Wenn schon Matrix-Fragen, dann aber richtig

matrix_questionMatrix-Fragen, also mehrere Fragen in einem Raster, sind sowohl bei Online-Umfragen als auch bei Umfragen mit Stift und Papier der beliebteste Fragen-Typ.

Woran das liegt? Nun ja, für Ersteller von Umfragen sind diese gebündelten Fragen einfach zu schreiben und zu programmieren. Für Teilnehmer ist dieser Fragentyp durch seine Übersichtlichkeit grundsätzlich einfach zu interpretieren und zu beantworten. Doch neben diesen Vorteilen birgt dieser Fragentyp auch ziemliche Nachteile. Deshalb solltest Du Dir einiger der Fallstricke dieses Fragentypus bewusst sein – besonders seitdem immer mehr Umfragen an mobilen Endgeräten beantwortet werden.

Da es so einfach ist, Matrix-Fragen zu erstellen, überstrapazieren viele den Gebrauch dieses Fragetyps – und bieten dabei zu viele Antwortmöglichkeiten sowie zu viele Elemente und Zeilen an. Das wiederum erschwert den Teilnehmern, die Fragen richtig zu lesen und kann dafür sorgen, dass schludrig geantwortet wird.

Lass uns einen Blick auf ein paar Beispiel-Matrix-Fragen werfen: Stell Dir vor, Du hättest ein kleines Bekleidungsgeschäft in einem Einkaufszentrum. Nun hast Du eine Kundenzufriedenheitsumfrage erstellt, die Du an alle Kunden verschickst, die in der vergangenen Woche bei Dir eingekauft haben. Das hier wäre Deine erste Frage:

matrix 1

Auf den ersten Blick sieht das alles gar nicht so schlecht aus. Aber es gibt ein paar Kleinigkeiten, mit denen Du direkt diese Matrix-Frage verbessern könntest. Zuerst solltest Du die Antwortmöglichkeiten knapper gestalten, indem Du die Antwortmöglichkeit „nicht zutreffend“ sowie die Zahlen entfernst.

matrix 2

Vier Tipps, wie Du gute Matrix-Fragen formulierst

Formuliere die Antwortmöglichkeiten (horizontal) so knapp wie möglich
Versuche fünf oder weniger Antwortoptionen anzuzeigen
Formuliere das Wording der einzelnen Themen (vertikal) so knapp wie möglich
Versuche, höchstens fünf Themen abzufragen

Es ist nicht schlimm, wenn Deine Matrix-Fragen nicht den obigen Vorgaben entsprechen. Du kannst diese Fragen immer noch benutzen, indem Du entweder Deine Matrix-Fragen auf einzelne Fragen herunter brichst oder Deine große Matrix in kleinere Matrix-Blöcke unterteilst.

So würde es aussehen, wenn Du Deine Matrix auf Einzelfragen herunterbrechen würdest:

matrix3

Und so, wenn Du Deine Matrix in kleinere Matrix-Blöcke unterteilen würdest:

matrix einzelfragen

Außerdem solltest Du immer mobile Endgeräte im Hinterkopf behalten. Das horizontale Format von Matrixfragen ist nicht unbedingt ideal für die Anzeige auf Smartphones. Aber schau selbst:

MobileMatrix

Wie Du siehst: Ideal ist anders. Falls Du also davon ausgehst, dass die meisten Deiner Teilnehmer Deine Umfrage auf mobilen Endgeräten beantworten, solltest Du diesen Fragetypen vermeiden und lieber Einzelfragen verwenden.

MobileMatrix21

Das war es auch schon, liebe Matrix-Fans. Habt ihr noch Fragen zu diesem Thema? Dann hinterlasst uns gerne einen Kommentar oder kontaktiert uns via Twitter!

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