Deine Kundenbefragung früh und mehrfach verschicken!

mehrfachDu möchtest ein neues Produkt herausbringen und brennst darauf herauszufinden, wie es wohl ankommen wird? Eine schnelle Kundenbefragung zeigt, dass 95 Prozent sich für dieses Produkt begeistern können. Deshalb beschließt Dein Chef, dass ihr die Produktion erhöht und mehr Werbung schaltet – schließlich erwartet euch ein hoher Absatz. Als Du schließlich die ersten Verkaufszahlen siehst, fällst Du aus allen Wolken: Diese Zahlen liegen weit unter euren Erwartungen. Was ist hier passiert?

Lass uns mal annehmen, es hätte sich bei diesem Produkt um eine Klimaanlage gehandelt. Die erste Umfrage, über die Du Deine Teilnehmer gefragt hast, ob sie eine kaufen würden, ging im August raus. Die Produktion war im September fertig und im Oktober in den Läden. Nun ja, dass sich Klimaanlagen im Oktober nicht allzu gut verkaufen, liegt auf der Hand. Dafür hättest Du wahrscheinlich auch keine Umfrage machen müssen. Aber leider gestaltet sich eine solche Einschätzung nicht immer so einfach. Sagen wir, Du hättest die Umfrage im Juni herausgeschickt, im Juli wäre die Produktion fertig gewesen und trotzdem hätte es keine Verkäufe gegeben … wie würdest Du Dir das erklären?

Nun, eine schnelle Umfrage unter Deinen Kunden hätte herausgefunden, dass sich die Menschen vielleicht um ihre Stromrechnung Sorgen machen, aus Umweltschutzgründen auf eine Klimaanlage verzichten möchten oder Dein Modell einfach hässlich finden. Wie Du herausfinden kannst, um welchen Faktor es sich wirklich handelt? Frag einfach nach!

Bei Umfragen ist es wichtig, sie früh und mehrfach raus zuschicken. Je früher Du fragst, desto besser kannst Du Startprobleme vermeiden. Und immer wieder nachfragen ist hilfreich, um unerwartete Überraschungen zu vermeiden.

Dafür sprechen auch drei Gründe:

1. Beständigkeit
Wenn Du bestimmte Werte öfter als einmal misst, kannst Du damit nachprüfen, ob dein Messinstrument konsistent ist und den Ergebnissen mehr vertrauen. Dasselbe gilt für Umfragen: Wenn Du dieselbe Umfrage mehrfach herausschickst und jedes Mal ähnliche Ergebnisse erhältst, kann Du Dir sicherer sein, dass die Umfrage wirklich nah an der Realität des Kunden ist.

2. Wandel
So sehr wir uns alle wünschen, dass Umfragen zuverlässig sind – manchmal ist es einfach nicht so. Wenn sich die Ergebnisse nach mehrfachem Verschicken verändern, muss das nicht unbedingt heißen, dass Deine Umfrage das Problem ist. Haltungen und Vorlieben verändern sich eben. Menschen sind vielleicht an einem Dienstag eher für eine Urlaubsreise zu begeistern als an einem Freitag, essen gerne um 19 Uhr Steak, aber nicht um 21 Uhr oder entscheiden sich nach einem viralen Werbeclip plötzlich doch für eine neue Deo-Marke. Eine gute Umfrage kann mit diesen Veränderungen umgehen – wenn sie in regelmäßigen Abständen wiederholt wird.

3. Benchmarking
Der letzte Grund ist eine gewisse Relativität. Sagen wir, Dein Unternehmen fragt eure Kunden, wie sie eure neu eingeführte Schwamm-Produktlinie finden. Es kommt heraus, dass 64 Prozent der Befragten diese Schwämme mögen. Aber ist das nun ein gutes oder ein schlechtes Zeichen? Vielleicht lehnen die Befragten ansonsten Schwämme komplett ab – dann wären 64 Prozent natürlich ein großartiges Ergebnis. Aber was ist, wenn die Befragten ansonsten finden, dass Schwämme das tollste Produkt überhaupt sind? Dann klingen 64 Prozent nicht mehr ganz so gut …

Um hier mehr Klarheit zu gewinnen, kannst Du verschiedene Umfragen herausschicken, um im Laufe der Zeit nicht nur das Kaufinteresse Deiner Kunden herauszufinden, sondern auch ihre Zufriedenheit mit diesem Produkt zu messen.

Die Quintessenz: Wenn Du Deine Umfragen mehrfach herausschickst, kannst Du Dich mit höherer Sicherheit auf ihre Ergebnisse verlassen.

Wie oft schickst Du Deine Umfragen heraus? Hast Du noch weitere Tipps? Dann hinterlasse uns doch einen Kommentar oder kontaktiere uns via Twitter.

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