Erhöht sich die Abbruchquote durch jede weitere Frage?

Es mag erst einmal nicht nach einer spektakulären Erkenntnis klingen: Je mehr Fragen Du stellst, umso weniger Teilnehmer beantworten Deine Umfrage bis zum Ende. Wenn Du also auf eine hohe Teilnehmergröße angewiesen bist, solltest Du im Umkehrschluss so wenige Fragen wie möglich stellen. Wir wissen natürlich, dass es in vielen Fällen kaum möglich ist, ein Umfragethema auf wenige Fragen herunter zu brechen. Aber wenn die Antwortquote besonders wichtig ist, bleibt Dir kaum etwas anders übrig, als Dich so kurz und knapp wie möglich zu halten.

Wir haben in insgesamt 100.000 zufällig ausgewählten Umfragen, die über SurveyMonkey beantwortet wurden, Antwort- und Abbruchraten analysiert. Dabei wollten wir herausfinden, inwiefern sich die Abbruchquote analog zur Länge einer Umfrage erhöht. Dabei ging es uns sowohl um die Anzahl der Fragen als auch um die Seitenanzahl einer Umfrage. Uns war dabei wichtig, die Abbruchquote in Korrelation zu der Fragen-Anzahl nachvollziehen zu können – a lso ob bei einem Fragenkatalog von einer bis zu 50 Fragen die Abbruchquote pro Frage immer weiter ansteigt. Entscheidend war dabei, dass der Teilnehmer mindestens eine Seite der Umfrage komplett ausfüllen musste. Insgesamt haben wir 2000 zufällig ausgewählte Umfragen mit einer Frage, 2000 mit zwei Fragen, 2000 mir drei Fragen etc analysiert – bis hin zu 2000 mit 50 Fragen.

Was wir herausgefunden haben?

Wie erwartet kam heraus: Je mehr Fragen eine Umfrage hat, desto höher ist die Abbruchquote. Doch wie Du in der untenstehenden Grafik sehen kannst, verhält sich das Verhältnis zwischen der Umfragenlänge und der Abbruchquote nicht linear. Unsere Daten zeigen, dass die Abbruchquote bis zur 15. Frage konstant ansteigt. Wenn ein Teilnehmer aber gewillt ist, die ersten 15 Fragen zu beantworten, ist die Abbruchquote bis zur 35. Frage niedriger als bei den ersten 15 Fragen. Teilnehmer, die mehr als 35 Fragen beantworten, sind wiederum motiviert, eine längere Umfrage bis zum Ende zu beantworten. (Also in diesem Falle eine Umfrage mit insgesamt 50 Fragen.)

abbruchquote

Was das für Dich bedeutet?

  • Wenn Du Deine Umfrage darauf auslegst, dass so viele Deiner Teilnehmer sie bis zum Ende durchführen, versuche sie so kurz wie möglich zu halten.
  • Jede zusätzliche Frage sollte so bedeutsam sein, dass sie den möglichen Anstieg der Abbruchquote rechtfertigt.
  • Skip Logic, unsere Verzweigungslogik, kann Dir dabei helfen, Deine Umfragen zu verkürzen, indem Du Deine Teilnehmer an den für sie irrelevanten Fragen vorbei leitest.

Natürlich verhält sich das bei jeder Umfrage, Zielgruppe oder Art der Versendung ein wenig anders. Aber behalte einfach diese Faustregel im Kopf, wenn Du Deine nächste Umfrage entwirfst.

Wie sieht es denn bei Dir aus? Ist Dir schon bei Deinen eigenen Umfragen aufgefallen, dass mehr Fragen zu weniger beendeten Umfragen führen? Hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter!

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