Warum auch bei Umfragen weniger mehr ist

faq1-215x215Wenn Dich eine Hose warm hält – warum dann nicht gleich sieben übereinander ziehen? Wenn Du eine Freundin zum Lächeln bringst, indem Du Dich erkundigst, wie ihr Tag war – warum sie dann nicht zwölfmal auf verschiedene Art und Weise fragen? Und wenn Dein Besuch Deine Fotos von Deinem letzten Urlaub interessant fand, kannst Du ja gleich alle Alben präsentieren, die Du daheim hast …

Wie über unsere Beispiel augenscheinlich klar wird: Manchmal ist weniger einfach mehr. Sieben Hosen übereinander wären wirklich albern. Und Deine Freundin würde wahrscheinlich denken, dass Du nicht mehr ganz bei Trost wärst, wenn Du ihr quasi die selbe Frage zwölfmal am Tag stellen würdest.

Umfragen funktionieren ähnlich.

Klar, Umfragen sind eine eher einseitige Form der Kommunikation, bei der eine Person alle Fragen stellt und die andere nur Antworten gibt. Dennoch handelt es sich um eine Kommunikation. Wenn Du Deinen Teilnehmern zu viele Fragen stellst, reagieren sie ähnlich irritiert als wenn Du das in einer „richtigen“ Unterhaltung machen würdest. Besonders wenn sich die Fragen inhaltlich wiederholen, zu lang sind oder besonders komplex.

Wie unser Methodologie-Team hier bei SurveyMonkey herausgefunden hat, gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen der Umfragelänge und beendeten Umfragen: Je mehr Fragen eine Umfrage hat, desto mehr Teilnehmer brechen sie mittendrin ab.

Diese Tatsache kannst Du nicht mit kleinen Tricks umgehen. Es scheint zum Beispiel verlockend zu sein, mit Seitenumbrüchen zu arbeiten, damit Deine Umfrage in kleinen Portionen daherkommt und so kürzer wirkt … das funktioniert leider nicht. Die Seitenanzahl einer Umfrage ist Deinen Teilnehmern relativ egal. Am meisten stören sie sich an übermäßig vielen Fragen.

Nun magst Du vielleicht auf die Idee kommen, eine Matrix zu benutzen, um viele kleine Fragen zu einer großen Meta-Frage zu vereinigen. So hättest Du ja die Anzahl der Fragen reduziert! Auch hier müssen wir Dich leider enttäuschen. Auf der einen Seite bekommst Du über eine Matrix andere Ergebnisse als über einzelne Fragen, auf der anderen Seite kann eine große Matrix Deine Teilnehmer auch entmutigen und sie dazu bringen, die Umfrage abzubrechen.

Zusammengefasst ist es einfach so, dass zu viele Fragen Deine Teilnehmer abschrecken. Die Lösung dieses Problems ist ganz einfach: Stell weniger Fragen! Dafür muss Dir natürlich klarer sein, was Du eigentlich wissen möchtest. Aber im Endeffekt hat diese Reduktion nur Vorteile. Deine Teilnehmer sind zufriedener, weil sie Deine Umfrage schneller beantworten können – und Du bekommst bessere Daten, die Du schneller analysieren kannst.

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