gerne einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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